Kölner QLB-Projekte veröffentlichen Sammelband "Bildung, Schule, Digitalisierung"

Der Sammelband bündelt 73 Beiträge von Autorinnen und Autoren vieler Hochschulstandorte und bildet den aktuellen Forschungsstand zu den vielfältigen Aspekten, Perspektiven und Fragen zur Digitalisierung im Kontext schulischer Bildung und Lehrkräftebildung ab. Es werden empirische Studien, gelungene Praxisbeispiele, Studienkonzepte und theoretische Beiträge präsentiert. Der Sammelband ist als Open-Access-Publikation beim Waxmann-Verlag erschienen.

eine junge Frau blickt auf ein Tablet

Der Kölner Sammelband "Bildung, Schule, Digitalisierung" bildet den aktuellen Forschungsstand zu den vielfältigen Aspekten der Digitalisierung im Kontext schulischer Bildung und Lehrkräftebildung ab.

© Judith Hofmann

Zum Thema "Digitalisierung" gab es im Schnittbereich von Schule und Lehrerinnen- und Lehrerbildung schon vor der COVID-19 Pandemie, als der Call for Papers für die Tagung "Bildung, Schule und Digitalisierung" entwickelt und die Beiträge geplant und verfasst wurden, einen lebendigen und vielschichtigen Diskurs. Die Pandemie führte zwar dazu, dass die Tagung nicht wie geplant stattfinden konnte, wirkte aber gleichzeitig wie ein Katalysator für die Relevanz des Themenbereichs und seiner Facetten. Dazu gehören Vorstellungen zur Digitalisierung und diverse Programmatiken, aber auch unterschiedliche Medienkonzepte und Einsatzszenarien von Medien sowie empirische Studien zur Wirksamkeitsevaluation innovativer Lehr- und Lernformate.

Viele zugehörige (Forschungs-)Fragen, so zeigen es die Beiträge im Sammelband, können von einer interdisziplinären Bearbeitung stark profitieren. Im Sammelband werden deswegen fachdidaktische, fachwissenschaftliche und bildungswissenschaftliche Perspektiven auf vielfältige Aspekte und Fragen zur Digitalisierung im Kontext schulischer Bildung und Lehrkräftebildung eingenommen. Dabei erstrecken sich die Beitragsarten über theoretische Überlegungen, empirische Studien und Studienkonzepte sowie gelungene Praxisbeispiele. Sie stammen von Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum und bilden sehr aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zu einem Themengebiet ab, welches durch die Pandemie noch einmal an zusätzlicher Bedeutung gewonnen hat.

Ein interessanter Aspekt, der durch die Beiträge hervorgehoben wird, ist, dass es bei den präsentierten mediengestützten Lehr- und Lernformaten selten darum geht, etablierte Formate, in denen die direkte verbale wie nonverbale Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden (und untereinander) im Zentrum steht, durch ausschließlich digitale Formate gänzlich zu ersetzen. Stattdessen zielen viele innovative Maßnahmen darauf ab, digitale Medien gewinnbringend und komplementär in Schule und Lehrkräftebildung einzubinden. Zugleich werden aber die Frage nach dem Mehrwert einzelner Innovationen und die damit assoziierte Kosten-Nutzen-Relation in den Blick genommen. Die Beiträge können somit wichtige Impulse für zukünftige Maßnahmen in Forschung und Anwendung liefern.