Projektauswahl

Das Auswahlgremium der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" hat am 22. und 23. Februar 2018 die Vorhabenbeschreibungen für die 1. Bewilligungsrunde der 2. Förderphase bewertet und Förderempfehlungen ausgesprochen. Über die Anschlussförderungen der Projekte der 2. Bewilligungsrunde wird im Oktober 2018 entschieden.

Auswahlgremium

Die Auswahl der Projekte erfolgte nach fachlicher Qualität.

thinkstock

Die im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ geförderten Projekte können ihre Arbeiten in einer zweiten Förderphase fortsetzen. Voraussetzung hierfür ist ein erfolgreiches Abschneiden in der Zwischenbegutachtung. Das Auswahlgremium der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ hat am 22. und 23. Februar 2018 die Vorhabenbeschreibungen für die 2. Förderphase (1. Bewilligungsrunde) nach Vorlage der Gutachten bewertet und Förderempfehlungen ausgesprochen. Die zur Förderung empfohlenen Projekte werden im nächsten Verfahrensschritt dazu aufgefordert, Vollanträge zu stellen, mit denen Fördermittel bis zur Höhe der vom Auswahlgremium festgelegten Obergrenzen beantragt werden können. Nach Prüfung erfolgt dann die Bewilligung der Mittel durch das BMBF. Die 2. Förderphase beginnt am 01.01.2019 und endet am 31.12.2023. Die zur Förderung empfohlenen Projekte sind hier aufgelistet.

Ich bin beeindruckt davon, wie viel Bewegung wir in der Lehrerbildung an sehr vielen Standorten nun sehen. Dies schlägt sich auch institutionell nieder, etwa durch die Zentren für Lehrerbildung, durch curriculare Entwicklungen und durch die Sichtbarkeit der Lehrerbildung an den Hochschulen. Die Qualitätsoffensive hat der Lehrerbildung einen kräftigen Rückenwind verliehen.

Prof. Dr. Manfred Prenzel, Vorsitzender des Auswahlgremiums, zu den Vorhabenbeschreibungen der 2. Förderphase

Über die Anschlussförderungen der Projekte aus der 2. Bewilligungsrunde, deren Förderlaufzeit zum 30. Juni 2019 endet, wird im Oktober 2018 entschieden.

Rückblick auf die erste Förderphase

An der 1. Förderphase der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" hatten sich insgesamt 85 Hochschulen beteiligt. In der ersten Auswahlrunde, die im Februar 2015 stattfand, wurden 19 der eingereichten Projektskizzen als förderungswürdig eingestuft. Viele Hochschulen, die nicht zum Zuge gekommen waren, haben ihre Projektskizzen für die zweite Auswahlrunde überarbeitet und eine deutliche Qualitätsverbesserung erreicht. In der zweiten Auswahlrunde im September 2015 wurden weitere 30 Projekte zur Förderung ausgewählt. Mit den 49 ausgewählten Einzel- und Verbundvorhaben kamen 59 Hochschulen in das Programm.

Über die Auswahl entschied für die beiden Bewilligungsrunden ein 18-köpfiges Auswahlgremium: Zwölf Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Studierendenschaft und der schulpraktischen Professionalisierung sowie zwei Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und vier der Länder, von denen zwei der Hochschulseite und zwei der Schulseite angehören. Den Vorsitz des Auswahlgremiums haben Prof. Dr. Manfred Prenzel, Technische Universität München und ehemaliger Vorsitzender des Wissenschaftsrates sowie Prof. Dr. Cornelia Gräsel, Bergische Universität Wuppertal.

Die Förderkonzepte wurden in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren nach fachlichen Gesichtspunkten von den Expertinnen und Experten des Auswahlgremiums auf ihre Förderfähigkeit hin bewertet. In die Beratungen gingen externe Gutachten von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein.

Die Anforderungen und Auswahlkriterien sind in der Bund-Länder-Vereinbarung über die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" festgelegt. Voraussetzung für eine Förderung war eine Bestandsaufnahme der Hochschule über ihre Stärken und Schwächen in der Lehrerausbildung. Daraus waren Ziele und Maßnahmen für die künftige Weiterentwicklung abzuleiten.

Aspekte der Projektauswahl

Die Expertinnen und Experten des Auswahlgremiums messen bei der Auswahl folgenden Aspekten große Bedeutung zu:


Qualitativer Mehrwert
z. B.

  • Inwieweit werden die Ziele des Vorhabens stringent auf der Basis der Stärken-Schwächen-Analyse formuliert?
  • Inwieweit werden in dem Vorhaben Maßnahmen bzw. Teilprojekte geplant, die schlüssig, miteinander verzahnt und in die Lehrerbildung als Ganzes eingebettet sind?
  • Inwieweit wird wissenschaftlich begründet, dass die Maßnahmen zu einer Qualitätsverbesserung der Lehrerbildung beitragen (Evidenzorientierung)?
  • Ist die Arbeitsplanung mit Blick auf die Förderlaufzeit und möglicher Risiken konkret und realistisch?
  • Ist die Finanzplanung nachvollziehbar und maßvoll?
  • Sind die Maßnahmen bzw. Teilprojekte im Kontext der Lehrerbildung als Ganzem konkret genug beschrieben, um ihre Wirksamkeit in der Begutachtung einschätzen zu können?


Einbettung des Vorhabens in das Profil der Hochschule
z. B.

  • Inwieweit beteiligt sich die Hochschulleitung aktiv an der Entwicklung des Vorhabens und der Verstetigung daraus erwachsener Strukturen?
  • Inwieweit ist das Vorhaben geeignet, um die Lehrerbildung an der Hochschule zu profilieren und sie als Ganzes strukturell zu stärken?


Strategien der Hochschule zur Prozessbegleitung, Qualitätssicherung und Zielerreichung
z. B.

  • Ist eine Organisationsentwicklungskompetenz im Sinne des Programms vorhanden?
  • Ist eine übergreifende, prozessbegleitende Qualitätssicherung vorgesehen?
  • Ist der funktionale Zuschnitt der geplanten Stellen realistisch (insbesondere mit Blick auf den Einsatz von Promovierenden und Juniorprofessuren in Bereichen wie der Organisationsentwicklung)?
  • Gibt es ausreichende Expertise, um die Maßnahmen zu tragen?
  • Wie stark ist die fächerübergreifende Mitwirkung ausgeprägt? Sind die Fachwissenschaften integriert?
  • Ist der Mehrwert für die Studierenden signifikant?
  • Ist die Kooperation mit Partnern der 2. bzw. 3. Phase der Lehrerbildung institutionalisiert bzw. realisierbar? Liegen z. B. entsprechende Kooperationsvereinbarungen vor?


Nachhaltigkeit der Maßnahmen
z. B.

Kann die Hochschule die erreichten Strukturen/Ergebnisse/Fortschritte nach einer Förderung beibehalten?