Netzwerktagung (10/2017)

Profilierung  – Vernetzung – Verbindung: Kooperationen in der Lehrerausbildung

11./12.10.2017 in Bonn

Profilierung: Die Projekte der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ arbeiten daran, die Lehrerausbildung zu profilieren und zu einem erkennbaren Merkmal ihrer Hochschulen zu entwickeln. Mit Beteiligung der Hochschulleitungen wurden inneruniversitäre Kooperationen und Veränderungen angestoßen. Doch wie kann es der Vielzahl von Akteuren unterschiedlicher Professionsorientierung und Interessenlagen gelingen, dauerhaft zusammenzuarbeiten? Die Netzwerktagung hat gezeigt, was die Projekte zur Optimierung und Profilierung der Lehrerbildung bislang erreichen konnten.

Vernetzung: Neben gelungenen Profilierungsstrategien wurden Kooperationen der Universitäten mit anderen Bereichen der Lehrerausbildung betrachtet. Zum einen geht es um die Kooperation von Hochschulen mit Praxisbereichen und Partnerschulen in der 1. Phase der Lehrerausbildung, d.h. während des BA- und MA-Studiums. Zum anderen geht es um die Kooperation von Hochschulen mit der 2. Phase der Lehrerausbildung, d.h. dem Vorbereitungsdienst, der von den Studienseminaren durchgeführt wird
Es wurden die im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ entstandenen neuen und intensiven Strukturen der Zusammenarbeit zur Begleitung von Praxisphasen in der 1. Phase in den Blick genommen und welche Ansätze es gibt, um in der 1. Phase auf die 2. Phase der Lehrerausbildung und den Berufseinstieg vorzubereiten und wie sich 1. und 2. Phase miteinander verzahnen.
Diese optimierten Kooperationsstrukturen orientieren sich und basieren auf einem gemeinsam entwickelten Verständnis von „Lehrerprofessionalität“ und „Unterrichtsqualität“. Instrumente wie die Videografie, Portfolios oder elektronische Bildungsmedien können diese Kooperationen und das Zusammenarbeiten unterstützen.

Verbindung: Der Begriff „Verbindung“ aus dem Titel ist eine Steigerungsform, eine festere und verlässlichere Form von „Vernetzung“. Mit dieser Prämisse wurden erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit zielende hochschulinterne Kooperationsmodelle, aber auch Modelle gelingender intensiver Zusammenarbeit von Hochschulen mit Schulen und Vorbereitungsdienst vorgestellt. Betrachtet wurden aber auch Kooperationen von Hochschulen untereinander im Feld der Lehrerbildung. Des Weiteren wurden im Kooperationsprozess gemeinsam entwickelte Produkte präsentiert.

Die Themenschwerpunkte wurden mit den Projekten festgelegt. Vertreten waren u.a. Themen wie Beratung, Inklusion oder der Einsatz digitaler Medien. In Kooperationen mit der Schulseite geht es stets um die Frage, wie das Lehramtsstudium frühzeitig und passend auf den Schulalltag vorbereiten kann, bei den inneruniversitären Kooperationen geht es um die Profilierung der Lehrerausbildung zu einer Marke.

Die Lehrerausbildung wird von den Ländern gestaltet, sie legen die Zugangsbedingungen zum Vorbereitungsdienst fest und setzen den Rahmen für den Schulalltag. Die Netzwerktagung ist hierauf eingegangen und hat Rahmenbedingungen sowie Unterstützungsangebote aus den Ländern vorgestellt. Für die Nachhaltigkeit der Projektarbeit wird es entscheidend sein, sich optimal auf diese Bedingungen in den Ländern einzustellen. Die Netzwerktagung bot auch einen Rahmen, sich bundesweit über einzelne Ansätze der Länder auszutauschen.

Kreis der Teilnehmenden

Die Netzwerktagung richtete sich in erster Linie an Akteure aus den Projekten und ihren Netzwerken mit Partnern in der 1. Phase (Praxisfelder, Partnerschulen) und Institutionen aus der 2. Phase der Lehrerbildung. Sie ist als programminterne Veranstaltung gedacht, bei der neben den Hochschulleitungen, Projektverantwortlichen und Projektkoordinatoren auch ausdrücklich Doktoranden und Mitarbeitende mit Themenbezügen aus den Teilprojekten zur aktiven Teilnahme adressiert wurden (z.B. auch in Form von Posterbeiträgen). Die Projekt- und Hochschulleitungen sind angesprochen, wenn es um strategische Aspekte geht, wie z.B. Kooperationen innerhalb der Länder.

Rund 300 Teilnehmende kamen in das Bonner Maritm Hotel, um sich zu Kooperationen im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" auszutauschen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der geförderten Projekte mit schulischem Partner bzw. einem Projektpartner aus der 2. Phase und Vertretungen aus den Zentren für Lehrerbildung waren Mitglieder des Auswahlgremiums, Vertreter von Landesministerien, Einrichtungen der Länder, Akteure aus dem Programmumfeld und das Evaluationsteam vertreten.

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie in Kürze hier.