GEW-Fachtagung "All inclusive? Perspektiven für eine innovative Lehrerbildung"

Am 16. November 2017 stellte die GEW ihre „Leitlinien für eine innovative Lehrer_innenbildung“ in Magdeburg vor. Rund 90 Teilnehmer diskutierten mit Vertretern der Länder, der Hochschulen und der Erziehungswissenschaft.

Insbesondere in Zeiten des Lehrkräftemangels und mit Blick auf die Weiterentwicklung einer demokratischen, sozialen und inklusiven Gesellschaft sowie die Herausforderungen einer Migrationsgesellschaft stellte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Vorschläge für eine bessere Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen der öffentlichen Tagung „All inclusive? Perspektiven für eine innovative Lehrer_innenbildung“ vor.

Podiumsdiskussion „Reform der Lehrer_innenbildung: Perspektiven in den Ländern und an den Hochschulen“

Podiumsdiskussion „Reform der Lehrer_innenbildung: Perspektiven in den Ländern und an den Hochschulen“

Kay Herschelmann

GEW-Vize Dr. Andreas Keller diskutierte mit Marco Tullner (Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt und Vertreter der KMK), Prof. Dr. Franziska Scheffler (Prorektorin für Studium und Lehre der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und Prof. Hans-Christoph Koller (Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft). Der Journalist Dr. Jan-Martin Wiarda moderierte die Veranstaltung.

Es wurden Ergebnisse und Vorschläge zu der Vielfalt im Klassen- und Lehrerzimmer, der Rolle der Zentren für Lehrerbildung und Schools of Education, aber auch Fragen der inhaltlichen Ausgewogenheit von Fachdidaktik, Bildungswissenschaft und Praxisbezug erörtert.

Breite Zustimmung erfuhren bei allen Diskutanten die Vorschläge der GEW für eine bessere Verzahnung von Theorie und Praxis und auch zur praktischen Umsetzung der Inklusionsorientierung. Diese sollte für alle angehenden Lehrkräfte verbindlicher Bestandteil des Curriculums sein – und das möglichst eingebunden in Fachmodule. Hierbei käme es vor allem darauf an, dass künftige Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Reflexionskompetenz gefördert werden, d.h. das sie dazu befähigt werden, das eigene Tun und die Institution Schule im Alltag zu reflektieren.

Vertreter der Länder, Hochschulen und der Erziehungswissenschaft diskutierten gemeinsam über die GEW-Leitlinien

Vertreter der Länder, Hochschulen und der Erziehungswissenschaft diskutierten gemeinsam über die GEW-Leitlinien

Kay Herschelmann

Die zentrale Herausforderung für alle Beteiligten ist es derzeit jedoch, den akuten Lehrkräftemangel zu bestreiten, ohne dabei die Qualitätsanforderungen der Lehreraus- und -weiterbildung zu senken.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/alles-auf-los/

Bildnachweis Teaser: GEW-Vorsitzende Marlis Tepe im Gespräch mit Prof. Dr. Christoph Koller und Moderator Dr. Jan-Martin Wiarda; Foto: Kay Herschelmann