Zusätzliche Förderrunde der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" beschlossen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 29. Juni 2018 den Startschuss für eine zusätzliche Förderung der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" in Höhe von 64 Millionen Euro gegeben. Förderschwerpunkte sind die Themen Digitalisierung und/oder Lehrer- und Lehrerinnenausbildung für die beruflichen Schulen. Eine Antragsstellung steht allen nach der Bund-Länder-Vereinbarung zur "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" förderfähigen Hochschulen offen.

Berufliches Schulwesen

Ein Schwerpunkt der zusätzlichen Förderrunde der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" ist die Lehrer- und Lehrerinnenausbildung für die beruflichen Schulen.

BMBF/Alexandra Roth

Pressemitteilung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von 29. Juni 2018
PM 05/2018

Zusätzliche Förderrunde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung beschlossen
64 Millionen Euro für Digitalisierung und Lehramtsausbildung für berufliche Schulen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute den Startschuss für eine zusätzliche Förderung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung in Höhe von 64 Millionen Euro gegeben. Förderschwerpunkte sind die Digitalisierung und die Lehramtsausbildung für berufliche Schulen. Diese Entscheidung von Bund und Ländern fußt auf den Ergebnissen einer programmbegleitenden Zwischenevaluierung der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Die GWK-Vorsitzende, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, hob hervor: „Wir brauchen in Deutschland gut ausgebildete Lehrkräfte, die ihr Wissen überzeugend vermitteln. Das ist der Anspruch der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Nach der erfolgreichen Zwischenevaluierung starten wir nun eine weitere Runde. Ich will, dass wir jungen Menschen die Chance geben, sich intensiv mit der Digitalisierung in all ihren Facetten zu befassen. Dabei sollen sie von gut qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern unterstützt werden. Besonders die beruflichen Schulen liegen mir am Herzen. Daher wollen wir die Lehramtsausbildung für berufliche Schulen zu einem Schwerpunkt machen. Das ist ein weiterer Schritt, um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in Deutschland voranzubringen.“

Die stellvertretende Vorsitzende der GWK, die Bremer Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, sagt: „Die Hochschulen haben in den letzten Jahren viel getan, um die Lehrerbildung weiterzuentwickeln und ihre Anstrengungen zeigen Erfolge. Wir freuen uns, mit der zusätzlichen Förderrunde einen Schwerpunkt auf die Digitalisierung und auf das Lehramt an beruflichen Schulen legen zu können, das sind zwei wichtige Handlungsfelder der Lehrerbildung unserer Hochschulen. Das Thema ‚Digitalisierung‘ ist dabei eine Querschnittsaufgabe und zielt etwa auf Bereiche wie E-Learning, Medienkompetenz von Lehrenden und Lernenden oder die Entwicklung neuer Lehr- und Lernprozesse. Wir sind froh, dass wir die Hochschulen mit der ‚Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘ bei den Herausforderungen in der Lehrkräfteausbildung unterstützen können.“

Bund und Länder haben 2013 die Qualitätsoffensive Lehrerbildung als gemeinsames Bund-Länder-Programm für zehn Jahre beschlossen. Seit 2015 werden Projekte in diesem Rahmen gefördert. Ziel der Offensive sind unter anderem ein besserer Praxisbezug, professionelle Beratungsangebote, eine engere Verzahnung von Studium, Referendariat bzw. Vorbereitungsdienst und Weiterbildung. Das BMBF stellt dafür ein Fördervolumen von bis zu 500 Millionen Euro bereit. Bund und Länder haben 2013 zudem beschlossen, das Programm spätestens im Jahr 2018 auf der Grundlage einer Zwischenbegutachtung von geförderten Projekten und einem Zwischenbericht der Evaluierung zu überprüfen sowie über die weitere Ausgestaltung der verbleibenden Programmlaufzeit zu entscheiden. Der Zwischenbericht dieser Evaluierung stellt bereits jetzt vielfache Fortschritte fest, etwa in Hinsicht auf tragfähige Kooperationsstrukturen der Ausbildungsphasen, den Aufbau von Gremien an den Hochschulen oder die Theorie-Praxis-Verzahnung in der Lehre. Gleichzeitig hat der Zwischenbericht noch Handlungsbedarf insbesondere im Bereich der Digitalisierung und der Ausbildung für das Lehramt an beruflichen Schulen angemerkt.