Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg startete internationalen Austausch im Rahmen des Projektes DikoLa

Das Team des Projekts "Digital kompetent im Lehramt (DikoLa)" der Martin-Luther-Universität wird sich während der Projektlaufzeit stärker international vernetzen. Dafür konnten ein Erasmus+ Konsortialprojekt im Rahmen der Leitaktion 2, Schulpartnerschaften eingeworben werden. Vom 11. bis 14. Januar 2021 fand an der Universität Halle das digitale Kick-off-Meeting statt, mit welchem das Projekt "Digital Competences in Teacher Education (DiCoTe)" startete.

Screenshot aus der virtuellen Veranstaltung

Konferenzteilnehmende des Kick-off-Meetings in Halle folgen dem Vortrag über ein Seminar der Deutschdidaktik zum Game Based Learning Design

© Projekt DikoLa

Von Katharina Heider

Im Rahmen der Ausschreibung der Leitaktion 2 des EU-Programms Erasmus+ hat sich das DikoLa-Projektteam im April 2020 mit dem Vorhaben „Digital Competences in Teacher Education“ (DiCoTe ) erfolgreich beworben. Intention dieser internationalen Vernetzung war, von den Erfahrungen im Bereich Digitalisierung in der Lehrerkräftebildung der Partneruniversitäten in Tartu, Estland, und Graz, Österreich, zu profitieren, da in beiden Ländern das Thema Digitalisierung in den Bereichen Schule und Hochschule schon wesentlich weiter vorangetrieben wurde als in Deutschland.

DiCoTe fokussiert auf den Transfer von Good-Practice-Beispielen vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen aller Partneruniversitäten in Bezug auf die Digitalisierung in der Lehrerkräftebildung. Dabei soll der Austausch nicht nur zu einer Vernetzung der beteiligten Institutionen führen, sondern zielt auch auf die Verbesserung der Organisation, Struktur und Methoden sowie Inhalte der ersten Phase der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Weiterhin adressiert er mittelbar aber auch Schülerinnen und Schüler sowie aktive Lehrkräfte in Schulen, da die Projektaktivitäten an den schulischen Bildungsprozessen unter den veränderten Bedingungen der digitalen Welt orientiert sind.

Die drei universitären Teams konzentrieren darauf, die verschiedenen Herangehensweisen und Schwerpunktsetzungen der beteiligten Institutionen zu vergleichen, um Erkenntnisse hinsichtlich eines fächer- und schulformübergreifenden Lehrplans zur digitalen Bildung für Lehramtsstudierende zu gewinnen. Die Einbindung digitaler Medien und innovativer Lehr-Lernszenarien sowie übertragbare Formate, Methoden und Materialien zur Fortbildung stehen im Zentrum der Betrachtungen.

Im Ergebnis werden die Universitäten die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um neue Formate zu entwickeln, zu implementieren und bestehende Formate anzupassen. Somit können die Resultate des Projektes nachhaltig auch im Sinne der Organisationsentwicklung verstetigt werden. Geplant ist außerdem, sie als OER-Materialien unter einer Creative-Commons-Lizenz zu generieren, um anderen europäischen Institutionen beispielhafte Vorlagen zur Verfügung zu stellen.

Die online Tagung in Halle stellte digitale Lehrerkräftebildung verschiedener Bereiche der Universität vor. So wurde nach einem Input zum Aufbau und den Inhalten des Lehramtsstudiums in einer virtuellen Tour live ein Active Learning Environment präsentiert. Mit Vorträgen aus den Bereichen der natur- und geisteswissenschaftlichen Fachdidaktiken wie z.B. zum Game Based-Learning-Design-Seminar in der Deutschdidaktik und der Kooperation der Biologiedidaktik mit dem Mitteldeutschen Rundfunk gab die Tagung Einblicke in konkrete Bereiche und stellte die Verknüpfung zur Schulpraxis her. Da ein Schulbesuch nicht wie geplant stattfinden konnte, wurde bei einem virtuellen Gang durch ein Gymnasium der Einsatz digitaler Medien im Unterricht diskutiert..

Resümierend kann der Kongress für alle Teilnehmende als Erfolg verbucht werden, der die Vorfreude auf die dann hoffentlich in Präsenz stattfindenden Gegenbesuche in Tartu und Graz steigen lässt.

Dr. Katharina Heider ist Projektkoordinatorin des Projekts DikoLa.