Projekte

In der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit 49 Projekte. An sechs dieser Projekte sind mehrere Hochschulen beteiligt. Insgesamt machen 59 Hochschulen in allen Ländern mit. Im Folgenden können Sie die Projekte über eine Deutschlandkarte, über eine Liste oder mit Hilfe einer Suchfunktion aufrufen.

KoLBi

Kohärenz in der Lehrerbildung

Zusammenfassung

Das Projekt „Kohärenz in der Lehrerbildung (KoLBi)“ der Bergischen Universität Wuppertal stellt in den Mittelpunkt, wie Fachwissenschaften, Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und Praxiselemente in der Lehrerbildung aufeinander bezogen sind oder sinnvoll bezogen werden können. Auf der Grundlage einer Verantwortungs- und Arbeitsstruktur der Lehrerbildung, die an der Wuppertaler Universität bereits seit einem halben Jahrzehnt gut eingespielt ist, richtet sich das Projekt mit zwei großen Maßnahmenlinien auf curriculare Weiterentwicklungen und auf das hier schon 2011 eingeführte Praxissemester. Vorgesehen ist außerdem eine begleitende Forschung.

Zur Weiterentwicklung des Curriculums sollen Lehramtsstudierende in den Studiengängen des Master of Education erfahren und erkunden, wie fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Fragen in ihrem Bezug zur Lehrerbildung verbunden sind und sich aufeinander beziehen lassen. Sie können dann eigene Perspektiven für das Verständnis und die weitere Ausgestaltung dieser Verknüpfungen entwickeln. Hierzu wird in den Studiengängen das curricular vorhandene „Forschungsprojekt“ fachspezifisch als projektbasiertes Studieren ausgestaltet. Rund 20 Einzelprojekte, die sich dieser Aufgabe widmen, sind untereinander über Arbeitsgruppen und Veranstaltungsformate vernetzt. Zudem werden ausgewählte Fächer in ihrem Schulformbezug mit Blick auf die Grundschule und perspektivisch auf das Lehramt für sonderpädagogische Förderung profiliert.

Am Praxissemester sind auf Universitäts- und Schulseite verschiedene Akteure beteiligt. Um Kohärenz zwischen den Anforderungen der Schulen und des akademischen Studiums herzustellen, verständigen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Universität, Zentren für schulpraktische Lehrerbildung und Schulen in hierzu eingerichteten Ausschüssen und Fach-Arbeitsgruppen. Dieser Abstimmungsprozess wird im Rahmen des Projekts weiter gefördert. Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt ist die (Weiter-)Entwicklung von Feedback- und Reflexionsformaten zur Betreuung der Studierenden im Praxissemester durch die Universität. In den Praxisphasen wirken Reflexion und Feedback einem Auseinanderstreben von universitärem Studium und schulpraktischer Ausbildung entgegen und erschließen den Studierenden die Schulwirklichkeit sowie  die Relevanz der fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Studien noch besser. Eine unterstützende Begleitung kann in einem weiten Spektrum von Fragen aus diesen Studien umgesetzt werden und zur Entwicklung eines akademischen Selbstkonzepts als wissenschaftlich gebildete Lehrkraft beitragen.

Beide Maßnahmenlinien werden von international ausgewiesenen Gastprofessorinnen und -professoren begleitet.

Das Projekt ist darüber hinaus in eine Reihe begleitender Aktivitäten eingerahmt, wie eine Ringvorlesung zu „Fachprofil und Bildungsanspruch“ und verschiedene Forschungskolloquien.

Lehramtstypen, die das Vorhaben betrifft

  • Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
  • Übergreifende Lehrämter der Primarstufe und aller oder einzelner Schularten der Sekundarstufe I
  • Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
  • Lehrämter der Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
  • Lehrämter der Sekundarstufe II [berufliche Fächer] oder für die beruflichen Schulen
  • Sonderpädagogische Lehrämter

 

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