Projekte

In der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit 49 Projekte. An sechs dieser Projekte sind mehrere Hochschulen beteiligt. Insgesamt machen 59 Hochschulen in allen Ländern mit. Im Folgenden können Sie die Projekte über eine Deutschlandkarte, über eine Liste oder mit Hilfe einer Suchfunktion aufrufen.

FL2_FR_Lehramtskoop (Verbund)

Verbundvorhaben Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]² – Kohärenz und Professionsorientierung

Zusammenfassung

Die Albert-Ludwigs-Universität und die Pädagogische Hochschule Freiburg werden auf der Basis einer tiefgehenden Stärken-Schwächen-Analyse ihre jeweiligen Stärken in der Lehrerbildung bündeln und neue Strukturen etablieren, um der Freiburger Lehrerbildung ein kohärentes, professionsorientiertes Profil zu geben. Hierzu haben beide Hochschulen mittels Kooperationsvertrag eine institutionalisierte Zusammenarbeit beschlossen, die im Freiburg Advanced Center of Education (FACE) umgesetzt wird. FACE soll mit den Mitteln der BMBF Qualitätsoffensive umfassende zusätzliche Impulse erhalten:

  1. Stärkung der Professionsorientierung und Kohärenz zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft durch eine gemeinsame Curriculumsentwicklung;
  2. Stärkung der Theorie-Praxis-Vernetzung durch Zusammenschluss der Akteure aller Phasen der Lehrerbildung (Hochschulen, Staatliche Seminare, Schulen) in einem Praxiskolleg;
  3. Ausbau des Bereichs Inklusion und Heterogenität;
  4. Stärkung der professionsorientierten Forschung in der Lehreraus- und -fortbildung sowie in der begleitenden Lehrerbildungsforschung in einem interdisziplinären Promotionskolleg (CURIOUS);
  5. Stärkung der Wissenschaftsorientierung sowie Förderung pädagogischer und fachdidaktischer Kompetenzen von Lehrkräften durch wissenschaftliche Fortbildungen;
  6. Organisationsentwicklung durch nachhaltige Zusammenarbeit der die Lehrerbildung verantwortenden Stellen und Personen („lernende Institution“).

 

 

Struktur und Organisation (Arbeitsbereiche)

Das Projekt wird von Professorin Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, und von Professor Dr. Ulrich Druwe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Freiburg, geleitet. Weiterhin wurden eine paritätisch besetzte Steuerungsgruppe –  zusammengesetzt aus je zehn ProfessorInnen beider Hochschulen -  und ein Beirat aus externen ExpertInnen eingerichtet. Die Seniorprojektmanagerin und der Juniorprojektmanager unterstützen die Projektdurchführung auf der operationalen und administrativen Ebene.  

Inhaltlich gliedert sich das Projekt in sieben Maßnahmen. Diese werden jeweils von einem sogenannten „Steuerungstandem“, bestehend aus je zwei ProfessorInnen der Steuerungsgruppe, geleitet.

Die Vernetzung des Projektes – vor allem auch in die Praxis - erfolgt durch eine Vielzahl von Kooperationspartnern, darunter Schulen, Staatliche Seminare, das Regierungspräsidium Freiburg, die Initiative „Bildungsregion Freiburg“ und die Hochschule für Musik Freiburg.

Insgesamt sind in dem Projekt rund 40 ProjekmitarbeiterInnen beschäftigt, die an 24 Institutionen beider Hochschulen angesiedelt sind.

 

Kurzbeschreibung der Projektmaßnahmen

M1: Lehrkohärenz

Die Maßnahme Lehrkohärenz folgt der Zielsetzung der Gestaltung einer kohärenten Lehre zur Professionsorientierung in der Lehrerbildung. Damit dient sie dem Ausbau des Handlungsfeldes „Lehre“ des FACE. Insbesondere zwischen den Fachwissenschaften und den Fachdidaktiken sowie den Bildungswissenschaften soll dies gelingen. Da die Ausgangslage in den verschiedenen Lehramtsfächern sehr unterschiedlich ist, ist eine koordinierte Zusammenarbeit der Hochschulen und der Fachbereiche hier besonders wichtig.

Zur Zielerreichung wird innerhalb der Maßnahme verschiedenen Teilprojekten nachgegangen. Sie befassen sich allesamt mit der Gestaltung neuer Curriculumstrukturen und Lehrmodelle. Eines dieser Projekte ist beispielsweise die Konzeption und Umsetzung systematisch stringent kompetenzorientierter Lehrformate nach dem 4C/ID model.

 

M2: Praxiskolleg

Ziel der Maßnahme M2 ist es, die Kohärenz von Theorie und Praxis über alle Phasen der Lehrerbildung zu fördern. Hierfür wird extra ein Praxiskolleg eingerichtet, für das auf die bereits bestehenden Strukturen des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB) der Universität und des Zentrums für Schulpraktische Studien (ZfS) der Pädagogischen Hochschule zurückgegriffen wird.

Der entstandene Ort wird künftig genutzt, um den Dialog mit allen Akteuren der Lehrerbildung zu stärken. Damit leistet das Praxiskolleg einen Beitrag zum Ausbau von Synergien beider Systeme – es stellt die wichtige Verbindung zwischen dem System Hochschule und dem System Schule her, sodass diese künftig noch besser voneinander profitieren können. Unter vielem anderem wird das Programm Qualitätszirkel, Tagungen und themenspezifische Workshops beinhalten.

 

M3: Inklusion und Heterogenität

Die dritte Maßnahme befasst sich mit der Etablierung von Inklusion und Heterogenität in Lehre und Forschung. Das FACE folgt damit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20. November 2011, nach welchem der Bereich in Lehre und Forschung zusätzlich zu etablieren ist. Diese Maßnahme unterstützt damit vor allem das Handlungsfeld „Lehre“.

Zur Unterstützung der Etablierung von Inklusion und Heterogenität in die LehrerInnenausbildung werden im Rahmen der Maßnahme 3 der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ zwei Juniorprofessuren eingerichtet.Sie setzen sowohl für die Lehrentwicklung, als auch für die Lehrerweiterbildung wichtige Impulse.

 

M4: Wissenschaftsorientierung und Nachwuchsförderung

Die vierte Maßnahme des Projekts befasst sich thematisch mit der Wissenschaftsorientierung und Nachwuchsförderung. Das FACE strebt eine Erhöhung der Wissenschaftsorientierung von Lehrkräften und der Forschungsfähigkeit der an der Lehrerbildung beteiligten Disziplinen an. Durch diese Maßnahme wird das Handlungsfeld „Unterrichts- und Bildungsforschung“ von FACE in seinem Ausbau gefördert.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine Juniorprofessur sowie das Promotionskolleg CURIOUS eingerichtet, welches an das KeBU angegliedert sein wird.

Die Promotionen befassen sich vor allem mit der Integration von fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kompetenzen unter Berücksichtigung bildungswissenschaftlicher Aspekte. Eine Betreuung durch hochschulübergreifende und interdisziplinäre Forschungsteams sowie durch eine zentrale Koordinationsstelle unterstützt die Promovierenden über die gesamte Zeit.

 

M5: Praxis- und Weiterqualifizierung

Das Vorhaben der fünften Maßnahme umfasst die gemeinsame Nutzung und den Ausbau von Strukturen der Fort- und Weiterbildung. Im Rahmen dieser Maßnahme werden die Strukturen des Zentrums für Lehrerfortbildung der Pädagogischen Hochschule (ZELF) und der Freiburger Akademie für Universitäre Weiterbildung (FRAUW) weiterentwickelt. Künftig werden das ZELF und die FRAUW unter Einbeziehung der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung sowie Hochschulpartnerschulen miteinander kooperieren. Damit leistet die Maßnahme einen Beitrag zum Ausbau des Handlungsfeldes „Praxis und Weiterqualifizierung“.

Die gemeinsamen Leitperspektiven umfassen:

  • Bedarfsgerechte und teilnehmerorientierte Weiterbildungsbildungsangebote für Lehrkräfte aller Schularten
  • Modular aufgebaute, onlinegestützte Formate bis zum Master
  • Verbindung von Wissenschafts- und Praxisbezug
  • Systematische wissenschaftliche Begleitung und Evaluation
     

M6: Unterstützungsstrukturen

Die sechste Maßnahme des BMBF geförderten Projekts hat die Schaffung von unterstützenden Strukturen zur Förderung des Selbstverständnisses und der Identifikation mit dem Lehrerberuf zum Ziel. Häufig ist bei Studierenden einer stark fachzentrierten Hochschule das professionsbezogene Selbstverständnis von Lehramtsstudierenden unterentwickelt. Dem wird künftig entgegengewirkt.

Die Maßnahme kommt dem ersten Handlungsfeld des FACE, Lehre, zugute. Die angehenden LehrerInnen erhalten Unterstützung während ihrer Ausbildung, indem sie durch ein Mentoring begleitet werden. Zudem wird für sie ein Online-Portal inklusive eines Online-Campus eingerichtet, die ihnen alle relevanten Informationen und wichtigen Zugänge zu allen Bereichen des Themas Lehramt am Standort Freiburg bieten.

Im Rahmen der Unterstützungsstrukturen werden nicht nur sich in der akuten Phase des Studiums befindende LehramtsanwärterInnen Unterstützung erhalten. Es wird der gesamte Student Lifecycle abgedeckt. Das bedeutet, dass eine Anlaufstation in Form einer Plattform von der Orientierungsphase vor der Aufnahme eines Studiums, über Orientierungspraktika, das Bachelorstudium, den Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium, die Schulpraxisphase, eine eventuelle Promotion sowie die Fort- und Weiterbildung für LehrerInnen im Beruf bestehen wird.

 

M7: Qualitätssicherung

Um das Projekt der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ der FACE-Kooperation umzusetzen und qualitätssichernd zu begleiten, bedarf es entsprechender Strukturen. Ziel der siebten Maßnahme ist der reibungslose Ablauf in allen Phasen des Vorhabens. Sie unterstützt damit auch den vierten Handlungsbereich, der „Lernenden Institution“.

Für diese Maßnahme wurden Stellen einer Seniorprojektmanagerin und einem Juniorprojektmanager eingerichtet. Dem Projektmanagement obliegt neben der administrativen Steuerung das Projekt-Monitoring und -Reporting sowie das Finanzmanagement. Darüber hinaus sind sie die zentrale Anlaufstelle für alle ProjektmitarbeiterInnen, die Steuerungsgruppe und den Projektträger (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR).

Um eine hochwertige Lehrerbildung sicherzustellen und den Erfolg aller sieben Maßnahmen zu gewährleisten, wird durch die Evaluationsstelle eine Qualitätssicherung durchgeführt.

 

 

Geplante Transferangebote

Im Projekt erreichte Forschungsergebnisse werden in internationalen und nationalen Fachzeitschriften publiziert und auf den entsprechenden Konferenzen (z.B. GEBF) durch die entsprechenden Forscherinnen und Forscher der Scientific Community präsentiert. Zusätzlich werden sowohl die Forschungsergebnisse, als auch die erworbenen Praxiserfahrungen im Rahmen des FACE Praxiskolleg mit den Akteuren der Lehrerbildung diskutiert. Im Bereich der Lehre haben die geförderten Projekte Best-Practice-Charakter; sie werden inner- und außeruniversitär durch verschiedene Formate disseminiert. Universitätseigene Publikationsformate, wie beispielsweise die Magazine „uni’wissen" bzw. „uni’leben" oder der etablierte Blog „Impulswerkstatt Lehrqualität" werden zur Veröffentlichung der gemachten Erfahrungen, Erfolge – aber auch Probleme – genutzt. Besonders hervorzuheben sind die projektbezogenen Tagungen, im Rahmen derer die einzelnen Teilprojekte und die Ergebnisse einer breiten und überregionalen Zielgruppe vorgestellt werden, ein Austauschrahmen zu lehramtsspezifischen Themen geboten sowie ein Wissens- und Erfahrungstransfer ermöglicht wird.

 

 

Lehramtstypen, die das Vorhaben betrifft

  • Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
  • Lehrämter der Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium

Promotionsvorhaben

Die Teilprojekte des Promotionskollegs: Evidenzbasierte Lehrerbildung zur Förderung fachspezifischer und fachübergreifender Kompetenzen: Curriculum, Instruktion und Lernprozess (CURIOUS)

Projekt 1:
Kohärenz zwischen mathematischen und mathematikdidaktischen Kompetenzen - Kontinuität statt doppelter Diskontinuität in der Lehrerbildung Mathematik

Im Projekt werden Lehrkonzepte entwickelt und erforscht, welche die Kohärenz und die Transferfähigkeit mathematischen und mathematikdidaktischen Wissens erhöhen (z.B. eine professionsbezogene Ergänzung der bereits an der Universität gelehrten Vorlesung Analysis für Gymnasiallehrer/innen und Lehrer/innen der Sekundarstufe I)

Betreuerteam: Prof. Dr. Timo Leuders, PH Freiburg; Prof. Dr. Peter Pfaffelhuber, Univ. Freiburg
Doktorand: Andreas Ostermann - Institut für Mathematische Bildung (PH Freiburg)
Ansprechpartner: Timo Leuders (leuders@ph-freiburg.de)

 

Projekt 2:
Integration moderner Teilchenphysik und ihrer physikdidaktischen Konsequenzen in die Lehrerausbildung

Im Projekt wird angestrebt, die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Inhalte mit dem Ziel einer sinnstiftenden und kohärenten Physiklehramtsausbildung zu verbinden. Dabei werden Themen wie Teilchenphysik, Kosmologie oder Relativitätstheorie ins Auge gefasst, damit diese einerseits als geeigneter Kontext für fachdidaktische Betrachtungen angesehen werden und andererseits fachdidaktische Forschungen ermöglichen. Im Projekt wird die hierauf bezogene Kompetenzentwicklung in der Lehreraus- und -fortbildung empirisch untersucht.

Betreuerteam: Prof.'in Dr. Silke Mikelskis-Seifert, PH Freiburg; Prof. Dr. Markus Schumacher, Univ. Freiburg
Doktorandin: Michaela Oettle - Institut für Chemie, Physik, Technik und ihre Didaktiken (PH Freiburg)
Ansprechpartnerin: Silke Mikelskis-Seifert (silke.mikelskisseifert@ph-freiburg.de)

 

Projekt 3:
Förderung der diagnostischen Kompetenz von Lehramtsstudierenden zum Umgang mit Heterogenität

Diagnosekompetenz gilt als wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Planung, Durchführung und Reflexion des schulischen Unterrichts und erfordert fachliches und fachdidaktisches Wissen und Können. Einen wesentlichen Aspekt der diagnostischen Kompetenz stellt die Auswahl, Bewertung und Konzeption geeigneter Aufgaben dar, die im Unterricht zur Diagnose und individuellen Förderung eingesetzt werden können. Im Projekt wird deshalb zunächst eine Lehrkonzeption zur Auswahl, Bewertung und Konstruktion von Aufgaben in Abstimmung mit einem fachlichen Ausbildungsmodul entwickelt. Dann wird erforscht, welche Kompetenzen Studierende zur Auswahl, Bewertung und Konstruktion von Aufgaben besitzen, wie sich die Kompetenzen der Studierenden im Verlauf des Ausbildungsmoduls entwickeln und wie die Studierenden ihre Kompetenzen verbessern können.

Betreuerteam: Prof.'in Dr. Ulrike Spörhase, PH Freiburg; Prof.'in Dr. Annette Neubüser, Univ. Freiburg
Doktorand: Tobias Joos - Institut für Biologie und ihre Didaktik (PH Freiburg)
Ansprechpartnerin: Ulrike Spörhase (spoerhase@ph-freiburg.de)

 

Projekt 4:
Instruktionale Ansätze zur Integration von bildungswissenschaftlichem und fachdidaktischem Wissen

Das Projekt greift die Vorarbeiten über einen instruktionalen Ansatz zur Integration von bildungswissenschaftlichem und fachdidaktischem Wissen bei Lehrpersonen des Fachs Mathematik auf und erweitert diesen. Zum einen soll der vorliegende Ansatz in Bezug darauf optimiert werden, dass bei Lehrpersonen eine Betrachtung von Unterricht unter multiplen Perspektiven gefördert wird. Diese Optimierung soll zunächst für das Mathematiklehren erfolgen. In einem zweiten Schritt soll der instruktionale Ansatz auf das Lehren in Musik übertragen werden.

Betreuerteam: Prof. Dr. Alexander Renkl, Univ. Freiburg; Prof. Dr. Timo Leuders, PH Freiburg; Prof. Dr. Georg Brunner, PH Freiburg
Doktorandin: Helene Rieche - Institut für Psychologie (Univ. Freiburg)
Ansprechpartner: Alexander Renkl (renkl@psychologie.uni-freiburg.de)

 

Projekt 5:
Metakognitive Selbstregulation von Lehramtsstudierenden beim Rezipieren bildungs- und fachwissenschaftlicher Texte

Der anfängliche Erwerb von Kompetenzen im Lehramtsstudium erfolgt häufig über das Lesen von Texten. Für einen effektiven Kompetenzerwerb ist es wichtig, das Verstehen beim Lesen von Texten akkurat einschätzen zu können. In dem Projekt soll deshalb untersucht werden, über welche metakognitiven Fähigkeiten beim Textverstehen Lehramtsstudierende verfügen, wie sich diese metakognitiven Fähigkeiten im Verlauf des Studiums entwickeln und wie Lehramtsstudierende ihre metakognitiven Fähigkeiten verbessern können.

Betreuerteam: Prof. Dr. Jörg Wittwer, Univ. Freiburg; Prof.'in Dr. Petra Gretsch, PH Freiburg
Doktorandin: Anja Prinz - Institut für Erziehungswissenschaft (Univ. Freiburg)
Ansprechpartner: Jörg Wittwer (joerg.wittwer@ezw.uni-freiburg.de)

 

Projekt 6:
Gestaltung und Wirksamkeit instruktionaler Erklärungen im Unterricht Mathematik und Naturwissenschaften in der gymnasialen Oberstufe.

Instruktionale Erklärungen stellen eine allgegenwärtige Methode im Unterricht dar, um den Wissenserwerb von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Die Generierung effektiver Erklärungen allerdings hängt in hohem Maße von der pädagogischen Professionalität der Lehrkräfte ab. In diesem Projekt soll daher untersucht werden, wie die verschiedenen Kompetenzfacetten einer Lehrkraft die Generierung von instruktionalen Erklärungen bedingen. Diese sollen in unterschiedlichen Unterrichtsfächern der MINT-Fächer untersucht werden, um potenzielle domänenspezifische als auch generische Effekte von Erklärungsmerkmalen zu identifizieren.

Betreuerteam: Prof. Dr. Matthias Nückles, Univ. Freiburg; NN, PH Freiburg
Doktorandin: Mona Weinhuber - Institut für Erziehungswissenschaft (Univ. Freiburg)
Ansprechpartner: Matthias Nückles (matthias.nueckles@ezw.uni-freiburg.de)

 

Projekt 7:
Entwicklung und Evaluation von kompetenzbasierten Lehrveranstaltungen auf Basis instruktionspsychologischer Modelle

Das Ziel der Lehrerbildung ist es, dass Studierende Kompetenzen erwerben, die ihnen helfen, die vielfältigen Anforderungen des Lehrerberufs professionell zu bewältigen. Die zu erwerbenden Kompetenzen sind komplexer Natur, weil sie sich aus unterschiedlichen Wissensbereichen zusammensetzen. In dem Projekt sollen Lehrveranstaltungen zur systematischen Förderung des Kompetenzerwerbs entwickelt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit empirisch überprüft werden.

Betreuerteam: Prof. Dr. Jörg Wittwer, Univ. Freiburg; Prof. Dr. Hans-Georg Kotthoff, PH Freiburg; Dr. Patrick Blumschein, PH Freiburg
Doktorand: N.N. - Institut für Erziehungswissenschaft (Univ. Freiburg)
Ansprechpartner: Jörg Wittwer (joerg.wittwer@ezw.uni-freiburg.de)

 

Projekt 8:
Kompetenzentwicklung und Lernprozesse im Rahmen einer Weiterbildung zur Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule in inklusiven und durch Heterogenität geprägten Bildungssettings

Die Kooperation von Schule und Jugendhilfe ist angesichts aktueller Entwicklungen im Kontext von Inklusion von zunehmender Bedeutung. Die konkreten Kooperationsbeziehungen sind jedoch mit Herausforderungen verbunden. In diesem Projekt werden Weiterbildungen für bereits kooperierende Lehrerinnen und Lehrer und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen entwickelt und durchgeführt, in denen die Grundlagen der Kooperation mit dem Fokus auf soziale Heterogenität und Inklusion reflektiert und weiterentwickelt werden. Mit einer qualitativen Studie werden Lernprozesse und der Kompetenzerwerb der beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen sowie von Studierenden, die an den Weiterbildungen teilnehmen, untersucht.

Betreuerteam: Prof.'in Dr. Christine Riegel, PH Freiburg; Prof. Dr. Wolfram Rollett, PH Freiburg; Prof. Dr. Jörg Wittwer, Univ. Freiburg
Doktorandin: Paula Bock- Institut für Erziehungswissenschaft (PH Freiburg)
Ansprechpartnerin: Christine Riegel (christine.riegel@ph-freiburg.de)

 

Projekt 9:
Kompetenzen von Lehrkräften im Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Schule

Das Projekt widmet sich der Erforschung von Lehrerkompetenzen in der Interaktion mit Schülerinnen und Schülern und Eltern mit niedriger Deutsch-Kompetenz. Gegenstand der Untersuchung sind Unterrichtsinteraktionen und Elterngespräche mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme etablierter Interaktionsstrategien. Es handelt sich um eine empirische Exploration auf der Grundlage von Interaktionsanalysen und narrativen Interviews.

Betreuerteam: Prof. Dr. Jörg Hagemann, PH Freiburg; Prof.'in Dr. Gabriele Kniffka, PH Freiburg; Prof.'in Dr. Helga Kotthoff, Univ. Freiburg
Doktorandin: Ina Beyer- Deutsches Seminar - Germanistische Linguistik (Univ. Freiburg)
Ansprechpartnerin: Helga Kotthoff (helga.kotthoff@germanistik.uni-freiburg.de)

 

Projekt 10:
Übertragbarkeit von fremdsprachendidaktischen Modellen der romanischen Sprachen

Im Projekt soll untersucht werden, inwiefern mehrsprachige und interkomprehensive Lehrkonzepte im Lehramtsstudium der romanischen Sprachen den Zuwachs von fachwissenschaftlichem und fachdidaktischem Wissen fördern können (z.B. Wirksamkeit von Interkomprehensionsversuchen zum Spanischen und Italienischen über die Brückensprache Französisch auf die Entwicklung linguistischer, interkultureller und fachdidaktischer Kompetenzen).

Betreuerteam: Prof. Dr. Daniel Jacob, Univ. Freiburg; Prof. Dr. Rolf Kailuweit, Univ. Freiburg; Prof. Dr. Olivier Mentz, PH Freiburg; Prof.'in Dr. Isabelle Mordellet-Roggenbuck, PH Freiburg
Doktorandin: Eva-Maria Nelz - Institut für Romanistik (PH Freiburg)
Ansprechpartner/in: Rolf Kailuweit (rolf.kailuweit@romanistik.uni-freiburg.de), Isabelle Mordellet-Roggenbuck (isabelle.mordelletroggenbuck@ph-freiburg.de)

 

 

Partner innerhalb der Hochschule

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (alphabetisch)

Pädagogische Hochschule Freiburg (alphabetisch)

 

Projekt- und teilprojektbezogene Kooperationen zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften

"Die Lehrer*innenbildung am Standort Freiburg fördert die professionelle Kompetenz der angehenden Lehrkräfte auch durch Stiftung von Kohärenz auf mehreren Ebenen."

"Kohärenz zwischen den an der Lehrer*innenbildung beteiligten Disziplinen wird geschaffen, indem nicht nur eine systematische Abstimmung der Inhalte erfolgt, sondern auch Lehrveranstaltungen in Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften gemeinsam entwickelt werden. Diese Kohärenz trägt insbesondere dann zur Förderung professioneller Kompetenz bei, wenn zunächst grundlegende Kenntnisse in den einzelnen Disziplinen erworben und diese im weiteren Studienverlauf gezielt miteinander verknüpft werden."

Weitere Informationen zu unserem Leitbild finden Sie auf unserer Homepage.

Partner außerhalb der Hochschule

A) Direkt am Projekt beteiligte Kooperationspartner

Für den Aufbau des hochschulübergreifenden Praxiskollegs sind die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung sowie das Schulnetzwerk der Hochschulen zentrale Partner (siehe Maßnahme 2: Praxiskolleg):

B) Weitere vorgesehene Kooperationspartner

Um die Kohärenz der Lehrerbildung am Standort Freiburg auch mit Blick auf die 2. und 3. Phase der Lehrerbildung zu steigern, wird mit dem Regierungspräsidium Freiburg, den Freiburger Schulämtern, der Initiative „Bildungsregion Freiburg“ und der Hochschule für Musik Freiburg kooperiert. Weitere Partner können in FACE kooptiert werden.

 

 

Projekt- und teilprojektbezogene Kooperationen mit Akteuren der zweiten und/oder dritten Phase der Lehrerbildung

"Die Lehrer*innenbildung am Standort Freiburg fördert die professionelle Kompetenz der angehenden Lehrkräfte auch durch Stiftung von Kohärenz auf mehreren Ebenen."

"Kohärenz zwischen Theorie und Praxis wird hergestellt, indem in enger Kooperation zwischen den beteiligten Institutionen (Hochschulen, Staatliche Seminare, Schulen) die Theorie- und Praxisphasen miteinander gekoppelt und die Inhalte auf die beruflichen Anforderungen einer Lehrkraft gezielt abgestimmt werden.
Kohärenz im Studienverlauf wird durch die Gestaltung kompetenzorientierter Curricula angestrebt, die den schrittweisen und systematischen Aufbau der professionellen Kompetenz über die gesamte Lehrer*innenbildung hinweg fördern.“

Weitere Informationen zu unserem Leitbild finden Sie auf unserer Homepage.