LÄB – die neue Lernwerkstatt für Ästhetische Bildung im saarländischen Verbundprojekt SaLUt II

Im saarländischen QLB-Verbundprojekt SaLUt (I und II) besteht seit 2016 eine Kooperation zwischen der Hochschule der Bildenden Künste, der Hochschule für Musik und der Universität des Saarlandes. Besonders eng ist die Zusammenarbeit im Rahmen des Verbunds der Lernwerkstätten.

zwei Paar Füße voller Farbe stehen auf einer Folie

Die Lernwerkstatt für Ästhetische Bildung regt vielfältige ästhetische Lernprozesse an.

© Laura Delitala-Möller

Von Laura Delitala-Möller

In der ersten Förderphase des Projekts "SaLUt II – Optimierung der saarländischen Lehrer/-innenausbildung: Förderung des Umgangs mit Heterogenität und Individualisierung im Unterricht" sind im "Teilcluster Ästhetische Bildung", das die Profil-Studienfächer Bildende Kunst, Musik und Sport und somit die drei Verbundpartner verbindet, verschiedene Lernwerkstatt-Formate entstanden, in denen neue Konzepte für einen inklusiven Umgang mit heterogenen Lerngruppen entwickelt, erprobt und evaluiert wurden. Es handelt sich um mobile Lernwerkstätten, die in Turnhallen, Schulklassen, Theatersälen, Seminarräumen, Musikschulen und vieles mehr für die jeweilige Projekt- oder Seminardauer temporär bestehen. Die Mehrzahl dieser Lehrveranstaltungen, an denen nicht nur Studierende sondern auch Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte beteiligt sind, sind mittlerweile curricular verankert.

Im Wintersemester 2020/2021 wurde nun dank der Unterstützung und des Zusammenwirkens vieler Projektbeteiligter und der drei Hochschulen ein Ort geschaffen, wo aus den vielen mobilen eine feste Lernwerkstatt für Ästhetische Bildung ­– genannt LÄB – entstanden ist.
Die LÄB ist ein aus zwei großen Räumen bestehenden Open Space, der als Werkstatt, Atelier, Studio, Bewegungsraum, Labor, Seminarraum, Bibliothek und vieles mehr genutzt und flexibel umfunktioniert werden kann, so dass er vielfältige ästhetische Lernprozesse anregt und unterstützt. Die Tradition der Künstlerwerkstätten, das Potential des szenischen und musikalischen Zusammenspiels werden dort genauso wie die Fokussierung auf den eigenen Entwicklungsprozess für unsere Lehramtsstudierenden erfahrbar und erlebbar.

zwei junge Frauen malen auf dem Boden mit ihren Füßen

In der Lernwerkstatt für Ästhetische Bildung wird beispielsweise das Potential des szenischen und musikalischen Zusammenspiels erlebbar.

© Laura Delitala-Möller

Die LÄB ist darüber hinaus ein Ort interdisziplinärer pädagogischer Lehre und Forschung sowohl in den ästhetischen Fachgebieten der Bildenden Kunst, der Musik und der Bewegung als auch in Verbindung mit anderen Fächern. Man denke beispielsweise an die Einsatzmöglichkeiten von Darstellendem Spiel für das Fach Deutsch, für den Fremdsprachen-, den Werte- und den Sachunterricht.
Grundlage des Konzeptes einer inklusiven Lernwerkstatt für Ästhetische Bildung ist sowohl die Orientierung an Prozessen künstlerischen Denkens und Handelns, als auch die Anlehnung an Prinzipien der konstruktivistischen Erkenntnistheorie und Methoden der systemischen Pädagogik. Die daraus entstehenden Synergien fließen in das Metamodell einer "Performativen Pädagogik" ein.

Die neue Lernwerkstatt für Ästhetische Bildung befindet sich im Universitäts-Campus Dudweiler, bereit, sich – hoffentlich bald – mit Leben zu füllen.