Wirtschaft lernen im Labor - "Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung" eröffnet

Im Rahmen des Projekts "Biographieorientierte und Phasenübergreifende Lehrerbildung in Oldenburg" (OLE+) ist am 23. Januar 2018 das "Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung" am Institut für Ökonomische Bildung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg offiziell eröffnet worden.

Experimentallabor

Im Experimentallabor können Schulklassen und andere Lerngruppen an ökonomischen Experimenten teilnehmen.

Universität Oldenburg

Im "Oldenburger Experimentallabor Ökonomische Bildung" (OX) können Schulklassen und andere Lerngruppen an Experimenten zu verschiedenen wirtschaftlichen Themen teilnehmen. Außerdem dient das Labor der Aus- und Weiterbildung von Ökonomie-Lehrern sowie der fachdidaktischen Forschung. Die wissenschaftliche Leitung des Labors liegt bei dem Oldenburger Wirtschaftsdidaktiker Prof. Dr. Dirk Loerwald.

Personen bei der Eröffnung des Lernlabors

Eröffnung des „Experimentallabors Ökonomische Bildung“. Von links nach rechts: Prof. Dr. Gerald Eisenkopf, Prof. Dr. Dirk Loerwald, Prof. Dr. Sabine Kyora und Markus Allbauer.

Universität Oldenburg


"Die Lehrerbildung an der Universität Oldenburg zeichnet sich seit jeher durch einen hohen Praxisbezug aus", sagte Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung, anlässlich der Eröffnung. Dies werde in besonderer Weise in den Theorie-Praxis-Räumen sichtbar, die aktuell in verschiedenen Fachrichtungen des Lehramtsstudiums aufgebaut und weiterentwickelt werden. "An diesen Orten können die Studierenden Unterrichtskonzepte erproben und reflektieren, aber auch fachdidaktische Forschung betreiben. Ich freue mich, dass wir mit dem OX nun auch ein Labor für die ökonomische Bildung geschaffen haben", so Kyora weiter.
Das ökonomische Labor in der Oldenburger Innenstadt ist eins der ersten seiner Art deutschlandweit. An 30 Tablet-Arbeitsplätzen können Schüler, Studierende, Referendare und Lehrer Ökonomie-Experimente durchführen. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, wie man etwas gerecht verteilt oder bewusste Konsumentscheidungen trifft. Das Experiment als moderne Methode des Ökonomieunterrichts soll Schülern und Lehrern einen neuen Zugang zu wirtschaftlichen Themen eröffnen - etwa dem Vergleich verschiedener Marktformen oder staatlicher Eingriffe auf Märkte. Die Rolle von Experimenten in den Wirtschaftswissenschaften war auch das Thema der Keynote, die von Prof. Dr. Gerald Eisenkopf (Universität Vechta) auf der Öffnungsveranstaltung gehalten wurde.
"Das Besondere an ökonomischen Experimenten ist, dass sie fachliches Lernen und spielerisches Entdecken ebenso miteinander verknüpfen wie die Erkenntnisse aktueller Forschung mit den Inhalten der Lehre. Das sorgt für hohe Motivation", sagte Loerwald bei der Vorstellung des Labors.
 

Experimentallabor Ökonomische Bildung

Das „Experimentallabor Ökonomische Bildung“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Markus Allbauer

Neben den Experimenten mit Schulklassen und anderen Lerngruppen bieten Laborleiter Markus Allbauer und das Team des Instituts für ökonomische Bildung auch Fortbildungskurse für Lehrkräfte an. Darin erfahren sie mehr über das Experiment als Lernmethode und erhalten praktische Tipps für die Integration in ihren Unterricht. Eine weitere Säule des OX ist die fachdidaktische Forschung. Wissenschaftler und forschende Studierende können an Experimenten teilnehmen, das Geschehen im Labor beobachten, und so das Experiment als Unterrichtsmethode erproben und fachdidaktisch kontinuierlich weiterentwickeln.
 

Autor: Universität Oldenburg, Presse & Kommunikation