Informatische Bildung für die Jüngsten

Informatische Bildung in der Schule schon für die Jüngsten ermöglichen – mit diesem Ziel werden an der Technischen Universität (TU) Dresden Lehr-Lern-Angebote entwickelt, die Grundschullehrkräfte dazu qualifizieren, ihren Schülerinnen und Schülern grundlegende Prinzipien und Funktionsweisen der Informatik nahezubringen.

Die Grafik zeigt ein Mädchen mit einer Sprechblase, in der ein Roboter zu sehen ist mit den Hinweisen, dass er vom Menschen geschaffen ist und nicht selbstständig denkt.

Ein Video gibt Lehrkräften eine Anleitung zur Umsetzung des Spiels "Einmal Roboter sein" im Unterricht (https://tud.link/vsyp)

© Markus Vogel

Um Grundschullehrkräften informatische Fach- und Vermittlungskompetenzen zu vermitteln, entwickelt die Professur für Didaktik der Informatik im Rahmen des Dresdner "Qualitätsoffensive Lehrerbildung-Projektes TUD-Sylber²" vielfältige Lehr-Lern-Materialien und Veranstaltungsformate. Die Angebote richten sich an Lehramtsstudierende der TU Dresden, aber auch an Referendarinnen und Referendare sowie Lehrkräfte im Schuldienst.

Mit Studierenden des Grundschullehramts wurde ein interaktiver virtueller Workshop als Teil einer obligatorischen Lehrveranstaltung im Fach Werken erprobt. Abgeleitet von diesem Workshopformat, an dem bisher 55 Studierende teilgenommen haben, wurde ein virtuelles Fortbildungsangebot für Lehrkräfte im Schuldienst konzipiert und mehrmals mit insgesamt 73 Teilnehmenden durchgeführt.

Screenshot eines digitalen Workshop mit einer Wortwolke

Einblick in einen digitalen Workshop mit Studierenden des Grundschullehramts

© Christin Nenner

In den Lehrveranstaltungen lernen die Teilnehmenden, den Aufbau und die Funktionsweise von Informatiksystemen zu beschreiben sowie Algorithmen zu erkennen und nachzuvollziehen. Sie erfassen grundlegende Programmierkonstrukte (Sequenz, Schleife und Bedingung) und wenden diese in einfachen Programmierumgebungen (z. B. Makecode für Calliope mini oder Scratch) an. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung zu informatischen Inhalten und Kompetenzen erörtert und die Auswahl passender Themen, Materialien und Programmierumgebungen thematisiert.

Ergänzend zu dem einführenden Workshop wird im Sommersemester 2021 mit interessierten Studierenden des Grundschullehramts eine vertiefende Übung zur informatischen Bildung mit hohem Praxisanteil zur Erprobung informatikspezifischer Unterrichtseinheiten pilotiert.

Grundschullehrkräfte haben neben einer Fortbildungsteilnahme die Möglichkeit, mit ihren Schulklassen an Informatik-Workshops im Schülerlabor EduInf@TUD der Professur für Didaktik der Informatik teilzunehmen.

Für den Einsatz in den verschiedenen Lehr-Lern-Formaten werden im Projekt vielfältige informatikspezifische Lehr-Lern-Materialien produziert. Diese stehen frei zugänglich im Online-Kurs "Informatische Grundkompetenzen in der Grundschule" allen Interessierten zur Verfügung. Der Online-Kurs präsentiert neben Materialien, die im Rahmen des Projekts TUD-Sylber² entstanden sind, auch freie Materialien anderer Projekte und Hochschulen.