Kurzporträt: Kohärenz, Verzahnung und Vernetzung in der Lehrkräftebildung standortübergreifend denken und gemeinsam erforschen – Arbeitsgruppe "Kohärenz, Verzahnung und Vernetzung"

Die Arbeitsgruppe "Kohärenz, Verzahnung und Vernetzung" der Hochschulstandorte Bremen, Freiburg, Hamburg, Kassel, Kiel, Potsdam und Wuppertal hat zum Ziel, die Kohärenz von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften in der hochschulischen Lehrkräftebildung gemeinsam weiterzuentwickeln. Dabei stehen konzeptionelle Überlegungen, der Austausch von Instrumenten sowie die standortübergreifende Ausgestaltung und Erforschung kohärenzfördernder Strukturen und Lernangebote im Vordergrund.

Arbeitsgruppe "Kohärenz, Verzahnung und Vernetzung"

Die Arbeitsgruppe "Kohärenz, Verzahnung und Vernetzung" stellt sich vor (von links nach rechts): Michaela Müller, Katharina Gimbel & Prof. Dr. Jürgen Mayer (Universität Kassel), Dr. Katharina Hellmann (Pädagogische Hochschule Freiburg), Dr. Nicole Masanek (Universität Hamburg), Dr. Tobias Heinz (Universität Kiel), Dr. Antje Wehner & Jonas Leschke (Universität Wuppertal), Finja Grospietsch (Universität Kassel), Dr. Ingrid Glowinski (Universität Potsdam); nicht im Bild: Prof. Dr. Angelika Bikner (Universität Bremen), Dr. Kathrin Ziepprecht (Universität Kassel), Dr. Katrin Wohlers & Dr. Michael Baum (Universität Kiel)

© Michaela Müller

Von Katharina Hellmann

Das Ziel einer stärkeren Kohärenz in der Lehrkräftebildung mittels Verzahnung von Studienelementen und der systematischen Vernetzung von Professionswissen entwickelte sich seit Beginn der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" im Jahr 2015 zu einem zentralen Leitmotiv für die Neu- und Umgestaltung von Strukturen, Inhalten und Kooperationen der hochschulischen Lehrkräftebildung in allen Phasen. Diesem Vorhaben widmeten sich auch die Standorte Bremen, Freiburg, Hamburg, Kassel, Kiel, Potsdam und Wuppertal.

Der Wunsch der Projektbeteiligten, ihre vielfältigen Herangehensweisen und Konzeptualisierungen zu bündeln und Synergien für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zu schaffen, resultierte zum Ende der ersten Förderphase in der Bildung der Arbeitsgruppe "Kohärenz, Verzahnung und Vernetzung". Die standortübergreifende Kooperation verfolgt dabei mehrere Ziele: Zum einen sollen die bislang zumeist unabhängig voneinander genutzten Modelle und Konzepte, die sich mit "Kohärenz", "Verzahnung" oder "Vernetzung" von Strukturen und Inhalten der Lehrkräftebildung beschäftigen, systematisiert und zusammengeführt werden, um eine gemeinsame Begriffsbildung und theoretische Weiterarbeit anzuregen. Weiterhin werden die in der 1. Förderphase entwickelten Lernangebote, Evaluations- und Erhebungsinstrumente sowie Kooperationsideen diskutiert, um eine gemeinsame Entwicklung von Instrumenten zu befördern.

Beide Maßnahmen bilden eine Grundlage für die Entwicklung gemeinsamer Forschungsfragen und die standortübergreifende Erforschung von Ansätzen, Gelingensbedingungen und Wirkungen einer kohärenten Lehrkräftebildung. Die Zusammenarbeit und wissenschaftliche Dissemination von Arbeitsergebnissen soll helfen, elaborierte und evidenzbasierte Aussagen über die Notwendigkeit und Wirksamkeit kohärenter Lernangebote zu treffen sowie Anregungen für andere Hochschulstandorte zu geben, um Lehrkräftebildung kohärenter zu gestalten und ihre Qualität nachhaltig weiterzuentwickeln.


Dr. Katharina Hellmann ist Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Pädagogischen Hochschule Freiburg und forscht zu Wahrnehmungen und Wirkungen von Kohärenz in der hochschulischen Lehrkräftebildung.