„Keine Alternative zur Vernetzung“ - 52. Seminartag des bak-Lehrerbildung in Gießen

Auf dem 52. Seminartag des bak-Lehrerbildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen haben von 25. bis 28. September 2018 rund 250 Teilnehmende aus den unterschiedlichen Phasen und Bereichen der Lehrerbildung über die Ausrichtung einer zukunftsorientierten Lehrerbildung diskutiert. Prof. Dr. Jochen Wissinger aus der GOL-Steuerungsgruppe warb für eine stärkere Vernetzung aller an der Lehrerbildung beteiligten Akteure.

Prof. Dr. Jochen Wissinger bei der Eröffnung der bundesweiten Fachtagung des bak-Lehrerbildung an der JLU Gießen

Prof. Dr. Jochen Wissinger bei der Eröffnung der bundesweiten Fachtagung des bak-Lehrerbildung an der JLU Gießen.

Marie Reinhardt

Auf der bundesweiten Fachtagung des bak-Lehrerbildung an der JLU Gießen hat Prof. Dr. Jochen Wissinger aus der GOL-Steuerungsgruppe für eine stärkere Vernetzung aller an der Lehrerbildung beteiligten Akteure geworben. In seinem Grußwort zur Eröffnung der viertägigen Konferenz des Bundesarbeitskreises der Seminar- und Fachleiter/innen e.V. (bak), die in diesem Jahr vom Landesverband Hessen ausgerichtet wurde, sagte Wissinger in Anlehnung an das Motto der Veranstaltung „Lehrkräftebildung nachhaltiger gestalten“: „Im Tagungsthema steckt aus meiner Sicht eine der großen Herausforderungen, die sich über alle Phasen der Lehrerbildung hinweg stellt und uns in das Bewusstsein holt, dass es keine Alternative zum kontinuierlichen Gespräch unter den Akteuren der Lehrkräftebildung und zur Vernetzung gibt.“

Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter bei einem Workshop zum Thema Reflexivität, den die GOL gemeinsam mit dem Studienseminar GHRF in Gießen veranstaltete.

Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter bei einem Workshop zum Thema Reflexivität, den die GOL gemeinsam mit dem Studienseminar GHRF in Gießen veranstaltete.

Marie Reinhardt

Für die erste Phase der Lehrerbildung, das Lehramtsstudium, müssten sich die Hochschulen mit der Frage auseinandersetzen, wie Studieren und Lernen an der Universität im 21. Jahrhundert auszugestalten sei, um im Sinne gesellschaftlicher wie auch universitärer Erwartungen wirksam und nachhaltig sein zu können, sagte Wissinger.

Vom 25. bis 28. September 2018 setzten sich rund 250 Teilnehmende aus den unterschiedlichen Phasen und Bereichen der Lehrerbildung intensiv mit dem sich durch Inklusion, Integration und Digitalisierung dynamisch verändernden Handlungsfeld Schule und den damit verbundenen Herausforderungen an Schule und Unterricht auseinander. Der diesjährige Seminartag des bak-Lehrerbildung, der in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung der JLU und der Hessischen Lehrkräfteakademie stattfand, bot vielfältige Anlässe, Ideen und Vorschläge über die Ausrichtung einer zukunftsorientierten Lehrerbildung zu entwickeln und zu diskutieren. Dazu gaben Vorträge und Workshops Einblick in die Thematik, zeigten Ansätze zu deren Lösungen auf und lieferten Beispiele aus der Praxis.

Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter

Prof. Dr. Claudia von Aufschnaiter

Marie Reinhardt

Die GOL bot zwei Workshops an. Darin ging es unter anderem um die Frage, wie man Reflexion erkennt, trainiert und evaluiert. Der Workshop „Reflexivität als Haltung - Möglichkeiten und Herausforderungen der Förderung über die Lehrerbildungsphasen hinweg“, der gemeinsam mit dem Studienseminar GHRF in Gießen veranstaltet wurde, widmete sich dem Thema Reflexivität und zeigte Möglichkeiten und Herausforderungen der Förderung von Reflexivität über die Lehrerbildungsphasen hinweg auf. Ausgehend von Fallbeispielen wurde zunächst der Selbstbezug als spezifisches Element einer Reflexion herausgearbeitet. Anschließend wurde reflexive Kompetenz als Bündel aus Kenntnissen und Fähigkeiten sowie auf Reflexion bezogene Haltungen operationalisiert. Kern der gemeinsamen Arbeit bildete die Ableitung von Ansätzen zur Förderung reflexiver Kompetenz.