Projekte

In der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung derzeit 49 Projekte. An sechs dieser Projekte sind mehrere Hochschulen beteiligt. Insgesamt machen 59 Hochschulen in allen Ländern mit. Im Folgenden können Sie die Projekte über eine Deutschlandkarte, über eine Liste oder mit Hilfe einer Suchfunktion aufrufen.

ZuS

Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung Köln (ZuS)

Zusammenfassung

"Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS)“ an der Universität zu Köln hat sich eine wichtige und aktuelle gesellschaftliche und bildungspolitische Aufgabe zum Leitmotiv gemacht: Sie will Studierende besser auf ihre beruflichen Herausforderungen vorbereiten und zugleich die dafür entwickelten Maßnahmen für einen nachhaltigen institutionellen Wandel nutzen. Diese Strategie wird aktuell in vier großen thematischen Handlungsfeldern umgesetzt: Studium inklusiv als thematisch strukturiertes Lehrangebot, Competence Labs als innovative praxisorientierte Lehr-Lernformate sowie Nachwuchsförderung und Qualitätssicherung als Mittel der Nachhaltigkeit. Das systematische Bildungsmonitoring belegt die Lernwirksamkeit der Lehrangebote und Evaluationen zeigen, dass sich die entwickelten und erprobten ZuS-Maßnahmen bereits bewährt haben.
Die zweite Förderphase soll die bewährten Innovationen strukturell verankern und nachhaltig in die Gesamtheit der Fächer und der Studierenden sowie in die zweite Ausbildungsphase transferieren; sie wird deshalb als ZuS-Transfer bezeichnet. Anknüpfend an die erste Förderphase werden zusätzlich zur inklusiven Bildung zwei weitere Zieldimensionen adressiert: digitale Bildung und sprachliche Bildung. Damit werden die drei zentralen Herausforderungen im Bildungsbereich bearbeitet, nämlich das Unterrichten in heterogenen Klassen, die kritisch-konstruktive Nutzung digitaler Ressourcen sowie die Vermittlung bildungssprachlicher Kompetenzen im Kontext der Mehrsprachigkeit. Die drei Zieldimensionen werden im Sinne einer Matrixstruktur in den vier definierten Handlungsfeldern realisiert und nachhaltig verankert:

  • Das Studium inklusiv wird zum Regelangebot, das mit einem Zertifikat abschließt. Die Kooperation mit der im Aufbau befindlichen Heliosschulen – Inklusive Universitätsschulen der Stadt Köln – wird ausgebaut.
  • Die innovativen Lehrformate der Competence Labs werden thematisch um ein Assistive-Technology Lab erweitert, das neue Unterstützungstechnologien in den inklusiven Unterricht einbringt; um sie in der Breite der Fakultäten zu verankern, erhalten alle Competence Labs künftig eine eigene Leitung. Dem Vorbild der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät folgend, werden diese Lehrformate wo immer möglich in den Curricula verankert.
  • Die Nachwuchsförderung wird strukturell an die bestehende Graduiertenschule für LehrerInnenbildung angegliedert, um so die Forschungsklassen im Masterstudium zu verstetigen.
  • Die Qualitätssicherung wird zu einem umfassenden Monitoringsystem für die Lehrer*innenbildung der Universität zu Köln (UzK) ausgebaut und strukturell im Interdisziplinären Zentrum für empirische Lehrer*innen- und Unterrichtsforschung (IZeF) verankert.

 

 

Struktur und Organisation (Arbeitsbereiche)

Competence Labs

Die Competence Labs wollen Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens in der universitären Ausbildung verbinden und stärken. Als Competence Labs werden teilweise fest installierte, teilweise mobil im Feld einsetzbare außerschulische Lernorte und -umgebungen verstanden. Hier können die Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln unterrichtspraktische Erfahrungen mit Schülerinnen und Schülern sammeln, und das

  • an der Schnittstelle von Theorie und Praxis
  • und in einem geschützten Raum.

Die Competence Labs bieten Studierenden die Gelegenheit, ihre Unterrichtsversuche vor- und nachzubereiten sowie das eigene Handeln zu analysieren und reflektieren.

Inhaltlich werden die Competence Labs in die Bereiche Language, Media, Science, Social und Assistive Technology Lab unterteilt. Bei allen Aktivitäten in den einzelnen Labs wird aber ein hochgradig integrativer Ansatz verfolgt, d.h. es soll in einem Science Lab neben der Ausbildung von fachdidaktischen Kompetenzen im entsprechenden Bereich auch um interdisziplinäre Fragestellungen gehen, wie etwa Sprachentwicklung und Begriffsbildung sowie Medienkompetenz.

Leitung des Handlungsfeldes:
Prof. Dr. André Bresges (Science Labs)

Prof. Dr. Andreas Rohde (Language Labs)

Dr.' Dorothea Wiktorin (Social Labs)

Prof. Dr. Dr. Kai Kaspar (Media Labs)

Prof.' Dr.' Inge Schwank (Assistive Technology Labs)

 

Studium inklusiv

Das Studium inklusiv entwickelt ein multidisziplinäres, für Lehramtsstudierende aller Schulformen inklusionsorientiertes Lehr- und Lernangebot. Dieses Studienelement bündelt vorhandene Studienanteile, strukturiert sie entsprechend der geltenden gesetzlichen Anforderungen und erweitert sie um aktuelle Aspekte. In einer mehrteiligen „Zukunftswerkstatt Inklusion“ werden die Kompetenzen der Vertreter*innen aus den vier lehrerbildenden Fakultäten und des Zentrums für LehrerInnenbildung zusammengeführt. Die Bedürfnisse der Studierenden werden durch Studierendenvertreter*innen mit eingebracht.
Das Lehramtsstudium wird um inklusionsorientierte Lehrveranstaltungen erweitert, welche u.a. im Format des integrierten Lernens (Blended Learning) angeboten werden. Dabei werden die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning miteinander kombiniert. Zusätzlich wird das Lehrangebot durch eigene innovative Seminare der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Studiums inklusiv ergänzt. Eine Ringvorlesung zur inklusiven Bildung behandelt jedes Semester entweder ein konkretes Thema oder berichtet aus den aktuellen Forschungen. Die Veranstaltung findet im Co-Teaching von Fachwissenschaftler, Fachdidaktikern, Bildungswissenschaftlern, Sonderpädagogik und Kolleg*innen aus der Praxis statt.
Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Netzwerk Inklusion wurde eine Fortbildung für Dozierende der UzK entwickelt. Diese findet im Format eines Tages-Workshops statt und hat das Ziel, dass sich Dozierende mit dem Thema Inklusion im Umfeld ihrer Lehre auseinandersetzen. An der Inklusiven Universitätsschule Köln wird eine Gruppe von Studierenden die inklusionsorientierten Studienanteile praxisnah erproben. Diese Gruppe wird in enger Zusammenarbeit mit der inklusiven Universitätsschule Köln gezielt auf deren Einsatz vorbereitet.

Leitung des Handlungsfeldes:
Prof.' Dr.' Conny Melzer

 

Nachwuchsförderung

Die Nachwuchsförderung ist in unterschiedlichen Bereichen der Lehrer*innenbildung aktiv. Dazu gehört eine zahlenmäßige und inhaltliche Bestandsaufnahme zum wissenschaftlichen Nachwuchs in den Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften und eine Auseinandersetzung mit der heterogenen Situation abgeordneter Lehrender an der Universität sowie die Entwicklung von Angeboten zur Förderung von der Masterphase bis hin zur Postgraduiertenphase, darunter:

  • Interdisziplinäre Forschungsklassen im Master of Education, die Interessierten Einblicke in die Wissenschaft(spraxis) ermöglichen.
  • Eine Vortragsreihe zu beruflichen Alternativen oder Karriereperspektiven inner- und außerhalb des Schulsystems für Lehramtsstudierende aller Semester.
  • Die Organisation von Netzwerkveranstaltungen und der Aufbau interdisziplinärer Kooperationen mit (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen an den drei großen lehrerbildenden Fakultäten der Universität zu Köln, z.B. Projektwerkstätten oder Lehrveranstaltungen im Team-Teaching-Format.

Bei der Umsetzung wird eng mit der am Zentrum für LehrerInnenbildung angesiedelten Graduiertenschule LehrerInnenbildung zusammengearbeitet.

Leitung des Handlungsfeldes:
Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek

 

Qualitätssicherung

Das Handlungsfeld Qualitätssicherung begleitet alle zentralen Maßnahmen der Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung, um deren Wirksamkeit einer systematischen, evidenzbasierten Evaluation zu unterziehen. So soll das Handlungsfeld Qualitätssicherung als Wegbereiter dienen für die Qualitätsentwicklung.

Die Qualitätssicherung umfasst vier Komponenten:

  • Auf der Makroebene wird im Sinne eines hochschulweiten Bildungsmonitorings eine formative und summative Evaluation der Lehramtsausbildung durchgeführt.
  • Auf der Mikroebene findet eine gezielte Begleitforschung ausgewählter und innovativer ZuS-Maßnahmen statt, die vor allem in den Handlungsfeldern Competence Labs und Studium inklusiv stattfinden.
  • Auf der Entwicklungsebene werden neue Testinstrumente entwickelt, mit denen spezifische Kompetenzen von Lehramtsstudierenden erfasst werden können. Aktuell wird ein Testinstrument zur Erfassung des professionellen Wissens zur Inklusion und zur Erfassung der Kompetenzen zum Forschenden Lernen bei Lehramtsstudierenden entwickelt, pilotiert und validiert.
  • Im Rahmen der Verwertung werden Ergebnisse der Analysen aus den erhobenen Daten verschiedenen Akteur*innen zurückgemeldet, um die nachhaltige Entwicklung der Lehrer*innenbildung zu unterstützen. Zudem werden wissenschaftliche Publikationen aus der Evaluationseinheit sowie Möglichkeiten für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Handlungsfeld Nachwuchsförderung generiert.

Die Qualitätssicherung ist strukturell eingebettet in das Interdisziplinäre Zentrum für empirische Lehrer*innen- und Unterrichtsforschung.

Leitung des Handlungsfeldes:
Prof. Dr. Johannes König

 

Schulnetzwerk:

Das ZuS Schulnetzwerk ist am Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln verortet und fördert die Zusammenarbeit aller beteiligten Partner*innen der Lehrer*innenbildung: Schulen, Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung, Hochschulen und weitere Bildungseinrichtungen wirken mit.

Das Schulnetzwerk bietet sowohl Lehrer*innen, Schulleitungen als auch Schüler*innen ebenso wie Lehramtsanwärter*innen, Referendar*innen und Seminarausbilder*innen aber auch Studierenden und Hochschullehrenden vielseitige Möglichkeiten sich weiterzubilden, auszutauschen und Perspektiven zu erweitern. 

Leitung des Schulnetzwerks:
Myrle Dziak-Mahler

 

 

Projektkoordination:

Die Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS) profiliert die Lehramtsausbildung an der Universität zu Köln im Bereich „Heterogenität und Inklusion gestalten“, indem sie die Lehramtsstudierenden auf die gestiegenen Anforderungen von Heterogenität und Diversität vorbereitet. Das neue Vorhaben „ZuS-Transfer“ fokussiert die drei Zieldimensionen inklusive Bildung, digitale Bildung und sprachliche Bildung

Miriam Wagner (Projektkoordinatorin)
Tel: + 49 221 470 76698
Email: miriam.wagner(at)uni-koeln.de

Dr.' Judith Hofmann (Koordinatorin sprachliche und digitale Bidung)
Tel: + 49 221 470 76685
Email: judith.hofmann(at)uni-koeln.de

Dr.' Ilham Huynh (Koordinatorin inklusive und digitale Bildung)
Tel: + 49 221 470 76702
Email: ilham.huynh(at)uni-koeln.de

Lisa Lemke (Koordinatorin Schulnetzwerk)
Tel: + 49 221 470 1884
Email: lemke.lisa(at)uni-koeln.de

Assistenz
Tel: + 49 221 470 76710
Email: zus-koordination(at)uni-koeln.de

 

Publikationen

Hier geht es zur Publikationsliste auf der ZuS Homepage.

 

 

 

Lehramtstypen, die das Vorhaben betrifft

  • Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
  • Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I
  • Lehrämter der Sekundarstufe II [allgemeinbildende Fächer] oder für das Gymnasium
  • Sonderpädagogische Lehrämter

Promotionsvorhaben

The Flight Physics Concept Inventory - FliP-CoIn

Florian Genz - Science Labs

 

Entwicklung und Evaluation eines Seminarkonzeptes zur inklusionsorientierten Praxisvorbereitung im Kontext schulischer Inklusion – Herausfordernde Situationen im inklusiven Unterricht

Vanessa Heuser - Studium Inklusiv

 

Wirksamkeit von Unterrichtsvideos zur Förderung der situationsspezifischen Fähigkeiten von Klassenführung in der universitären Lehrer*innenbildung

Charlotte Kramer - Media Labs

 

Evaluation digitaler Lehr- und Lernszenarien (Arbeitstitel)

Marco Rüth - Media Labs

 

 

 

Partner innerhalb der Hochschule

ZfL - Zentrum für LehrerInnenbildung

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln

Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache

GeStiK - Gender Studies in Köln

Heliosschule (Inklusive Universitätsschulen Köln)

Zentrum für Hochschuldidaktik (ZHD)

 

 

 

Projekt- und teilprojektbezogene Kooperationen zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften

k:ON – Kölner Online Journal für Lehrer*innenbildung

Die Entwicklung eines digitalen Open Access Journals wurde in 2019 erfolgreich initiiert. Die Zeitschrift erscheint halbjährig und widmet sich allen Aspekten der Lehrer*innenbildung. Dabei adressiert sie verschiedenste Akteur*innen aus dem Bereich der Lehrer*innenbildung wie Expert*innen aus den (Fach-)Didaktiken und den Bildungswissenschaften, Lehrende aus der Hochschule und Schule, Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierende. Die ZuS-Zieldimensionen stehen im Sinne zentraler Herausforderungen in der Lehrer*innenbildung auch im Fokus der Zeitschrift: inklusive, digitale und sprachliche Bildung. Die Zeitschrift sieht sich als Plattform und Forum für Themen wie Unterrichten in heterogenen Klassen, die kritisch-konstruktive Nutzung digitaler Ressourcen oder die Vermittlung bildungssprachlicher Kompetenzen im Kontext der Mehrsprachigkeit. Die inhaltliche Aufteilung der Zeitschrift orientiert sich an den oben genannten Aspekten und ist in vier Teile gegliedert: k:ONzepte, ein theoretisch-empirischer Teil; k:ONkretes, ein unterrichtspraktischer Teil; k:ONtraste, ein Teil, in dem Debattenbeiträge platziert werden können; sowie k:ONturen, ein thematisch offener Bereich für Arbeiten des studentischen wissenschaftlichem Nachwuchses. Durch die Zeitschrift entstand eine Kooperation mit der Universitäts- und Stadtbibliothek, die die Software OJS (Open Journal Systems) bereitstellt, die von Herausgeber*innen, Gutachter*innen und Autor*innen für den Publikationsworkflow inkl. Publikationsplattform verwendet wird. 

Die erste Ausgabe zum Thema „Wege zur digitalen Kompetenz im Spannungsfeld von Politik und Realität“ ist im Mai 2020 erschienen.

 

Tagung und Sammelband "Bildung, Schule und Digitalisierung"

Der Diskurs um Digitalisierung in der Lehrer*innenbildung umfasst viele Facetten, angefangen von Vorstellungen zur Digitalisierung und diversen Programmatiken über unterschiedliche Medienkonzepte und Einsatzszenarien bis hin zu empirisch fundierten Erkenntnissen zur Wirksamkeit innovativer Lehr-Lernformate. Die Blicke aus der Lehrer*innenbildung auf Digitalisierung stellen sich dabei äußerst vielfältig dar und bringen unterschiedliche Standpunkte zwischen Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften zum Ausdruck. Darüber hinaus wird offenbar, dass viele zugehörige (Forschungs-)Fragen nur gemeinsam und interdisziplinär zu beantworten sind. Hier setzt das Tagungskonzept mit seinem Schwerpunkt auf „Bildung, Schule und Digitalisierung“ ausgehend von der Kölner Lehrer*innenbildung an. 
Die begleitende Buchpublikation zur Tagung mit 74 Vollbeiträgen aus vier verschiedenen Kategorien wird im Oktober 2020 veröffentlicht (als Open Access-Buchpublikation über den Waxmann-Verlag).
Es handelt sich dabei um ausführliche Vollbeiträge, die jeweils einen mehrphasigen Peer-Review-Prozess durchlaufen haben, und die die eingeladenen Redebeiträge der Tagung abbilden. Mit diesem Sammelband soll ein entscheidender und nachhaltiger Impuls im Schnittfeld von Lehrer*innenbildung, Schule und Digitalisierung gesetzt werden. 

 

Das Netzwerk Inklusion der Universität zu Köln

Inklusion stellt einen umfassenden Wandlungsprozess für das deutsche Schul- und Bildungssystem dar, dessen konkrete Umsetzung und Gestaltung die Zusammenarbeit aller daran Beteiligten in Schule, Universität und Bildungsadministration erfordert.
Um sich dieser Herausforderung zu widmen, wurde das Netzwerk Inklusion an der Universität zu Köln gegründet, das regelmäßige Treffen von Vertreter*innen großer Inklusions-Projekte und -Initiativen an der Universität zu Köln initiiert. Das Handlungsfeld Studium inklusiv gehört zu seinen Gründungsmitgliedern und übernahm die Organisation der Treffen und der weiteren Tätigkeiten des Netzwerks Inklusion ab dem Sommersemester 2019.
Ziel des Netzwerks Inklusion ist es, sich über Schwerpunkte und Schnittstellen der vielfältigen Aktivitäten auszutauschen und Inklusive Bildung an der Universität zu Köln gemeinsam zu gestalten.
Die Vertreter*innen der Universität zu Köln sind in einem offenen Netzwerk für Inklusion organisiert, dass es jeder*m ermöglicht, teilzunehmen und teilzuhaben. Dank der kollaborativen Arbeitsweise sorgt das Netzwerk für:

  • Transparenz durch Austausch
  • Partizipation durch thematische Diskurse
  • Feedback durch Critical Friends
  • Umsetzung durch gemeinsames Handeln

 

Zukunftswerkstatt Inklusion als Forum für Lehrende aus Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft

Seit dem Sommersemester 2016 bietet das Handlungsfeld Studium inklusiv ein Forum für Lehrende aus allen lehrer*innenbildenden Fachbereichen der Universität zu Köln an. Des weiteren sind auch Kolleg*innen aus dem ZfL sowie Studierendenvertreter anwesend. Neben einem kollegialen Austausch steht in dieser Zukunftswerkstatt vor allem die Entwicklung inklusionsorientierter Lehre im Mittelpunkt. Seit SoSe 2018 liegt der Fokus der Zukunftswerkstatt Inklusion auf der Konzeption einer qualitativen Evaluation zur LZV-Umsetzung. Besonders gewinnbringend sind dabei der Austausch und die Vernetzung der einzelnen Professionen miteinander.

 

Lehrer*innen-Bildungsmonitoring

Das Bildungsmonitoring des Handlungsfeldes Qualitätssicherung soll Einblick geben in Prozesse des Kompetenzerwerbs und dazu beitragen, relevante Merkmale der Lehrer*innenbildung zu erkennen.

Drei wesentliche Maßnahmen werden in der Qualitätssicherung ergriffen:

  • Erfassung der Kompetenzentwicklung von Lehramtsstudierenden sowie Referendar*innen und Lehramtsanwärter*innen,
  • Erfassung von Lerngelegenheiten als Bedingungen der Kompetenzentwicklung und
  • Prüfung des Einflusses der Lerngelegenheiten auf die Kompetenzentwicklung.

Durch die Teilnahme von Studierenden werden entscheidende Informationen über die Lehramtsausbildung an der Universität zu Köln wie auch weiterführend im Vorbereitungsdienst generiert, auf deren Grundlage diese fortwährend weiter verbessert wird. Das Monitoring der Lehrer*innenbildung wird als formative und summative Evaluation auf der Makroebene des Handlungsfeldes Qualitätssicherung durchgeführt.
Thematisch werden die Bezugsdisziplinen Bildungswissenschaft und Fachdidaktik in den Erhebungen berücksichtigt und es wird die Fächervielfalt (Deutsch, Englisch, Mathematik u.a.), welche an der Universität zu Köln angeboten wird, fokussiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf affektiv-motivationalen Merkmalen professioneller Lehrkompetenz (z.B. Selbstkonzepte, Überzeugungen und Einstellungen). Ferner werden die Lerngelegenheiten der Lehramtsausbildung (u.a. Studieninhalte, Schulpraxis, ZuS-Maßnahmen) differenziert erfragt und modelliert.

Partner außerhalb der Hochschule

sk Stiftung jugend und medien
Die Social Labs sind im Bereich der Berufsfeldpraktika sehr aktiv und bietet hier innovative Möglichkeiten. So gab es beispielsweise das Angebot KölnBlicke „VeloCity Köln“, bei dem die Studierenden in Kooperation mit der sk Stiftung jugend und medien ein Unterrichtsprojekt für Schüler*innen entwickelten. In diesem Projekt wurde das Fahrrad als alternativem Verkehrsmittel, der Verkehrssituation in der eigenen Stadt sowie den Möglichkeiten zur Um- und Bessergestaltung thematisiert. Methodisch ging es um den Entwurf von digitalen Plakaten, in denen Forderungen an die Stadtverwaltung formuliert wurden, die Fahrradwegesituation in Köln zu verbessern. 

 

Landschaftsverband Rheinland
Das Projekt „Heimat Universität“ stellte die Frage: Die Universität zu Köln als Heimat? Wie und ob eine solche Bindung entstehen kann, untersuchte eine Gruppe Lehramtsstudierender am Geographischen Institut im Sommersemester 2019. In der fachmethodischen Veranstaltung erforschen die Studierenden verschiedene Einflussfaktoren auf die Aneignung von Räumen bzw. Institutionen. Sie stellen sich Fragen wie: Welche universitären Räume lassen ein Heimatgefühl entstehen? Welche Aktions- und Kommunikationsstrukturen bilden sich dort heraus? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen universitärem Alltag und Kölner Stadtleben? Begleitet durch den Landschaftsverband Rheinland, Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte und in Kooperation mit den Social Labs, wurden die Ergebnisse im November 2019 in einer „fliegenden Ausstellung“ im öffentlichen Raum präsentiert. Es gab eine Plakat-Ausstellung auf der Großfläche (Ströer Plakatwände am Südbahnhof, Vorder- und Rückseite einer Stellwand am Gleis 3 sowie eine Wand an der Station „Dasselstraße“) sowie weiteren dezentralen Orten vom 12. November - 02. Dezember 2019.

 

Minin Universität (Nishny Novgorod, Russland)
In Kooperation mit Dozierenden wurde das entwickelte E-Learning-Modul „Inklusion – Eine Einführung“ in Rahmen fachdidaktischer Lehrveranstaltungen (Didaktik der Mathematik sowie Englischdidaktik) im Blended-Learning-Format eingesetzt. Als E-Learning-Modul wird es zudem in der Ausbildung von Deutschlehrer*innen als Fremdsprachenlehrkräfte an der Minin Universität eingesetzt. Dieses E-Learning-Modul steht allen Studierenden und Lehrenden der UzK unter ILIAS zur Verfügung. Ein weiteres E-Learning-Modul zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ kann für Lehrveranstaltungen (und aus Interesse) dauerhaft von ILIAS abgerufen werden. Mit dem ZfL und dem Competence Center E-Learning (CCE) wurde an der curricularen Einbindung des E-Learning Moduls in das Lehramt gearbeitet. Mittlerweile ist diese Vernetzung erfolgreich gewesen, sodass das Modul zur Unterstützung in der Auflagenerbringung inklusionsorientierter Leistungspunkte bei einem Studienortwechsel angerechnet werden kann.

 

Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Ruhr-Universität Bochum, Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit​
Durch den Schulpreis „Toleranz macht Schule“, der vom ZfL in Kooperation mit der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und im Rahmen der Verleihung der Toleranzringe vergeben wurde, wurden am 15. November 2019 besonders engagierte Schulen der Ausbildungsregion Köln sichtbar gemacht. Im Rahmen des Jubiläums der UzK fand ergänzend zum Schulpreis erstmalig organisiert vom Schulnetzwerk das Forum „Toleranz macht Schule“ statt. Die Fortbildungsveranstaltung, an der 100 Akteur*innen aus Schule, Hochschule und weiteren Institutionen teilnahmen, wurde außerdem in Kooperation mit „School is open 4.0“ durchgeführt.

 

IMTE: Kooperation mit 10 europäischen Hochschulen in 7 Ländern
Vom 09.-11. Oktober 2019 wurde vom Handlungsfeld Nachwuchsförderung das zweite „International Meeting on Teacher Education (IMTE)“ durchgeführt. Insgesamt 25 Teilnehmer*innen von zehn europäischen Hochschulen aus sieben Ländern nahmen an IMTE 2019 teil. Das Kernthema stellten die Chancen und Herausforderungen der Digita-lisierung für die europäischen Lehrer*innenbildung dar. Für 2020 ist ein drittes Meeting in Luxemburg geplant.

 

 

 

Projekt- und teilprojektbezogene Kooperationen mit Akteuren der zweiten und/oder dritten Phase der Lehrerbildung

Aktuelle Zusatz-Befragung von Lehrkräften im Raum Köln und Absolvent*innen der UzK: 

Durch die Covid-19-Pandemie kam es in Deutschland in einer ersten Phase zu Schulschließungen und in einer zweiten Phase zu einem „rollierenden System“ mit Präsenzunterricht und Lernen auf Distanz bzw. Homeschooling. Dies ist eine einschneidende Veränderung im Alltag der Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern. Um mit dieser schwierigen Lage umzugehen, kann der Einsatz digitaler Instrumente hilfreich sein. So existieren digitale Werkzeuge für verschiedene unterrichtliche Anforderungen, die nun für ein Lernen auf Distanz erstmals oder verstärkt eingesetzt werden: für die Vorbereitung des Unterrichts, das Unterrichten selbst, die Präsentation und Erklärung von Unterrichtsinhalten, das Einüben, für Rückmeldungen und Leistungsüberprüfungen. Da solche Tools bisher in Deutschland eher wenig genutzt wurden, ist die Frage, ob die derzeitige Situation für Lehrpersonen ein Anlass ist, digitale Werkzeuge neu zu erproben und damit ihre digitalen Kompetenzen zu aktivieren. Weiterführend stellt sich die Frage, ob damit auch eine Erweiterung ihrer digitalen Kompetenzen verbunden ist.


Diesen Forschungsfragen wird in einer aktuellen Befragung zu digitalen Kompetenzen von Junglehrkräften, d.h. Lehrkräfte mit Berufseinstieg in den letzten ein bis zwei Jahren, seitens der Qualitätssicherung nachgegangen. Es wird der Zusammenhang zwischen digitalen Kompetenzen und den bisher genutzten Lerngelegenheiten der Lehrpersonen während der Ausbildung sowie das bisherige Weiterbildungsverhalten der Lehrkräfte vor und während der Pandemie untersucht. Rund 170 Personen werden derzeit befragt, darunter befinden sich viele Absolvent*innen der Universität zu Köln.