Theorie und Praxis eng verzahnt – Symposium des Projektes "Dealing with Diversity" lotet Perspektiven für die Lehrerbildung aus

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster am 6. Mai 2019 zu einem Symposium mit dem Titel "Kompetenter Umgang mit Heterogenität. Verzahnung von Theorie und Praxis" eingeladen. Rund 140 Vertreter der Universität und Schulseite kamen zusammen, um über Gestaltungsmöglichkeiten und Gelingensbedingungen möglicher Kooperationsstrukturen bei der Zusammenarbeit in den verschiedenen Phasen der Lehrerbildung zu diskutieren.

WWU-Symposium in Münster

Rund 140 Vertreter*innen der Universität und Schulseite kamen am 6. Mai 2019 zum Symposium "Kompetenter Umgang mit Heterogenität. Verzahnung von Theorie und Praxis" in Münster zusammen.

© Peter Leßmann

Von David Rott

Wie können Lehramtsstudierende auf die zunehmende Heterogenität der Schülerinnen und Schüler in Schule und Unterricht sinnvoll vorbereitet werden? Beim Symposium "Kompetenter Umgang mit Heterogenität: Verzahnung von Theorie und Praxis" der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" "Dealing with Diversity" am Standort Münster diskutierten Wissenschaftler*innen und Personen aus der Schulpraxis gemeinsam über Gestaltungsmöglichkeiten und Gelingensbedingungen möglicher Kooperationsstrukturen bei der Zusammenarbeit in den verschiedenen Phasen der Lehrerbildung. Rund 140 Teilnehmende nutzten im Rahmen der Veranstaltung die Chance, unterschiedliche Projekte aus dem Projekt "Dealing with Diversity" kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen, sich untereinander auszutauschen und weiterführende Ideen zu entwickeln.

WWU-Symposium in Münster

Materialien aus den angebotenen Workshops

© Nina Zeuch

In der Eröffnung verwies die Projektleiterin und Prorektorin Prof. Dr. Regina Jucks auf die Verzahnung von Theorie und Praxis in der Lehrerausbildung als zentrales Ziel des Projekts. Dabei betonte sie, wie gewinnbringend der interdisziplinäre Austausch zwischen den Fachdidaktiken und den Bildungswissenschaften in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung sei. "Hier kommen viele verschiedene Perspektiven zusammen. Und davon lebt dieses große Projekt", sagte Jucks.

WWU-Symposium in Münster

Im Rahmen eines inhaltlichen Einstiegs wurden die vier Teilprojekte präsentiert.

© Nina Zeuch

Albina Lobell, Hauptdezernentin für Lehreraus- und -fortbildung in der Schulabteilung der Bezirksregierung Münster betonte, wie wichtig es sei, angehende Lehrpersonen für die zukünftigen Aufgaben in Schule und Unterricht zu sensibilisieren. In der Zusammenarbeit mit der Universität Münster seien in der ersten Förderphase viele wichtige Impulse gesetzt worden. Zukünftig solle es darum gehen, dass die Lehrpersonen aus den Schulen verstärkt Ideen in die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" einbringen würden und die Kooperationen noch weiter intensiviert würden. Durch die vielfältigen Projekte sei es vielleicht noch besser möglich, den Praxisschock im Übergang zwischen Universität und Schule für angehende Lehrpersonen zu verringern.

WWU-Symposium in Münster

Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick in die unterschiedlichen Lehrkonzepte des Projekts.

© Nina Zeuch

In drei Workshopschienen präsentierten Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Studierenden und beteiligten Lehrpersonen aktuelle Lehrprojekte und Forschungsvorhaben. Dabei wurden Aspekte wie Lehr-Lern-Labore, Digitale Medien, Videographie und Unterrichtsvideos sowie Textverstehen und Kooperationsformate thematisiert und von universitärer wie auch schulischer Seite unter der Perspektive des Umgangs mit Heterogenität im schulischen Kontext beleuchtet. Mit Beginn der zweiten Förderphase der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" im Sommer 2019 werden die angebahnten Kooperationen weiter verstärkt und sollen auch in neue Vorhaben einfließen.

Die Projektleitung bedankt sich bei allen Teilnehmer*innen für die interessanten Beiträge sowie den anregenden und gewinnbringenden Austausch.