Projekte

In der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit 49 Projekte. An sechs dieser Projekte sind mehrere Hochschulen beteiligt. Insgesamt machen 59 Hochschulen in allen Ländern mit. Im Folgenden können Sie die Projekte über eine Deutschlandkarte, über eine Liste oder mit Hilfe einer Suchfunktion aufrufen.

LLF

Das Lehr-Lern-Forschungslabor – Ort zukunftsorientierter Kooperation in der Lehramtsausbildung

Zusammenfassung

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bildet über 5.000 Studierende für das gymnasiale Lehramt in 22 Unterrichtsfächern sowie für Wirtschaftspädagogik an Berufsschulen aus. In den Lehr-Lern-Forschungslaboren (LLF) für Lehramtsstudierende wird Unterrichten erprobt, aufgezeichnet und untersucht. Dabei arbeiten die drei Fächer Englisch, Geschichte und Physik mit den Bildungswissenschaften zusammen, um jeweils fachliche und fachdidaktische Perspektiven mit bildungswissenschaftlichen Zugängen zu verknüpfen. Die dabei entwickelten Ansätze und Konzepte sollen über den Projektrahmen hinaus auf weitere Fächer ausgeweitet und durch entsprechende curriculare Verankerung strukturell verstetigt werden.

Bei der Unterrichtsgestaltung und –auswertung im Rahmen der LLFs besitzt die sogenannte kognitive Aktivierung einen besonderen Stellenwert. Unterricht ist kognitiv aktivierend, wenn Schülerinnen und Schüler sich aktiv mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen und sie dabei angemessen gefordert, also weder unter- noch überfordert werden. Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichen Lernständen und sonstigen Voraussetzungen jeweils angemessen zu fordern, die richtige Balance zwischen Üben, Wiederholen und Festigen auf der einen Seite und der inspirierenden Entdeckung neuer Sachverhalte und Zusammenhänge auf der anderen Seite zu finden, zählt auf zu den großen Herausforderungen des Lehrerberufs. Zu Recht gilt deshalb ‚kognitive Aktivierung‘ als eine der wesentlichen Dimensionen guten Unterrichts.

In den LLFs gestalten und analysieren Lehramtsstudierende Unterricht in ihren jeweiligen Fächern im Hinblick auf fachliche Angemessenheit etc., aber auch darauf, ob und ggf. wie kognitive Aktivierung gelingt. Hierzu wird ihr Unterricht mit mehreren Kameras und aus verschiedenen Perspektiven aufgezeichnet und kann anschließend sehr differenziert ausgewertet werden. Die Studierenden sollen so wichtige Handlungs- und Reflexionskompetenzen erwerben und sich zugleich mit Forschungsstrategien und –techniken in den Bildungswissenschaften und in ihrem Fach vertraut machen.

Daneben werden in den LLFs unterschiedliche fachbezogene Ansätze und Instrumente entwickelt: iBooks für das Fach Englisch, exkursionsdidaktische Konzepte für Geschichte und virtuelle Labore für den Physikunterricht.

Im bisherigen Projektverlauf ist deutlich geworden, dass ‚kognitive Aktivierung‘ wichtige Aspekte guten Unterrichtens beinhaltet, aber in der Bandbreite der Fächer vor allem aus fachdidaktischer Perspektive nicht hinreichend ist. Daher wird zunehmend auf den weiterreichenden Ansatz des Pluriliteracies Model of Deeper Learning der sogenannten ‚Graz Group‘ (https://pluriliteracies.ecml.at/) zurückgegriffen.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bildet über 5.000 Studierende für das gymnasiale Lehramt in 22 Unterrichtsfächern sowie für Wirtschaftspädagogik an Berufsschulen aus. In den Lehr-Lern-Forschungslaboren (LLF) für Lehramtsstudierende wird Unterrichten erprobt, aufgezeichnet und untersucht. Dabei arbeiten die drei Fächer Englisch, Geschichte und Physik mit den Bildungswissenschaften zusammen, um jeweils fachliche und fachdidaktische Perspektiven mit bildungswissenschaftlichen Zugängen zu verknüpfen. Die dabei entwickelten Ansätze und Konzepte sollen über den Projektrahmen hinaus auf weitere Fächer ausgeweitet und durch entsprechende curriculare Verankerung strukturell verstetigt werden.

Bei der Unterrichtsgestaltung und –auswertung im Rahmen der LLFs besitzt die sogenannte kognitive Aktivierung einen besonderen Stellenwert. Unterricht ist kognitiv aktivierend, wenn Schülerinnen und Schüler sich aktiv mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen und sie dabei angemessen gefordert, also weder unter- noch überfordert werden. Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichen Lernständen und sonstigen Voraussetzungen jeweils angemessen zu fordern, die richtige Balance zwischen Üben, Wiederholen und Festigen auf der einen Seite und der inspirierenden Entdeckung neuer Sachverhalte und Zusammenhänge auf der anderen Seite zu finden, zählt auf zu den großen Herausforderungen des Lehrerberufs. Zu Recht gilt deshalb ‚kognitive Aktivierung‘ als eine der wesentlichen Dimensionen guten Unterrichts.

In den LLFs gestalten und analysieren Lehramtsstudierende Unterricht in ihren jeweiligen Fächern im Hinblick auf fachliche Angemessenheit etc., aber auch darauf, ob und ggf. wie kognitive Aktivierung gelingt. Hierzu wird ihr Unterricht mit mehreren Kameras und aus verschiedenen Perspektiven aufgezeichnet und kann anschließend sehr differenziert ausgewertet werden. Die Studierenden sollen so wichtige Handlungs- und Reflexionskompetenzen erwerben und sich zugleich mit Forschungsstrategien und –techniken in den Bildungswissenschaften und in ihrem Fach vertraut machen.

Daneben werden in den LLFs unterschiedliche fachbezogene Ansätze und Instrumente entwickelt: iBooks für das Fach Englisch, exkursionsdidaktische Konzepte für Geschichte und virtuelle Labore für den Physikunterricht.

Im bisherigen Projektverlauf ist deutlich geworden, dass ‚kognitive Aktivierung‘ wichtige Aspekte guten Unterrichtens beinhaltet, aber in der Bandbreite der Fächer vor allem aus fachdidaktischer Perspektive nicht hinreichend ist. Daher wird zunehmend auf den weiterreichenden Ansatz des Pluriliteracies Model of Deeper Learning der sogenannten ‚Graz Group‘ (https://pluriliteracies.ecml.at/) zurückgegriffen.

Lehramtstypen, die das Vorhaben betrifft

  • Lehrämter der Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium