Regionale Bildungsexperten zu Gast bei der TUD-Sylber²-Auftaktklausur in Ostritz

Die Vernetzung und Kooperation der universitären Lehrerbildung mit Akteuren der ostsächsischen Schul- und Bildungslandschaft ist auch in der zweiten Förderphase der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" einer der Schwerpunkte des Projektes TUD-Sylber der Technischen Universität Dresden. Im Rahmen einer Klausurtagung am 4. und 5. Juli 2019 wurden die Ziele und Vorhaben für die Projektarbeit in den kommenden Jahren konkretisiert.

TUD-Sylber2-Projektteam zu Gast in der Schkola Grund- und Oberschule in Ostritz; Foto: Veselina Friedewald

TUD-Sylber²-Projektteam zu Gast in der Schkola Grund- und Oberschule in Ostritz

© Veselina Friedewald

Die Vernetzung und Kooperation der universitären Lehrerbildung mit Akteuren der ostsächsischen Schul- und Bildungslandschaft ist auch in der zweiten Förderphase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung einer der Schwerpunkte des Projektes "Synergetische Lehrerbildung" (TUD-Sylber) der TU Dresden.

Dazu suchten die Projektbeteiligten gleich zu Beginn der vierjährigen Förderperiode den Austausch mit Verantwortlichen und Experten für die Schullandschaft in Sachsens ländlichen Räumen. Im Rahmen einer Klausurtagung am 4. und 5. Juli 2019 in Kloster St. Marienthal in Ostritz im Landkreis Görlitz wurden die Ziele und Vorhaben für die Projektarbeit in den kommenden Jahren konkretisiert. Der Austausch mit Gästen aus der Region half dabei, die Projektaktivitäten auf die Bedarfe in der Region Oberlausitz zuzuschneiden und Kooperationsansätze mit Partnern vor Ort zu identifizieren.

Zu Gast waren:

  • Mathias Peter, Landesamt für Schule und Bildung, Leiter des Standortes Bautzen
  • Marlies Wiedmer-Hüchelheim, Landratsamt Görlitz, Schul- und Sportamt
  • Sylvia Mihan, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), Programm "Perspektive Land"
  • Heike Nothnagel, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
  • Stephan Meyer (CDU), Mitglied des sächsischen Landtages

Im Laufe des Gespräches wurde schnell deutlich, dass die Rekrutierung von Lehrkräften für die Schulen der ostsächsischen Landkreise die zentrale Herausforderung ist, vor der die Verantwortlichen in den Kommunen sowie im Landesamt für Schule und Bildung stehen.

Die Universität kann indirekt dazu beitragen, dass sich Absolventinnen und Absolventen für eine berufliche Tätigkeit in ländlichen Regionen entscheiden, indem sie bereits während des Studiums Gelegenheiten schafft, um Einblicke in die regionale Schullandschaft zu gewinnen. Manch ein Studierender kann sich auf diesem Weg von der Attraktivität der Schulstandorte abseits der Großstädte zu überzeugen.

Gesprächsrunde mit regionalen Bildungsexperten während der TUD-Sylber2-Auftaktklausur in Ostritz; Foto: Christine Hähniche

Gesprächsrunde mit regionalen Bildungsexperten während der TUD-Sylber2-Auftaktklausur in Ostritz

© Christine Hähniche

Dies kann im Rahmen der zahlreichen Schulpraktika im Laufe des Lehramtsstudiums geschehen, aber auch im Rahmen von Exkursionen und Lehrveranstaltungen außerhalb des Hochschulstandortes. Im Austausch mit den Projektbeteiligten konnten auf Anhieb verschiedene Anknüpfungspunkte für künftige Kooperationen identifiziert werden.

Neben der Frage der Studierendenrekrutierung zielen die Vorhaben von TUD-Sylber zur regionalen Vernetzung auch auf Angebote zur Lehrerfortbildung in der Region, auf die Kooperation mit außerschulischen Lernorten in ganz Sachsen sowie um wissenschaftliche und didaktische Kooperationen zu Themen wie jahrgangsgemischter Unterricht, Umgang mit Heterogenität, digitale Medien in der Schule.

Dass Schulen im ländlichen Raum durchaus auch Ort didaktischer Innovation sein können, wurde bereits am Vortag deutlich, als das Projektteam zu Gast in der Schkola Grund- und Oberschule in Ostritz war.