Projekte

In der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit 49 Projekte. An sechs dieser Projekte sind mehrere Hochschulen beteiligt. Insgesamt machen 59 Hochschulen in allen Ländern mit. Im Folgenden können Sie die Projekte über eine Deutschlandkarte, über eine Liste oder mit Hilfe einer Suchfunktion aufrufen.

DoProfiL

Das Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung

Neuigkeiten / Meldungen

  • 12.10.2018

    Abschlusstagung „DoProfiL – Perspektiven und Bilanzierung“

    Abschlusstagung „DoProfiL – Perspektiven und Bilanzierung“ save the date: 13. Februar 2019 | REFA - TOP Tagungszentren I Emil-Figge-Straße 43 I 44227 Dortmund

    Das konkrete Programm sowie alle weiteren Informationen erhalten Sie in den nächsten Wochen.

  • 16.07.2018

    Projekt DoProfiL diskutiert „Gute Lehre - Inklusive Lehre“ - Lehrpreis IDEAward verliehen

    16.07.2018 – Treffen zum 3. World Café des Projekts DoProfiL dem „Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung“: Expertinnen und Experten kamen Ende Juni zu einer Diskussionsrunde zusammen, um sich über das Thema „Gute Lehre - Inklusive Lehre” auszutauschen.

  • 05.07.2018

    Veröffentlichung: DoProfiL-Sammelband ist erschienen

    Der Themenschwerpunkt von DoProfiL und damit dieses Buches ist die Inklusionsorientierung in der universitären Lehre und Forschung.Vorgestellt werden Modelle für eine inklusionsorientierte Lehrerinnen- und Lehrerbildung,
    die Entwicklung und Erforschung auf den Ebenen von Unterricht, Schule, Universität und Hochschuldidaktik ausdifferenzieren sowie Gestaltungsprinzipien für Inklusionsorientierung formulieren.

    Mehr zu: Veröffentlichung - DoProfiL Sammelband ist erschienen

  • 11.06.2018

    DoProfiL veröffentlicht Projektfilm

    Vielfalt und Vernetzung können als Leitbegriffe über dem "Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung (DoProfiL)" stehen. Ein Dokumentarfilm ermöglicht jetzt einen Einblick in die Projekte, die Arbeitsweisen und den Spirit von DoProfiL.

    Link zum Projektfilm: https://www.youtube.com/watch?v=bq9E8IbHVZM&feature=youtu.be

  • 11.06.2018

    Nachlese Zukunftswerkstatt Inklusion 2018

    Im März und April 2018 wurde die dritte „Zukunftswerkstatt Inklusion“ im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr gemeinsam von dem Projekt ProViel (Universität Duisburg-Essen), der Ruhruniversität Bochum und dem Projekt DoProfiL (TU-Dortmund) ausgerichtet.

    In 18 Workshops konnten Dozierende der drei Universitäten ihre neu entwickelten Konzepte an den drei Standorten vorstellen. Link: http://www.doprofil.tu-dortmund.de/cms/de/Zukunftswerkstatt-Inklusion/index.html

  • 20.03.2018

    DoProfiL - Interdisziplinäre Fachtagung - "Sharing Heritage"

    Vom 19. bis 20. April 2018 findet die interdisziplinäre Tagung, eine Kooperation des Dortmunder Profils für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung (DoProfiL, Teilprojekt „Kulturelles Erbe interkulturell“) und des Clusters „Kulturelles Erbe“ der Heidelberg School of Education, im Dortmunder U statt.

    Welche Rolle spielen Erforschung und Vermittlung des kulturellen Erbes in den globalen transkulturellen Gesellschaften? Wie wird kulturelles Erbe universell zugänglich? In der Debatte um das weltweit geteilte und zu teilende materielle und immaterielle kulturelle Erbe ist „Sharing Heritage“ ein zentraler Begriff. Die Tagung „Sharing Heritage: Objekte, Prozesse, Akteure“ reflektiert das Sharing Heritage-Konzept im Kontext einer forschungsorientierten Lehrer/-innenbildung. Die interdisziplinäre Tagung ist eine Kooperation des Dortmunder Profils für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung (DoProfiL, Teilprojekt „Kulturelles Erbe interkulturell“) und des Clusters „Kulturelles Erbe“ der Heidelberg School of Education.

    Beide Projekte werden im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

    Tagungsflyer mit Programm - Download *.pdf

    Programmposter - Download *.pdf

  • 19.03.2018

    FORSCHUNGSFORUM AUF DEM 26. KONGRESS DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT (DGFE) IN ESSEN

    Nach über einem Jahr Vorbereitungen war am 19.03.2018 die selbstorganisierte Gruppe aus Reihen der (Post-)Doktorand/-innen in DoProfiL mit dem Forum "Reflexion inklusive?! Anfragen an eine differenzsensible Lehrer*innenbildung" auf der DGfE-Tagung in Essen vertreten.

    Tagungsseite: http://www.dgfe2018.de/ 

    Weitere Informationen: www.doprofil.tu-dormtund.de 

  • 26.02.2018

    TU Dortmund richtet zentralen Programmworkshop der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" aus.

    Der Inklusionsdiskurs erfährt vor allem in der Schule eine hohe Aufmerksamkeit, wenn es um die Förderbedarfe von Schüler/-innen oder das gemeinsame Lernen geht. Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ haben sich viele Universitäten auf den Weg gemacht, die Inklusionsorientierung auf Hochschulebene als Querschnittsaufgabe für die Lehrer/-innenbildung anzugehen. Diese Aufgabe wird an unterschiedlichen Standorten unterschiedlich gelöst. So sind fachspezifische Herangehensweisen zum Thema Inklusion ebenso vorhanden wie interdisziplinäre Konzepte. An einigen Standorten werden z.B. Studiengänge neu konzipiert oder umstrukturiert. Bei den vielfältigen Strategien, das Thema auf Hochschulebene zu bearbeiten, hat sich bestätigt, dass Inklusionsorientierung in der Lehrer/-innenbildung eine hochschulweite Aufgabe ist, die ein gemeinsames Arbeiten an Inhalten und Prozessen erfordert.

    Zum Programm-Workshop trafen sich über 170 Personen aus 45 Projekten der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ sowie erstmals Vertreterinnen und Vertreter von lehrerbildenden Hochschulen, die nicht im Rahmen QLB gefördert werden, um über inklusionsorientierte Lehr- und Lernkonzepte, kohärente Ausbildungscurricula sowie über Vernetzung und Entwicklungsprozesse in Hochschulen zu diskutieren, sich auszutauschen und Ergebnisse der bisherigen Projektarbeit vorzustellen.

    Ziel des Workshops war es, einen intensiven Austausch zwischen den Projekten anzuregen, um an den bisherigen Ergebnissen anzuknüpfen und die einzelnen Aktivitäten weiter miteinander zu vernetzen. Die Veranstaltung wurde von der TU Dortmund in Zusammenarbeit mit dem DLR Projektträger ausgerichtet.

    Nach der Begrüßung durch die beiden Projektleitungen, Prof. Stephan Hußmann und Prof.in Barbara Welzel sowie einer filmischen Einführung in die Tagung zum  gastgebenden Projekt DoProfiL, stellte Prof. Thomas Brüsemeister von der Justus-Liebig-Universität Gießen in seiner Keynote „Hochschule vernetzen - Erfahrungen zu Inklusion und Vernetzung aus Kommunen und Bildungseinrichtungen für Hochschule nutzbar machen“ seine Ideen und Ansätze zum Thema das Workshops vor. Im Anschluss daran wurden in acht parallelen Foren jeweils vier Kurzvorträge mit unterschiedlichen Themen z.B. zu Lehr-/Lernkonzepten, Implementierung inklusionsorientierter Inhalte in die Curricula oder fachdidaktische/fachwissenschaftliche Perspektiven auf Inklusion zur Diskussion gestellt.

    Der projektübergreifende Austausch wurde im Anschluss an die Foren in einer Posterausstellung intensiviert. Mehr als 20 Projekte informierten über ihre aktuellen Erkenntnisse und standen den Fragen aller Teilnehmenden Rede und Antwort. Vorgestellt wurden neben Lehrkonzepten, z.B. Wissenstest zur Inklusion, Einstellungsforschung, Fallvignettenarbeit oder Theorie-Praxis-Verknüpfungen, die den Anforderungen der Inklusionsorientierung in der Lehrerbildung besser Rechnung tragen sollen.

    Der erste Workshoptag endete mit einer gemeinsamen Abendveranstaltung in der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi. Prof.in Barbara Welzel stellte in ihrem Vortrag „Kulturelles Erbe im interkulturellen Dialog“ nicht nur ein Teilprojekt von DoProfiL vor, sondern verband Aspekte der Kunstgeschichte mit der Stadtkultur Dortmunds. Zwischen Kirchenbänken und Altar boten sich den Teilnehmenden noch zahlreiche Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen.

    Den zweiten Tag eröffnete Prof. Stephan Hußmann, zusammen mit den beiden Nachwuchswissenschaftlern Dr. Janieta Bartz und Dr. Carsten Bender, mit einem inhaltlichen Einblick in DoProfiL „Inklusionsorientierung in der Lehrer/-innenbildung - Entwicklungs- und Forschungsprozesse vernetzen und strukturieren“. Nach der Keynote hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit in acht verschiedenen Workshops, die inhaltlich von den beteiligten QLB-Projekten verantwortet wurden, an unterschiedlichen Themen zu arbeiten.

    Am Ende kamen alle Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Zusammenfassung und Diskussion der Workshop- und Forenergebnisse im Plenum zusammen.

  • 17.01.2018

    Programmworkshop Inklusion der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" findet vom 19.02.-20.02.2018 in Dortmund statt.

    Die Anmeldung zum Programmworkshop „CHANcen GEstalten – Inklusionsorientierung in der Lehrerbildung als Impuls für Entwicklungsprozesse in Hochschulen“ ist gestartet.

    Alle Projekte der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ sind herzlich eingeladen, sich an der Gestaltung des Programmworkshops zu beteiligen.

    Der Inklusionsdiskurs erfährt vor allem in der Schule eine hohe Aufmerksamkeit, wenn es um die Förderbedarfe von Schüler/-innen oder das gemeinsame Unterrichten geht. Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ haben sich viele Universitäten auf den Weg gemacht, die Inklusionsorientierung auf Hochschulebene als Querschnittsaufgabe für die Lehrer/-innenbildung anzugehen. Diese Aufgabe wird an unterschiedlichen Standorten unterschiedlich gelöst. So sind fachspezifische Herangehensweisen und additive Lehrveranstaltungen zum Thema Inklusion ebenso vorhanden wie interdisziplinäre Konzepte. An einigen Standorten werden z.B. Studiengänge neu konzipiert oder umstrukturiert. Bei den vielfältigen Strategien, das Thema auf Hochschulebene zu bearbeiten, hat sich gezeigt, dass Inklusionsorientierung in der Lehrer/-innenbildung eine hochschulweite Aufgabe ist, die ein gemeinsames Arbeiten an Inhalten und Prozessen erfordert.

    Im Folgenden sind einige Themen exemplarisch aufgeführt, die im Programmworkshop bearbeitet werden können:

    Inhalte:

    Interdisziplinär tragfähige Konzepte zum inklusiven Umgang mit Diversität

    Fachdidaktische und fachwissenschaftliche Perspektiven auf Inklusion

    Gestaltung von inklusionsorientierten Curricula

    Designprinzipien für inklusionsorientierte Lehre und Forschung

    Inklusionsorientierte Lehr-/Lernkonzepte

    Konzepte zur Gestaltung von Prüfungsleistungen (z.B. kompetenzorientierte und kooperative Prüfungen)

    Prozesse:

    Changemanagement in der Hochschule

    Vernetzung von Hochschulstrategie, Hochschuldidaktik, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften und Fachwissenschaften

    Veränderung der Lehr-Lernkultur (Dialogisches Lehren und Lernen, Teamteaching, Kooperationsformen, ...)

    Implementierung von inklusionsorientierten Inhalten in die Curricula

    Nachwuchsförderung in der inklusionsorientierten Lehrer/-innenbildung

    Weiterqualifizierung von Lehrenden für eine inklusionsorientierte Lehre

    Diese Aufzählung soll den Rahmen spannen für die inhaltliche Auseinandersetzung auf der Tagung. Wir hoffen, dass Sie sich mit Ihrer Arbeit mindestens einem der Schwerpunktthemen zuordnen können. Ziel der Tagung ist die Anregung eines intensiven Austausches, mit dem Ziel Konzepte anderer kennenzulernen und die Aktivitäten zu vernetzen.

    Aktuelle Informationen:

    In den vergangenen Wochen hatten die an der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" beteiligten Projekte die Möglichkeit sich mit Beiträgen an der Gestaltung des Programmworkshops zu beteiligen. Wir möchten uns an dieser Stelle für die zahlreichen und vielfältigen Einreichungen bedanken und freuen uns auf einen spannenden Austausch.

    Im Folgenden finden Sie eine grobe Programmübersicht sowie ein vorläufiges Programm.

    Programm:

    Montag 19.02.2018

    11:00 Uhr - Anreise und Anmeldung, Begrüßungsimbiss
    12:00 Uhr  - Begrüßung
    12:15 Uhr  - Keynote
    13:30 Uhr  - Foren
    16:30 Uhr  - Posterausstellung
    19:00 Uhr  - Abendprogramm in der Stadtkirche St. Reinoldi (Dortmund)

    Dienstag 20.02.2018

    09:00 Uhr  - Keynote
    10:00 Uhr  - Workshops
    12:30 Uhr  - Ergebnissicherung
    13:00 Uhr  - Abschluss und Ausblick
    13:30 Uhr  - Ausklang

    Das vorläufige Programm als Download (*.pdf).

     

    Anmeldung:

    Das Anmeldeverfahren für den Programmworkshop wird ein zweistufiges sein.

    Bitte registrieren Sie sich verbindlich unter dem folgenden Link für eine Teilnahme am Programmworkshop (https://www.conftool.net/qlb2018/)

    Bis zum 31.01.2018  haben Sie auch die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an Workshops, Foren etc. anzumelden.

     

    Ansprechpartnerin für Rückfragen:

    Dr. Dorothée Schlebrowski

    Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL)

    Telefon: 0231 –755 5308

    E-Mail:  dorothee.schlebrowski@tu-dortmund.de

     

  • 16.01.2018

    Zukunftswerkstatt Inklusion 2018

    Lehrer/-innen mit Kompetenzen für ein erfolgreiches Unterrichten in inklusiven Settings werden in allen Schulformen gesucht. Deshalb erhalten Lehramtsstudierende höherer Semester der Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund im Rahmen der „Zukunftswerkstatt Inklusion“ jetzt schon zum dritten Mal die Möglichkeit zum Erwerb zentraler Basiskompetenzen.

    Die nächste Workshopreihe findet am 22.03.2018 in Bochum an der RUB mit einer gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung statt (10 bis 12 Uhr). Dabei soll es wie im letzten Durchlauf zwei Impulsvorträge und anschließend je 2 Workshops von den einzelnen Universitäten geben, die dann am gleichen Tag an der RUB stattfinden (13 bis 17 Uhr). 

    Für einen gemeinsamen Auftakt konnten Herr Christoph Dicke vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Referat 511 - Grundsatzfragen Inklusion, Projektgruppe Inklusion) und Dr. Kathrin Racherbäumer (Professur für Inklusive Pädagogik und Didaktik) von der Universität Duisburg Essen gewonnen werden. Sie stellen bildungspolitische Grundlagen und inhaltliche Schwerpunkte des Themas Inklusion vor und stellen sich anschließend den Fragen der Studierenden.

    Darüber hinaus soll es an den einzelnen Standorten weitere Workshops im Zeitraum vom 09.04. bis 30.04. geben.

     

    In den Workshops stellen Dozierende der drei Universitäten im Rahmen der „Zukunftswerkstatt Inklusion“ ihre neu entwickelten Konzepte an den drei Standorten vor. Weiterführende Informationen zum Programm finden Sie im Flyer.

    Zertifikat:

    Der Besuch der Veranstaltung wird für die späteren Bewerbungsunterlagen umfassend bescheinigt. Ein Zertifikat wird bei verpflichtender Teilnahme an der Auftaktveranstaltung und mind. an zwei Workshops ausgestellt.

     

    Anmeldung:

    Die einzelnen Workshops sind für alle Lehramtsstudierenden der höheren Semester der drei Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund kostenfrei. Um den größtmöglichen Nutzen aus den Workshops ziehen zu können, ist die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt.

    Die Anmeldung öffnet am 16.01.2018 um 10:00 Uhr. Eine verbindliche Anmeldung zu den Workshops ist bis zum 06.03.2018 möglich. Bitte beachten Sie, dass Sie die Anmeldung nur über die Universitäts-E-Mail-Adressen der drei Standorte vornehmen können. Die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung am 22.03.2018 ist Voraussetzung für die Teilnahme an den Workshops. Hier geht es zur Anmeldung: https://zlb.uni-due.de/ZuWI_2018-Anmeldung

    Anmeldung (freigeschaltet bis 06.03.2018)

     

    Weitere Informationen finden Sie über

    Webseite: http://www.doprofil.tu-dortmund.de/cms/de/Zukunftswerkstatt-Inklusion/index.html 

    Flyer: Download (*.pdf)

    Abstractband: Download (*.pdf)

     

    Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Ansprechpartner/-innen:

    Universität Duisburg-Essen (UDE)

    Ruhr-Universität Bochum (RUB)

    Technische Universität Dortmund (TU)

     

  • 27.11.2017

    FORSCHUNG ZUM UNTERRICHT DES 21. JAHRHUNDERTS

    Seit fast drei Monaten gibt es an der TU Dortmund einen besonderen Lehr- und Lernraum: das LabprofiL. Ende November wurde das „Labor für forschungsbasierte und inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung“ offiziell eröffnet und in den Regelbetrieb überführt.

    Im Gebäude an der Emil-Figge-Straße 50 sind ein technisch sehr gut ausgerüsteter Klassenraum und ein benachbarter Beobachtungsraum entstanden, in denen Lehrveranstaltungen mit Studierenden, aber auch Unterrichtssituationen mit Schülerinnen und Schülern beobachtet, dokumentiert und analysiert werden. Ziel ist es, maßgeschneiderte Lehr- und Lernkonzepte für eine „Schule für alle“ zu erarbeiten – einen Unterricht, der der diversen Schülerschaft mit all ihren Stärken und Eigenheiten gerecht wird.
     

    Das Projekt DoProfiL

    Das Labor ist ein Baustein des Projekts DoProfiL (Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung), mit dem sich die TU Dortmund an der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ beteiligt. Damit werden Lehrerinnen und Lehrer auf die veränderten Bedingungen einer Schule am Beginn des 21. Jahrhunderts vorbereitet. „Wir wollen die gesamte Lehrerbildung an der Universität verändern“, sagt Stefan Schmidt, der das Projekt LabprofiL betreut.

    Die abgeordneten Lehrerinnen Sina Römer (Karl-Ernst-Osthaus-Grundschule in Hagen) und Christine Fresen (Werner-von-Siemens-Hauptschule in Bochum) gehören zu den Ersten, die im LabprofiL mit Schülerinnen und Schülern arbeiten. Und sie haben bereits gute Erfahrungen gemacht: „Binnen kürzester Zeit ist die Technik im Labor vergessen“, sagt Sina Römer, „und auch, dass man nicht im normalen Unterricht sitzt“. Christine Fresen ergänzt: „Die Kinder genießen die Aufmerksamkeit, die sie bei uns finden. Sie erleben, dass ihr Lernen geschätzt wird.“ Die beiden Lehrerinnen bringen Praxiserfahrung mit und verbinden sie mit theoretischen Konzepten.

    Diese Verknüpfung von Theorie und Praxis sollen auch die Lehramtsstudierenden im LabprofiL erleben. „Unsere Vision ist, dass alle Lehramtsstudierenden im Laufe ihres Studiums Erfahrungen im LabprofiL sammeln“, sagt Prof. Stephan Hußmann, Projektleiter von DoProfiL. „In dem mit neuester Video- und Beobachtungstechnik ausgestatteten Labor erhalten Lehramtsstudierende die Möglichkeit, unter realen Bedingungen Unterrichtskonzepte in einem geschützten Raum zu erleben, zu erproben und zu reflektieren“.

     

    Das LabprofiL

    Das LabprofiL bietet eine Reihe technischer Möglichkeiten, Unterrichtssituationen zu analysieren: Auf den Tischen stehen hochwertige Mikrofone, die ebenso wie mehrere Kameras individuell gesteuert werden können. Das geschieht aus dem Nachbarraum, in dem auf mehreren individuell eingerichteten Arbeitsplätzen die Arbeit von bis zu sechs Unterrichtsgruppen gleichzeitig aufgezeichnet werden kann. Dass das LabprofiL barrierefrei sowie mit höhenverstellbaren Stühlen und Tischen ausgestattet ist und dass Hörschleifen hörbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern gutes Zuhören ermöglichen, war für das Planer-Team des Raums selbstverständlich – gehört aber zu den Alleinstellungsmerkmalen.

    Bis zu 20 Studierende oder Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 13 haben Platz im LabprofiL. In der Regel arbeiten die Pädagoginnen und Pädagogen aber mit Kleingruppen. Dabei entstehen, unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Bestimmungen, „Video-Vignetten“. Dies sind kurze Filmsequenzen von Unterrichts- oder Seminarsituationen, die in der Lehrerbildung exemplarisch eingesetzt werden können. So entstehen Best-Practice Beispiele, die auch in Lehrveranstaltungen außerhalb des Labors eingesetzt werden können.
     

    Lehrprozesse verstehen

    Die Praxis im LabprofiL strahlt so in die Lehrerbildung aus. „Wir wollen Lernprozesse verstehen“, sagt Prof. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement. Dass das LabprofiL dafür eine gute konzeptuelle wie infrastrukturelle Basis liefert, stellt auch Dr. Fridtjof Filmer vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW heraus. Er bezeichnet das LabprofiL als einen „sehr wichtigen Beitrag für die Lehrerbildung des Landes“. Dadurch sei mehr und bessere Praxis bereits während des Studiums möglich.

    Technisch sind die Möglichkeiten des LabprofiL längst nicht ausgeschöpft. Umgang mit digitalen Medien, Eye-Tracking, das Phänomen Mehrsprachigkeit und viele weitere Themen stehen auf dem Plan – alles für eine umfassende inklusionsorientierte Lehrerbildung an der TU Dortmund.

  • 17.07.2017

    1,5 Jahre DoProfiL an der TU Dortmund – erste Schritte und Entwicklungen

    Nach 18 Monaten DoProfiL zogen Prof. Stephan Hußmann und Prof. Barbara Welzel mit den eingeladenen Vertreterinnen und Vertretern der Fachdidaktiken der Universitäten Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen eine Zwischenbilanz.

    Mit DoProfiL sind Forschungsprojekte auf den Weg gebracht worden, in unterschiedlichen Fächern, in den Bildungswissenschaften und in den Rehabilitationswissenschaften Konzepte für eine inklusionsorientierte Lehre zu entwickeln und praktisch zu erproben. Neben vielen interessanten Befunden sind durch die gemeinsame Arbeit darüber hinaus interessante fachübergreifende Lehr-/Lernformate entstanden, die beispielsweise in dem neu eingerichteten LabprofiL (Labor für forschungsbasierte und inklusionsorientierte Lehre) umgesetzt werden. Bei der Entwicklung und Erforschung stehen alle Projektbeteiligten in einem intensiven Erfahrungsaustausch und werden durch regelmäßige Foren, Beratungsangebote sowie Fortbildungen begleitet. Im Zentrum steht dabei insbesondere ein Qualifizierungskolleg für eine starke Nachwuchsgeneration junger Wissenschaftler/-innen.

    Das Treffen war zudem Anlass, den Lehrpreis IDEAward (Inclusion Diversity Education Award) zu verleihen, der einmal jährlich vergeben wird. Der Preis würdigt hervorragende Lehrleistungen im Projektspektrum von DoProfiL. Der erste Preis ging an Dr. Renate Delucchi-Danhier und Prof. Barbara Mertins mit ihrem Seminar zu „Psycholinguistischen Grundlagen der Inklusion (Schwerpunkt Bilingualismus) – Abbau von Vorurteilen zur Mehrsprachigkeit“. Weiter wurden Sabrina Heiderich„Verstehen mathematischer Potenziale bei leistungsstärkeren Lernenden“ und Dr. Christiane Ruberg und Melanie Radhoff„Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern in Schule und Unterricht“ ausgezeichnet. Weitere Informationen finden Sie hier: mehr zum Lehrpreis.

    http://www.doprofil.tu-dortmund.de/cms/de/Projekt/aktuelles/IDEAward/index.html

  • 03.07.2017

    DoProfiL-Workshop on UDL with Michael Krezmien at TU Dortmund University

    On 23 June 2017, DoProfiL was honoured to welcome Professor Michael P. Krezmien, director of the Center for Youth Engagement in the Department of Student Development at the University of Massachusetts Amherst, for a workshop and discussion on Universal Design for Learning (UDL) as a framework for inclusive teaching at TU Dortmund University.

    For example, the workshop participants created learner profiles by identifying different barriers to learning, discussed Professor Krezmien‘s project on teaching science to imprisoned students according to the UDL and evaluated examples of different UDL-based teaching methods and media in inclusive classrooms. As a highlight, the participants had the chance to experience advantages and important implications of UDL in group work processes on their own in a cooperative activity.

    More information: http://www.doprofil.tu-dortmund.de/cms/de/Projekt/aktuelles/Workshop-UDL/index.html

  • 23.02.2017

    TU-Dortmund-Projekt DoProfiL diskutiert beim 2. World Café Perspektiven zum Thema Diversität und Intersektionalität

    Austausch zwischen Wissenschaftler/-innen, externen Fachleuten und Studierenden - Wie bereite ich Lehrer/-innen von morgen auf Anforderungen vor, die Diversität im Unterricht mit sich bringt? Wie muss sich Hochschullehre weiterentwickeln, um die Bildung der Lehrkräfte entsprechend auszurichten? Welche Herausforderungen gibt es für die Hochschullehre?

    Ziel des zweiten World Cafés war es, Erfahrungen von Kolleg/-innen aus dem DoProfiL-Projekt in der Hochschullehre zu reflektieren und der Frage nachzugehen, in welcher Weise vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen die unterschiedlichen Lehr-Lern-Formate entwickelt werden sollen. In diesem Zusammenhang wurde ein besonderer Fokus auf die unterschiedlichen Diversitätsaspekte sowie auf ein mögliches Zusammenwirken der verschiedenen Diversitätsaspekte im Sinne der Intersektionalität gelegt. Damit soll das Dortmunder Profil geschärft werden, d.h. Diversität und Intersektionalität nicht nur bezogen auf Lehren und Lernen an der Schule, sondern auf Lehren und Lernen an der Hochschule zu diskutieren.

    Zum Auftakt der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal) einen Impulsvortrag zum Thema: Lehren und Studieren im Kontext einer Gesellschaft zwischen Diversität und Diskriminierung“, und Dr. Laura Dobusch von der Technischen Universität München referierte über „Intersektionalität und Inklusion im Wissenschaftssystem“. Nach den Vorträgen blieb noch Zeit für einen kurzen Austausch, bevor sich die Teilnehmer/-innen in Kleingruppen zu Diskussionsrunden zusammensetzten.  

    Das World Café diente jedoch nicht nur den Erfahrungsaustausch, sondern stellt eine zentrale Methode im Kontext des Hochschulentwicklungsprozesses dar. Die Maßnahme 3 in DoProfiL hat die Aufgabe, diesen Prozess zu stimulieren, zu begleiten und zu unterstützen. So fanden zwei Diskussionsrunden in einem geschützten Raum statt, damit alle Kolleg/-innen mit ihren (möglicherweise) sehr heterogenen Erfahrungen und Vorstellungen in den Entwicklungsprozess einbezogen werden konnten. Die externen Expert/-innen und Studierenden konnten an dieser Stelle wichtige Impulse einbringen und helfen, sowohl die vorhandenen Stärken zu identifizieren als auch unsere Lücken aufzudecken. Die Ergebnisse der Veranstaltung wurden umfangreich dokumentiert und dienen als Grundlage für die weiteren Entwicklungsprozesse sowie bei der Planung weiterer Maßnahmen der hochschuldidaktischen Qualifizierung.

    Weitere Informationen:
    http://www.doprofil.tu-dortmund.de

    Ansprechpartnerin für Rückfragen:

    Dr. Dorothée Schlebrowski
    Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung
    Telefon: 0231 –755 5308
    E-Mail:  dorothee.schlebrowski@tu-dortmund.de

  • 20.12.2016

    TU-Dortmund-Projekt DoProfiL trifft sich zur Eröffnungstagung

    Auf der Tagung in Haltern am See vom 14. bis 16. November 2016 kamen über 50 Akteure der Lehrer/-innenbildung des Projektes „Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung“ sowie der wissenschaftliche Beirat des Projektes zusammen.

    Die Prorektorin Prof. Dr. Barbara Welzel und der Direktor des DoKoLL Prof. Dr. Stephan Hußmann eröffneten als Projektleitung gemeinsam mit dem Gastmoderator Gaston Florin die zweitägige interne Veranstaltung mit der Vorstellung  der Projektarchitektur und einem Impulsvortrag zum Thema Inklusion – Irritation. Kerngedanke der Tagung war es, sich über erste Konzepte und Ideen zu Ausbildungscurricula, Qualifizierungsformaten sowie Lehr-/Lernsettings auszutauschen.

    Ein zentraler Bestandteil der Tagung waren die vier thematischen Arbeitsgruppen zu den Schwerpunktthemen:

    • Zugänglichkeit durch universelle Planung und Analyse von Unterricht
    • Das Lernzentrum in DoProfiL – Konzepte und Verwendungsmöglichkeiten
    • Videobasierte Methoden in der Lehrerbildung und Unterrichtsforschung
    • Evaluation

    In den Arbeitsgruppen wurden zentrale Projektelemente präsentiert, relevante Entwicklungen für die Lehrer_innenbildung diskutiert sowie über Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Vernetzung gesprochen.  

    Ein weiterer wichtiger Baustein war die Vorstellung aller beteiligten Teilprojekte im Rahmen einer Postersession. Hier bestand die Möglichkeit sich detailliert mit den Expert_innen der einzelnen Disziplinen auszutauschen, Forschungsdesigns und -konzepte kennenzulernen und über mögliche Kooperationen zu sprechen. Einen Überblick über alle Qualifizierungsprojekte erhalten Sie untern folgendem Link: zu den Qualifizierungsprojekten.

    Das zu Beginn des Jahres gestartete Projekt ist Teil der bundesweiten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“, die von Bund und Ländern angestoßen wurde, um die Ausbildung von Lehrer/-innen gemeinsam zu verbessern. Zentrales Ziel von DoProfiL ist in diesem Zusammenhang die Neuausrichtung der Lehramtsausbildung auf Basis eines umfassenden Inklusionsverständnisses an der TU Dortmund. Dazu werden unter anderem Curricula, Methoden, Lehr-/Lernformate, Fachkulturen und vor allem universitäre Strukturen sowie Verknüpfungen zwischen Theorie und Praxis überprüft, modifiziert und neu entwickelt.

    Wie umfassend diese Aufgabe in Zukunft ist, belegen die aktuellen Zahlen aus dem Sommersemester 2016. Hier sind 32.047 Studierende an der TU Dortmund eingeschrieben, davon studieren 6.365 Studierende (19,9%) Lehramt in 30 Fächern und 5 unterschiedlichen Schulformen (G, HRGe, GyGe, BK, SF). Um eine zukunftsfähige Lehrer/-innenbildung zu etablieren, gilt es die Herausforderungen einer Schule der Vielfalt im Blick zu haben (vgl. HRK & KMK, 2015). Das Projekt startet in den Fächern bzw. Fachdidaktiken der Chemie, Germanistik, Kunstgeschichte, Mathematik, Musik, Psychologie, des Sachunterrichts, der Sozialpädagogik, des Sport und der Theologie. Die Bildungswissenschaften und die Rehabilitationswissenschaften bilden die inhaltliche Querstruktur für alle Schulformen.

    Alle Lehramtsstudierenden der TU Dortmund sollen einen inklusiven Umgang mit Diversität als umfassendes Bildungskonzept theoretisch kennen lernen und praktisch nutzen. Inklusion basiert auf der Wertschätzung von Diversität als professionell vertretene Einstellung. Diese Einstellung erwerben Lehrpersonen im Erleben positiver Praxis, die bereits in der Ausbildung erfahren und für die spätere Berufspraxis fruchtbar gemacht wird. Die Möglichkeit, das erlernte Wissen in geschützten Räumen praxisnah zu erproben, im Team zu reflektieren und weiterzuentwickeln, wird durch die enge Kooperation von (Nachwuchs-)Wissenschaftler/-innen und etablierten Wissenschaftler/-innen realisiert. Begleitet werden die Beteiligten im Rahmen einer hochschuldidaktischen Qualifizierung durch das Zentrum für HochschulBildung (zhb) und DoBuS (Bereich Bhinderung und Studium). Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) gestaltet in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten die projektinterne Evaluation.

    Über „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“:

    Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ wollen der Bund und die Länder Reformen in der Ausbildung von Lehrer_innen anstoßen und diese gemeinsam verbessern. Dafür werden bis zum Jahr 2023 insgesamt bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt (erste Förderphase 2015 bis 2018, zweite Förderphase 2019 bis 2023). Nach den ersten beiden Bewilligungsrunden der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ werden deutschlandweit 49 Projekte gefördert. In Nordrhein-Westfalen wurden in der zweiten Förderrunde neben der TU Dortmund auch die Deutsche Sporthochschule Köln, die Universitäten Bielefeld, Duisburg-Essen und Münster als förderungswürdig eingestuft. In der ersten Runde hatten sich aus NRW bereits die RWTH Aachen, die Bergische Universität Wuppertal sowie die Universität zu Köln durchsetzen können. Die nun insgesamt acht NRW-Universitäten erhalten bis 2019 zusätzliche 39 Millionen Euro Fördermittel der Bundesregierung. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sagt: „Die Wahl aller acht Universitäten ist eine Bestätigung für die exzellente Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen. Dass die jetzt hinzugekommen fünf Universitäten überwiegend Anträge zum Erwerb von Inklusionskompetenzen eingereicht haben, zeigt: Auch die NRW-Universitäten nehmen die Herausforderungen an, die sich aus der Schulentwicklung ergeben.“ (Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW).

    Weitere Informationen:
    http://www.doprofil.tu-dortmund.de

     

    Ansprechpartnerin für Rückfragen:

    Dr. Dorothée Schlebrowski

    Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL)

    Telefon: 0231 –755 5308

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  • DoProfiL – ein Projekt für forschungsbasierte und inklusionsorientierte Lehrerbildung

    Das Projekt „DoProfiL“ der Technischen Universität Dortmund zielt darauf ab, die Qualität der Lehrerbildung zu verbessern. Dies soll im Sinne eines strategischen, hochschulweiten und phasenübergreifenden Changemanagements erfolgen. Vor dem Hintergrund zunehmender Heterogenität werden profilierte Konzepte entwickelt und nachhaltig in die Praxis integriert.

    Wie umfassend die Rolle der Lehrerbildung in Zukunft sein wird, belegen die Zahlen aus dem Wintersemester 2017/18: Knapp ein Viertel der 34.600 Studierenden der TU Dortmund ist in einem Lehramtsstudium eingeschrieben. Sie verteilen sich auf 31 Fächer und decken alle Schulformen ab.

    Die TU konnte bereits auf einem großen Netzwerk in der Lehrerbildung aufbauen. Welche zusätzliche Dynamik die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (QLB) gebracht hat, erläutern die beiden Projektleiter Prof.in Dr. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement, und der Leiter des Dortmunder Kompetenzzentrums für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL), Prof. Dr. Stephan Hußmann.

    Welche Möglichkeiten haben sich durch die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ für die TU Dortmund ergeben?

    Welzel: Die Neuausrichtung der Lehrerbildung haben wir bereits vor der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ strategisch geplant, indem wir unter anderem neue Kollegen gezielt mit dem Schwerpunkt Inklusion und Heterogenität in unterschiedliche Fakultäten berufen haben. Die Förderung hat uns nun ermöglicht, junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler einzustellen, die über das Projekt DoProfiL die Lehrerbildung an der TU Dortmund aktiv mitgestalten. Dieser Austausch stellt für alle Kolleginnen und Kollegen eine große Bereicherung dar und ist auf lange Sicht eine wesentliche Stellschraube, die wir nachhaltig unterstützen wollen. Hier wächst wissenschaftlicher Nachwuchs heran, der auch in der nächsten Generation in der Lehrerbildung tätig sein wird.

    Hußmann: Gleichermaßen ermöglicht uns das Projekt, verschiedene Ideen und Ansätze Einzelner zu verknüpfen. Neben der Expertise der Doktoranden und Post-Doktoranden, setzen wir zum Beispiel Arbeitsgruppen zur fachdidaktischen Entwicklungsforschung, Videovignetten oder zu anderen thematischen Schwerpunkten ein. Wir verbinden Forschung und Entwicklung, denken gemeinsam über Seminar- und Lehrformate nach und entwickeln diese weiter.

    Wie sind die Herausforderungen, die sich der Lehrerbildung im professionellen Umgang mit Heterogenität und Inklusion stellen, im Projekt eingebettet?

    Welzel: Wir haben in Dortmund eine der größten Fakultäten für Rehabilitationswissenschaften in ganz Europa, von deren Expertise wir profitieren. Die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention nach einem inklusiven Schulsystem änderte die bisherigen Rahmenbedingungen, erforderte ein tiefes Umdenken und einen Rollenwandel von allen Beteiligten. Als Hochschule müssen wir nun auf eine neuartige Weise Fachdidaktiken, Fachwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Rehabilitationswissenschaften zusammenführen.

    Hußmann: Diese Zusammenstellung beinhaltet auch, dass Inklusion viel umfassender verstanden wird. Es geht einerseits darum, gleiche Zugangsvoraussetzungen für alle zu schaffen. Es geht aber auch um den Aufbau einer Schule, in der alle ihre Stärken, Potenziale und Schwächen einbringen können und anerkannt werden. Um den Studierenden diese Haltung zu vermitteln, müssen wir sie ihnen vorleben. Um die Studierenden kompetent zu machen, müssen wir die Inhalte entsprechend gestalten, und zwar sowohl fachlich, fachdidaktisch und pädagogisch.

    Welzel: Mit dem Bereich „Behinderung und Studium“ (DoBuS) des Zentrums für HochschulBildung, dem ältesten und auch profiliertesten Zentrum dieser Art in der Bundesrepublik, haben wir auch sehr bewusst die Hochschuldidaktik eingebettet. Hier wurde ein Konzept entwickelt, das sich „doppelte Experten“ nennt, welches wir in verschiedenen Arbeitskontexten und Seminarsituationen einsetzen. Das heißt, eine Lehrperson hat selbst eine Expertise mit einer eigenen Beeinträchtigung oder anderen kulturellen Perspektive. Im Bereich der Mehrsprachigkeit haben wir ein großes Forschungsprojekt, in dem viele Personen arbeiten, die selbst bilingual oder mehrsprachig sind. Diese Arbeitsweise dient als Vorbild für die Studierenden und ermöglicht uns, Konzepte zu entwickeln, wie die Vermittlungssituationen im schulischen und hochschulischen Kontext gestaltet werden können.

    Seit einigen Monaten gibt es an der TU Dortmund mit dem LabprofiL einen ganz besonderen Lehr- und Lernraum. Wie kann dieser genutzt werden?

    Hußmann: Im LabprofiL, einem Labor für forschungsbasierte und inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung, haben Studierende die Möglichkeit, Unterrichts- und Förderkonzepte, die sie in verschiedenen Veranstaltungen kennenlernen, mit Schülerinnen und Schülern zu proben, gemeinsam mit Lehrenden zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Dieser Ort und die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure sind ein zentraler Baustein von DoProfiL.

    Welche konkreten Ergebnisse konnten in DoProfiL für die Qualitätssteigerung der Lehrerbildung bereits erzielt werden?

    Hußmann: Viele unserer Projekte untersuchen ähnliche Forschungsgegenstände mit Ansätzen aus unterschiedlichen Disziplinen. Ein Beispiel ist ein Projekt, das aus mathematikdidaktischer und psycholinguistischer Sicht Strategien vergleicht, wie mehrsprachig aufgewachsene und mathematisch begabte Schülerinnen und Schüler Texte erschließen oder Mathematikaufgaben bearbeiten. Ziel ist es, Muster und Strategien zu identifizieren, um daraus langfristig Seminare und Lernumgebungen zu gestalten, die dann wieder allen Lernenden zu Gute kommen.

    Welzel: Im Lehr- und Lernkonzept „Universal Design for Learning“ befassen sich Kolleginnen und Kollegen der Rehawissenschaft, der Chemiedidaktik, der Sportdidaktik, Musikdidaktik und des Instituts für Anglistik gemeinsam damit, welche Voraussetzungen und Bausteine die Studierenden benötigen, um dieses Konzept umzusetzen. Entstanden ist zum Beispiel eine gemeinsame Struktur, die Studierenden aufzeigt, wo sie die Bausteine, die sie im Studium lernen, im künftigen Schulumfeld auch in anderen Fächern kommunizieren können. Das ist für eine gemeinsam gestaltete Lehrerbildung eine unglaubliche Botschaft.

    Was kennzeichnet das Dortmunder Profil? Was ist das Erfolgsrezept?

    Hußmann: Wir konnten auf einem guten Fundament der Gesprächskultur inner- und außerhalb der Universität aufbauen und daraus neue Strukturen schaffen. So haben wir beispielsweise in der Universitätsallianz Ruhr die gemeinsame Workshop-Reihe „Zukunftswerkstatt Inklusion“ etabliert. Darüber hinaus haben wir mit dem Hamburger QLB-Projekt „ProfaLe“ im Bereich „Universal Design for Learning“ eine Kooperation und in der Kunstgeschichte pflegen wir den Austausch mit heiEDUCATION.

    Welzel: Die Kunst, so ein Projekt zu leiten, ist einerseits, die dezentralen Entwicklungen in den einzelnen Fachdiskursen zu verbinden. Es braucht ein hohes Engagement der Hochschulleitung und einen Ausdruck von Wertschätzung, um alle in der Lehrerbildung Beteiligten zusammenzuführen. Dafür benötigt man Formate und Ereignisorte, zu denen auch das LabprofiL gehört. Andererseits organisieren wir World Cafés und Tagungen zum fachlichen Austausch und laden auch externe Expertinnen und Experten ein. Zudem gestalten wir zurzeit einen Projektfilm.

    Hußmann: Zudem braucht man aktive Persönlichkeiten auf allen Ebenen der Universität, die das Ganze in die Hand nehmen. Zusammen entwickeln wir allgemeine Gestaltungsprinzipien für Lehr- und Lernformate, welche in die Curricula und Modulbeschreibungen der Fächer einfließen sollen. Alles aus eigner Kraft zu gestalten ist jedoch sehr schwer. Daher sind solche Entwicklungs- und Forschungsprojekte wie dieses, mit einer Finanzierung von außen sehr wichtig für das Gelingen innovativer Lehre und Forschung.

    Welzel: Die Kolleginnen und Kollegen, die wir aus den Mitteln der QLB anstellen konnten, haben in vielerlei Hinsicht eine neue Dynamik in die Universität gebracht. Diese tragen sie im Idealfall auch über Dortmund hinaus in das gesamte Hochschulsystem hinein.

    Um die Inklusionsorientierung als Querschnittsaufgabe für die Lehrerbildung zu diskutieren, richtete das Projekt DoProfiL am 19. und 20. Februar 2018 den Workshop „CHANcen GEstalten – Inklusionsorientierung in der Lehrerbildung als Impuls für Entwicklungsprozesse in Hochschulen“ aus.