"Heterogenität in der Schule" – viertes wissenschaftliches Symposium des Augsburger LeHet-Projekts

Über 100 Akteure aus Wissenschaft, Bildungspolitik und -verwaltung sowie aus allen Phasen der Lehrkräftebildung nahmen am 29. November 2019 am 4. wissenschaftlichen Symposium des Projekts "Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität" (LeHet) an der Universität Augsburg teil. Thema der Veranstaltung war "Heterogenität in der Schule – Begriffsverständnis, Forschungsperspektiven und Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Disziplinen".

Prof. Dr. Karin Bräu (Universität Mainz)

Prof. Dr. Karin Bräu (Universität Mainz)

© Fotostelle der Universität Augsburg/Klaus Satzinger

Im Zentrum des 4. wissenschaftlichen Symposiums des Projekts LeHet "Förderung der Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität" stand das Thema "Heterogenität in der Schule – Begriffsverständnis, Forschungsperspektiven und Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Disziplinen".

Über 100 Akteure aus Wissenschaft, Bildungspolitik und -verwaltung sowie aus allen Phasen der Lehrkräftebildung nahmen daran teil und zeigten sich interessiert für die Fachvorträge, Ko-Referate und die Postersession.

Nach der Begrüßung durch den Projektsprecher von LeHet, Prof. Dr. Andreas Hartinger, setzte Prof. Dr. Karin Bräu (Universität Mainz) den Begriff Heterogenität ins Verhältnis zu verwandten Termini, beleuchtete diesen aus sozialkonstruktivistischer Perspektive und berichtete von aktuellen Befunden aus der Heterogenitätsforschung.

Prof. Dr. Axinja Hachfeld (Universität Konstanz) zog in ihrem Fachvortrag Bilanz über die bisherige Erforschung von Einstellungen und Überzeugungen von Lehrkräften zu Kultur. Dabei ging sie auf sich verändernde gesellschaftliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen ein und verwies auf weiterführende Forschungsperspektiven.

Prof. Dr. Axinja Hachfeld (Universität Konstanz; mitte) im Gespräch mit Prof. Dr. Eva Matthes (links)

Prof. Dr. Axinja Hachfeld (Universität Konstanz; mitte) im Gespräch mit Prof. Dr. Eva Matthes (links)

© Fotostelle der Universität Augsburg/Klaus Satzinger

Die beiden Fachvorträge, wurden von vier Ko-Referaten aus dem Augsburger LeHet-Projekt flankiert:

J.Prof. Dr. Sonja Dollinger präsentierte Ergebnisse einer Studie zu Lernentwicklungsgesprächen. Sie ging darauf ein, welche Elemente formativen Assessments dabei umgesetzt werden und welche motivationalen Aspekte des Lernens bei den Kindern damit unterstützt werden können.

Mario Draghina berichtete vom LeHet-Tandemseminar Bildungsmedien und Heterogenität, bei dem projektorientiert und handlungsbasiert Akteure der ersten, zweiten und dritten Phase der Lehrer*innenausbildung zusammengeführt und gemeinsam Erklärvideos produziert werden.

Im Zentrum von J.Prof. Dr. Ulrike Netts Beitrag standen die Ergebnisse einer Fragebogenstudie zu den Zusammenhängen zwischen der herkunftsbezogenen Heterogenität von Schülerinnen und Schülern und deren Lern- und Leistungsmotivation sowie Emotionen.

Prof. Dr. Kristina Peuschel berichtete in ihrem Vortrag Sprachliche Heterogenität und Lehramtsstudierende in der DaZ-Förderung von der übergreifenden Evaluation von neun Projekten des Netzwerkes Stark durch Diversität, die in den Jahren 2017 bis 2019 bundesweit vom Stifterverband gefördert und umgesetzt wurden.

In einer moderierten Postersession wurden daneben 14 ausgewählte lehr- und forschungsbezogene Teilprojekte von LeHet vorgestellt und angeregt diskutiert.

Moderierte Diskussion

Moderierte Diskussion

© Fotostelle der Universität Augsburg/Klaus Satzinger

Die Hochstapler, eine Showgruppe für Tanz und Akrobatik präsentierten eindrucksvoll ihre Choreografie Circle of life.

Der stellvertretende Sprecher des Projekts LeHet, Prof. Dr. Markus Dresel, schloss das Symposium mit einem Ausblick auf weitere Veranstaltungen des Projekts LeHet.