Projekt DiOLL der Universität Oldenburg gestaltet Online-Tagung zum digitalen Lernen mit

Vom 5. bis 7. Oktober 2020 fand an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg die 34. Pädagogische Woche statt, eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer, auf der dieses Jahr rund 50 Veranstaltungen zum Thema digitales Unterrichten angeboten wur­den. Das Programm wurde dabei durch das in der dritten Runde der "Qualitätsoffensive Lehr­erbildung" geförderte Projekt "Digitalisierung in der Oldenburger Lehrerinnen- und Lehr­erbildung" (DiOLL) mitgestaltet.

eine Frau blickt auf den Bildschrim eines Laptops

Die 34. Ausgabe der Pädagogischen Woche in Oldenburg fand dieses Jahr unter dem Titel "Gemeinsam Chancen nutzen und Hürden überwinden" als Online-Konferenz statt.

© Carl von Ossietzky Universität Oldenburg/Stabstelle Presse und Kommunikation

Von Christian Plunze

Im Rahmen der Pädagogischen Woche treffen sich alle zwei Jahre schulische Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bildungsinteressierte und Mitglieder aus den Universitäten und Hochschulen in Oldenburg zu einem intensiven Austausch über Möglich­keiten den schulischen Unterricht und die Verknüpfung universitärer Angebote mit der schu­lischen Praxis zu verbessern. Die 34. Ausgabe der Pädagogischen Woche fand dieses Jahr unter dem Titel "Gemeinsam Chancen nutzen und Hürden überwinden" als Online-Konferenz statt. An der Konferenz, die vom Zentrum für Lehr­kräftebildung – Didaktisches Zentrum (DiZ) der Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Oldenburger Fortbildungs­zentrums (OFZ) ausgerichtet wurde, nahmen über 600 Personen teil.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung gehörten dabei zu den ersten, die von den Arbeiten des Projekts "Digitalisierung in der Oldenburger Lehrerinnen- und Lehrerbildung" (DiOLL) profitieren konnten. Das im März 2020 gestartete Projekt verfolgt das Ziel, die digitalisierungsbezogenen Kompetenzen von Lehramtsstudierenden und schuli­schen Lehrkräften sowie den Einsatz digitaler Medien und Technologie im schulischen Unterricht zu stärken. Auf der pädagogischen Woche konnten Beteiligte des Projekts DiOLL drei erste im Projekt entwickel­te digitale Selbstlernbausteine vorstellen, die dazu beitragen sollen, dieses Ziel zu erreichen.

Screenshot aus der Pädagogischen Woche in Oldenburg

Auf der pädagogischen Woche stellte das Projekt DiOLL drei im Projekt entwickel­te digitale Selbstlernbausteine vor.

© Karen Vogelpohl

Neben einem Baustein, der didaktische Kon­zepte zur Anwendung digitaler Werkzeuge im Präsenzunterricht, in Blended-Learning-Formaten und im reinen Online-Unterricht aufzeigt, sind zwei Selbstlernbausteine entwickelt worden, die Konzeptionen und Vorschläge zur alltags­tauglichen Vermittlung der Grundlagen digitaler Kommunikation sowie zur Einbettung verschie­dener Kompetenzbereiche der digitalen Bildung in den schulischen Unterricht enthalten. Alle Selbstlernbausteine wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Pädagogischen Wo­che in einem Lern­managementsystem zur Verfügung gestellt und konnten dort während und nach der Tagung eigenständig ausprobiert und bearbeitet werden.

"Die Bausteine, die wir hier als Prototypen zeigen konnten, werden natürlich als OER produziert und sollen anschließend auf verschiedenen Plattformen allen Interessierten zur Verfügung stehen. Die Reaktionen auf der Konferenz und auf Twitter haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.", so Prof. Dr. Ira Diethelm, die wissenschaftliche Leiterin des Projekts DiOLL.

Neben der Präsentation und Bereitstellung der Selbstlernbausteine beteiligte sich das Projekt an der Tagung zudem durch Show-und-Tell-Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten digitaler Unterrichtsgestaltung sowie durch einen Vortrag von Frau Prof. Dr. Ira Diethelm. In ihrem Vortrag erläuterte sie ein Strukturierungsmodell, das schulischen Lehrkräften als Ori­entierungshilfe bei der Analyse und Weiterentwicklung der Curricula im Bereich digitale Bil­dung dienen soll.