Projekte

In der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit 49 Projekte. An sechs dieser Projekte sind mehrere Hochschulen beteiligt. Insgesamt machen 59 Hochschulen in allen Ländern mit. Im Folgenden können Sie die Projekte über eine Deutschlandkarte, über eine Liste oder mit Hilfe einer Suchfunktion aufrufen.

U.EDU

Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette (U.EDU)

Neuigkeiten / Meldungen

  • 26.09.2018

    Fortbildungstag für Studienseminare

    Die Integration digitaler Medien in den MINT-Unterricht stand am 26.09.2018 im Fokus des ersten Fortbildungstags für Studienseminare aller Schularten. Die Veranstaltung an der TU Kaiserslautern (TUK) fand im Rahmen des mit U.EDU assoziierten Projekts „Medienbildung an der Schnittstelle von Universität und Studienseminar“ (MeSUS) statt.
    In vielen Workshops konnten die mehr als 100 Teilnehmer*innen praktisch erproben, was hier an der Universität erforscht und entwickelt wird.

    Pressemitteilung

  • 25.09.2017

    Bildungsministerin besucht das Projekt U.EDU an der TU Kaiserslautern

    Seit 2016 arbeiten im Projekt „Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette (U.EDU)“ verschiedene interdisziplinäre Arbeitsgruppen der TU Kaiserslautern (TUK) an der Frage, wie die Professionalisierung von Lehrkräften beim Lehren und Lernen mit digitalen Medien unterstützt werden können. Am 25. September 2017 besuchte die Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig die TU und informierte sich über die gute und enge Zusammenarbeit von Schule und Wissenschaft.

    Der steigende Bedarf an Digitalisierung in Schulen ist aktuell ein sehr stark diskutiertes Thema. Nicht nur bei Schülern, sondern auch bei Lehrkräften müssen dazu umfassende Kompetenzen aufgebaut werden. Seit 2016 arbeiten im Projekt „Unified Education: Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette (U.EDU)“ verschiedene interdisziplinäre Arbeitsgruppen der TU Kaiserslautern (TUK) an der Frage, wie die Professionalisierung von Lehrkräften beim Lehren und Lernen mit digitalen Medien unterstützt werden können. Dies geschieht in enger Kooperation mit den Netzwerkschulen des TU-Net MINT sowie mit den Studienseminaren der verschiedenen Schularten.

    Medienkompetenz avanciert zu einer elementaren Kernkompetenz unserer digitalen Gesellschaft und ist die grundlegende Voraussetzung für einen selbstbestimmten Umgang mit Medien in einer vernetzten Gesellschaft. Sie ist damit eine der aktuellen Kernaufgaben der Lehrkräftebildung. Gerade in einem Bildungssystem mit unterschiedlichen Anforderungsgruppen steigt der Bedarf an Konzepten, bei denen die digitalen Medien zur Unterstützung der Individualität der Lernenden genutzt werden. Um damit eine individuelle Förderung, vor allem bei Inklusionsmodellen, zu sichern, müssen Lehrkräfte sich mit diesen Konzepten auseinandersetzen und entsprechende Kompetenzen erwerben.

    Doch wie vermittelt man diese Kompetenzen richtig? Die Teilprojekte von U.EDU fokussieren jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven das Lehren und Lernen mit digitalen Medien, insbesondere die Evaluation von Lehr-Lernprozessen in Schule, Unterricht und Lehrerbildung mit mobilen Medien wie z.B. Smartphone und Tablet-PC. Ziel von U.EDU ist der Ausbau struktureller Maßnahmen an der TUK sowie die Entwicklung didaktischer Methoden über alle Phasen der Lehrkräftebildung hinweg. Dafür arbeiten die verschiedenen Fachbereiche gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) an neuen Lehrkonzepten, die das Lehren und Lernen mit digitalen Medien im Blick haben. Im Fokus stehen dabei nicht nur angehende Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch diejenigen, die im Berufsleben stehen und sich weiterbilden möchten. Die Forschungsprojekte werden dabei in engem Austausch mit praxiserfahrenen Lehrkräften bearbeitet und die entstehenden Lehr-, Lern- und Arbeitsmaterialien im universitären Lehramtsstudium, der Lehrkräftefortbildung sowie im Schulunterricht eingesetzt.

    Über die gute und enge Zusammenarbeit von Schule und Wissenschaft konnte sich Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig am 25.09.2017 bei ihrem Besuch an der TUK überzeugen. Dort informierte sie sich unter anderem über Lehrkräftefortbildungen in den Bereichen Automatisierungstechnik und digitale Medien. „Die Wissenschaft hat die Zukunft der Bildung im Blick. Wie kann digitale Bildung aussehen? Wie kann man sie beispielsweise in Biologie nutzen? Es ist schön zu sehen, wie Wissenschaft und Bildung in Kaiserslautern kooperieren und Universität und Schule gleichermaßen davon profitieren“, betonte die Bildungsministerin am Nachmittag bei einer Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer, die in Zusammenarbeit von TUK und Pädagogischem Landesinstitut Rheinland-Pfalz durchgeführt wurde.

    Fragen beantwortet:
    Prof. Dr. Jochen Kuhn
    TU Kaiserslautern
    Wissenschaftlicher Leiter BMBF-Projekt “Unified Education“
    67663 Kaiserslautern
    Tel: +49 631 205 2393
    E-Mail: kuhn[a]physik.uni-kl.de   

  • 20.03.2017

    U.EDU mit Teilprojekt HyperMind auf CeBIT 2017 vertreten

    Digitale Techniken haben längst Einzug in den Alltag gehalten, auch in Schulen. Wie sie im Unterricht sinnvoll zum Einsatz kommen, daran arbeiten Forscher aus Kaiserslautern. Im Projekt „HyperMind“ entwickeln sie ein intelligentes Schulbuch für Tablet und Rechner. Sie nutzen dabei eine Technik, die Blickrichtungen der Leser erkennt und danach analysieren soll. So wird etwa schnell klar, ob die Schüler Lerninhalte verstanden haben. Die Technik hilft dabei, sie individuell zu fördern. Auf der Computermesse Cebit in Hannover stellen die Forscher ihr Projekt vom 20. bis 24. März am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 6, Stand C17) vor.

    Bundesbildungsministerin Johanna Wanka möchte die deutschen Schulen fit für die Digitalisierung machen. Im Rahmen der Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft geht es um neue Ideen und Konzepte, die den Schulunterricht von morgen smarter machen, beispielsweise digitale Tafeln oder Datenbrillen, die Lernstoff spielerisch vermitteln sollen. Am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern entwickeln Forscherinnen und Forscher um Informatik-Professor Dr. Andreas Dengel und Physik-Professor Dr. Jochen Kuhn solche Techniken. Ein Beispiel ist das intelligente Schulbuch. „Das Besondere hierbei ist, dass das Buch die Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler mithilfe integrierter Sensoren frühzeitig erkennt“, sagt Professor Kuhn, der daran forscht, moderne Medien wie Tablets und Datenbrillen im Physikunterricht zu nutzen. „Es gibt auf dem Markt bereits Lerntechniken, die den Wissensstand von Schülern abfragen.“ Aber hier spiele nur der Lernerfolg eine Rolle, es könne nicht getestet werden, ob jemand zum Beispiel länger als der Durchschnitt brauche, um eine Rechenaufgabe zu lösen, weil er Probleme mit mathematischen Formeln habe.

    Die Technik, die hinter dem intelligenten Schulbuch steckt, ist relativ einfach und daher auch zum Lernen im Unterricht oder zu Hause geeignet: Auf Tablets oder Bildschirmen wird der Inhalt des Buchs angezeigt. Unter dem Display ist ein Eye-Tracker angebracht. „Dieses System kann die Blickbewegungen der Leser erfassen“, so HyperMind-Projektleiter Dengel, der den Lehrstuhl für Wissensbasierte Systeme an der TU innehat und das DFKI am Standort Kaiserslautern leitet. „Es sieht auf diese Weise, an welcher Stelle er beispielsweise länger verweilt oder was er wiederholt liest.“

    In einem nächsten Schritt möchten die Forscher diese Daten genauer analysieren, um daraus etwa Rückschlüsse auf das Lernverhalten und den Lernfortschritt zu ziehen. „Die Technik kann künftig helfen, frühzeitig zu erkennen, ob ein Schüler bei einem Thema beispielsweise Unterstützung braucht, weil er es noch nicht richtig verstanden hat“, erklärt Dengel weiter. Auf der anderen Seite ermöglicht die Technik, zu sehen, wo bei einem Schüler besondere Interessen liegen. „Blickt er zum Beispiel öfter in der Folge auf ein bestimmtes Wort, könnte das System ihm weitere Informationen dazu liefern, etwa über den Internetbrowser“, ergänzt Kuhn.

    Das intelligente Schulbuch hilft dabei, Stärken und Schwächen zu identifizieren und Schüler individuell zu fördern. Auf der Cebit werden die Forscher ihr Projekt vorstellen. Sie arbeiten bereits mit einem Schulbuchverlag zusammen. Das System eignet sich nicht nur für den Physikunterricht, sondern für alle Unterrichtsfächer.

    Mehr Infos zum Messeauftritt

    HyperMind ist Teilprojekt des Vorhabens „U.EDU: Unified Education – Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette“, das im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird.