Grundlagen

Bund und Länder unterstützen seit 2015 mit ihrer gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" Reformen in der Lehrerbildung. Die Bund-Länder-Vereinbarung und die Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bilden die Grundlage.

Bund-Länder-Vereinbarung

Basis der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" sind die Bund-Länder-Vereinbarung und die Förderrichtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

DLR PT

Grundlage der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ ist die Bund-Länder-Vereinbarung vom 12. April 2013, die von der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen wurde. Diese Vereinbarung benennt die Fördergegenstände, Zuwendungsvoraussetzungen und das Verfahren.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat hieraus Förderrichtlinien formuliert, die am 24. Juli 2014 veröffentlicht wurden.

Alle lehrerbildenden Hochschulen in Deutschland konnten für die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ Förderkonzepte einreichen. Die Hochschulen sollten in ihren Förderanträgen nachweisen, wie sie die Qualität der Lehramtsausbildung an den Hochschulen verbessern wollen, wie sie das Profil der Hochschule verstärken und wie Prozesse begleitet und nachhaltig gesichert werden. Die Länder und die Hochschulen verpflichteten sich zudem, die gegenseitige Anerkennung von lehramtsbezogenen Studien- und Prüfungsleistungen, den Zugang zum Vorbereitungsdienst und allen Absolventinnen und Absolventen eines Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt gleichermaßen den Berufszugang für den ihrem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp zu gewährleisten.

Insgesamt haben sich 85 Hochschulen an der 1. Förderphase der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" beteiligt. 49 Einzel- und Verbundprojekte an 59 Hochschulen in allen Ländern wurden nach fachlicher Qualität ausgewählt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert diese Projekte bis Ende 2018 bzw. bis Mitte 2019.

Vor Ablauf der 1. Förderphase erfolgt 2018 eine Zwischenbegutachtung der geförderten Projekte durch das Auswahlgremium. Bei positiver Empfehlung treten die Projekte in die 2. Förderphase ein und erhalten eine Förderung für bis zu fünf Jahre, maximal bis Ende 2023.

Für das gesamte Programm stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis zu 500 Mio. Euro bereit.