"Inklusion und Digitalisierung – Gemeinsame Diskurse und Spannungsfelder": Digitaler Fachtag und Workshops des Projektes BRIDGES der Universität Vechta

Am 12. November 2020 fand der digitale Fachtag der Werkstatt "Digitalisierung in inklusiven Settings" im Projekt BRIDGES der Universität Vechta zum Thema "Inklusion und Digitalisierung – Gemeinsame Diskurse und Spannungsfelder" mit verschiedenen Referierenden und Teilnehmenden aus der Wissenschaft und Praxis statt. Im Anschluss an den Fachtag wurde die Annahme darüber, dass sich die Felder Inklusion und Digitalisierung gegenseitig unterstützen können, innerhalb der Werkstatt näher diskutiert.

Mehrere Teilnehmende sind über ihre Kamera der Veranstaltung zugeschaltet

Ein kleiner Ausschnitt der Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis am digitalen Fachtag

© Melanie Schaller

Von Melanie Schaller

Am 12. November 2020 veranstaltete die Werkstatt "Digitalisierung in inklusiven Settings" im Projekt BRIDGES (Universität Vechta) einen digitalen Fachtag zum Thema "Inklusion und Digitalisierung – Gemeinsame Diskurse und Spannungsfelder". Als Referentinnen und Referenten wurden Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Seniorprofessur, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz), Nils Lion (Heilpädagoge, Katenkampschule in Delmenhorst; Mitglied der NLQ-Arbeitsgruppe "Medienberatung und Inklusion"; Fachberater für Mobiles Lernen, Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg) und Janine Schledjewski (Institut für Bildungsforschung, Bergische Universität Wuppertal) eingeladen. Die Teilnehmenden kamen aus Wissenschaft und Praxis, darunter Professorinnen, Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeitende der Universitäten Vechta, Köln sowie der Technischen Universität Kaiserslautern, Studierende, Projektbeteiligte, Lehrerinnen und Lehrer.

Im ersten Workshop präsentierte Prof. Dr. Stefan Aufenanger zahlreiche und tiefgehende Einblicke in das breite Spektrum der für das Feld relevanten Themen wie dem hochaktuellen Thema "Unterricht auf Distanz". Er präsentierte theoretische sowie empirische Aspekte zu Themen wie "Blended Learning" und zur schulischen Teilhabe durch Medien mit interessanten Beispielen aus der Praxis. Neben den Inputphasen wurde über die Vor- und Nachteile hybrider Lernformen und den Einsatz digitaler Medien als Bereicherung oder Belastung für die pädagogische Arbeit diskutiert.

Im Anschluss daran gab Nils Lion mit seinen Kolleginnen Stefanie Murra und Anna Berg (Grundschule Dürerstraße, Ganderkesee) viele spannende Einblicke aus umfangreichen Praxiserfahrungen mit digitalen Unterstützungsangeboten im inklusiven Unterricht. Die Teilnehmenden lernten in diesem Veranstaltungsblock verschiedene assistive Technologien kennen und wie eine Einheit mit Einsatz von zum Beispiel Stop-Motion-Filmen gestaltet werden kann.

Im dritten Veranstaltungsblock stellte Janine Schledjewski unter anderem die verschiedenen Qualitätsdimensionen schulischer Medienbildung, die Inhalte von Medienkonzepten sowie mögliche Herausforderungen bei der Medien(konzept)arbeit vor. Im Anschluss daran erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Medienkonzepte verschiedener Schulen auf die vorgestellten Merkmale hin zu untersuchen und zu diskutieren. Dabei wurde der Fokus auch darauf gelegt, inwiefern Medien- und Inklusionskonzepte zusammenspielen können.

In der Abschlussrunde wurde der Fachtag hinsichtlich der Frage, welche gemeinsamen Diskurse und Spannungsfelder im Rahmen des Fachtags erkannt und entdeckt werden konnten, reflektiert. Es fand sich ein Konsens darüber, dass beide Felder, Inklusion und Digitalisierung, sich gegenseitig befördern und unterstützen können. Dies wurde tiefergehend innerhalb eines werkstattinternen Workshops am 02. Dezember 2020 diskutiert. Bei einem nächsten internen Workshop am 24. Februar 2021 werden die aus der Werkstatt "Inklusion" (erste Förderphase) erarbeiteten "Merkmale inklusiven Unterrichts" auf digitale Umsetzungsweisen hin diskutiert.