"Flickenteppich Lehrerbildung? Professionalisierungsstrategien in Forschung und Praxis" – Tagung an der Universität Tübingen

Die Tübingen School of Education (TüSE) lud am 01. und 02. April 2019 alle lehrerbildenden Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Folgeworkshop des QLB-Programmschwerpunkts "Qualitätsverbesserung des Praxisbezugs in der Lehrerbildung" ein. Rund 250 Interessierte kamen zur Tagung "Flickenteppich Lehrerbildung? Professionalisierungsstrategien in Forschung und Praxis". Im Vordergrund standen die unterschiedlichen Professionsansätze.

Tagung an der Universität Tübingen

Runde 250 Teilnehmende kamen am 01. und 02. April 2019 zur Tagung "Flickenteppich Lehrerbildung? Professionalisierungsstrategien in Forschung und Praxis" der Tübingen School of Education (TüSE).

© Tübingen School of Education (TÜSE)

In der Lehrerbildung findet sich nicht selten – selbst innerhalb eines Standortes – ein Bündel an Professionalisierungsmaßnahmen, die ihrerseits wiederum z. T. auf ganz unterschiedliche Professionsansätze verweisen. Im Rahmen der Veranstaltung an der Eberhard Karls Universität Tübingen wurde die Frage diskutiert, wie diese vielfältigen "Flicken" der Lehrerbildung miteinander verzahnt sind, wie sie ineinandergreifen und schließlich zu einem tragfähigen Ganzen verwoben werden können, sodass die Lehrer(aus)bildung von Lehramtsstudierenden schließlich als konsistent erlebt wird.

Der erste Tag setzte mit Key Notes und Vorträgen den Rahmen. Zum Einstieg sprach Katharina Maag Merki von der Universität Zürich zum Thema: "Der kompetenzorientierte Ansatz und Professionalisierung in der 1. und 3. Phase".
Bärbel Barzel von der Universität Duisburg-Essen referierte im Anschluss zum "Ansatz aus der fachdidaktischen Perspektive am Beispiel Mathematik". Alle Slots aus Key Note und Vortrag wurden mit einer breiten Diskussion im Plenum abgeschlossen. Die Key Note: "Der strukturtheoretische Ansatz in der Lehrerbildung" wurde von Werner Helsper der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vorgetragen; den Vortrag: "Der Ansatz aus der fachdidaktischen Perspektive am Beispiel Sport" hielt Ilka Lüsebrink der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Im dritten Slot führten Uwe Hericks,  Philipps-Universität Marburg, zum Thema "Der (berufs-)biographische Ansatz in der Lehrerbildung" und Dagmar Abendroth-Timmer der Universität Siegen zu "Der (berufs)biographische Ansatz aus fremdsprachendidaktischer Perspektive" aus.
Colin Cramer, Eberhard Karls Universität Tübingen, stellte in einer Synthese: "Drei Professionalisierungsstrategien: Differenzen, Gemeinsamkeiten und Implikationen für die Lehrerbildung" dar.

In der  abschließenden Podiumsdiskussion: "Drei Ansätze – drei Logiken? Was folgt daraus für die Lehrerbildung?" diskutierten Katharina Maag Merki, Werner Helsper, Uwe Hericks, Colin Cramer, Albert Bremerich-Vos und Monika Waldis unter der Moderation von Ewald Terhart die verschiedenen Standpunkte und Ansätze.

Tagung an der Universität Tübingen

v. l. n. r. Prof. Dr. Colin Cramer (Tübingen), Prof. Dr. Katharina Maag Merki (Zürich/CH), Prof. i.R. Dr. Albert Bremerich-Vos (Duisburg-Essen), Professor i. R. Dr. Ewald Terhart – Moderation (Münster), Prof. Dr. em. Werner Helsper (Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Uwe Hericks (Marburg) und Prof. Dr. Monika Waldis Weber (Aarau/CH)

© Tübingen School of Education (TÜSE)

Der zweite Tag war den Arbeiten in fünf parallelen Panels gewidmet:

Panel 1: Kompetenzorientierung in der Lehrerbildung
Panel 2: Fallarbeit in der Lehrerbildung
Panel 3: (Berufs-)Biographie und Lehrerbildung
Panel 4: Weitere Ansätze der Lehrerbildung
Panel 5: Ansatzübergreifende Betrachtungen

Alle Panels wurden von critical friends begleitet, die im Plenum zum Abschluss ihr Statement und ein Fazit zogen. Der Aufgabe stellten sich:

Panel 1: Prof. Dr. Albert Bremerich-Vos (Universität Duisburg/Essen)
Panel 2: Dr. Marcus Syring (Eberhard Karls Universität Tübingen)
Panel 3: Prof. Dr. Carolin Führer (Eberhard Karls Universität Tübingen)
Panel 4: Prof. Dr. Monika Waldis (Fachhochschulen der Nordwestschweiz, CH)
Panel 5: Prof. Dr. Colin Cramer (Eberhard Karls Universität Tübingen)

Zusammenfassend kann Tübingen auf eine hochrangig besetzte und sehr gut besuchte Veranstaltung zurückblicken. Die Formate boten allen Teilnehmenden die Möglichkeit sich gut einzubringen und einen intensiven fachlichen Diskurs zu führen.

Die ausführliche Tagungsdokumentation wird in Kürze an dieser Stelle verlinkt.