Überschneidungsfreies Lehramtsstudium an der TU Dresden in Sicht

Überschneidungen von Lehrveranstaltungen und Prüfungen werden von Lehramtsstudierenden der Technischen Universität Dresden häufig als Grund für Studienverzögerungen benannt. Der Senat der Universität hat nun den Weg für die Einführung eines Zeitfenstermodells zur überschneidungsfreien Planung von Lehrveranstaltungen und Prüfungen freigemacht – ein Erfolg des Projektes "Synergetische Lehrerbildung" im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung".

Hörsaal mit Studierenden

Die Lehramtsstudierenden der TU Dresden dürfen sich auf ein überschneidungsfreies Studium freuen.

© Crispin-Iven Mokry

Überschneidungen von Lehrveranstaltungen und Prüfungen werden von Lehramtsstudierenden häufig als Grund für Studienverzögerungen benannt. Tatsächlich kommt es im Lehramtsstudium, das sich aus Seminaren und Vorlesungen aus vielen verschiedenen Fakultäten zusammensetzt, besonders häufig zu terminlichen Überschneidungen.

Der Senat der Technischen Universität (TU) Dresden hat nun auf Vorschlag der Senatskommission Lehre das Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) damit beauftragt, in Abstimmung mit den Fakultäten die Einführung eines Zeitfenstermodells vorzubereiten, das eine überschneidungsfreie Planung von Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen im Lehramtsstudium erlaubt. Dem Senatsbeschluss am 9. Juni 2021 gingen mehrjährige Vorarbeiten des ZLSB voraus. Als Teil des Projektes "Synergetische Lehrerbildung" (TUD-Sylber) im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern wurden Modelle anderer Hochschulen gesichtet, die bereits ein überschneidungsfreies Studium umsetzen. Anschließend wurden Möglichkeiten der Implementierung an der TU Dresden geprüft, Lösungswege aufgezeigt und in zahlreichen Konsultationen mit Bereichen und Fakultäten erörtert.

In den kommenden Wochen und Monaten wird nun in Zusammenarbeit mit den Stundenplanerinnen und -planern aller beteiligten Fakultäten an der Ausgestaltung des Modells gearbeitet. Dabei werden in einem ersten Schritt die Bedürfnisse und Wünsche der Beteiligten zusammengetragen (zum Beispiel tradierte Zeitfenster für bestimmte Vorlesungen) sowie Randbedingungen und Anforderungen an das Modell formuliert. Auf dieser Basis werden die Zeitfenster mittels einer mathematischen Optimierung ermittelt. "Unser Ziel ist es, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, die den Studierenden ein reibungsloses Studium innerhalb der Regelstudienzeit erlaubt und dabei allen Beteiligten langfristige Planungssicherheit in der Lehrorganisation zu gewährt", so Christine Hähniche, die das Vorhaben im ZLSB koordiniert.