EARLI Biennale 2019 in Aachen

EARLI – die alle zwei Jahre stattfindende, internationale Konferenz der European Association for Research on Learning and Instruction aus Leuven, richtet sich an Fachkräfte aus den Erziehungs- und Bildungswissenschaften, der Lehrerforschung und pädagogischen Psychologie. In diesem Jahr fand sie an der RWTH Aachen unter dem Titel "Thinking Tomorrows’s Education: Learning from the past, in the present and fort he future" statt.

Die EARLI setzte sehr auf Nachhaltigkeit: Es gab ausschließlich Mehrwegbecher und in der Conference Bag lag auch diese praktische Sigg-Wasserflasche.

Die EARLI setzte sehr auf Nachhaltigkeit: Es gab ausschließlich Mehrwegbecher und in der Conference Bag lag auch diese praktische Sigg-Wasserflasche.

© DLR/Britta Contzen

Die EARLI Biennale ist eine alle zwei Jahre stattfindende, internationale Konferenz zu erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen. Veranstalterin ist die EARLI (European Association for Research on Learning and Instruction) mit Sitz in Leuven (Belgien). Dieses Jahr fand die EARLI an der Technik-orientierten RWTH im grenznahen Aachen statt.

Die rund 1.600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen kamen überwiegend aus Europa und Israel sowie aus den USA, Australien, Asien, Afrika und  Mittel- und Südamerika.

Die diesjährige Konferenz präsentierte wie auch schon in den Vorjahren ein sehr breites Spektrum an Themen, methodischen Zugängen und Forschungsfragen rund um die Themen Erziehung, Bildung, Lehre und Lernen. Auf der Agenda standen sowohl grundlegende pädagogische und methodische Fragestellungen als auch an Bildungszusammenhängen ausgerichtete Unterthemen wie "Educational Technology in Primary Eduction" oder "Pre-Service Teacher Education and Competencies".

Die Lehrerbildung war zahlreich und mit eigenen Symposien vorhanden: Vom drohenden Burnout über den Einfluss der Mentoren und Mentorinnen auf Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst bis zur Haltung erfahrener Lehrerinnen und Lehrer zum Einzug der Technik ins Klassenzimmer war das Themenspektrum breit. Das internationale Publikum kam schnell in den Austausch untereinander, z. B. über das Verhältnis von universitärer und schulpraktischer Ausbildung in den unterschiedlichen Herkunftsländern.

Das Thema "Digitalisierung" mit all seiner Vielschichtigkeit nahm hier eine deutliche, aber nicht dominante Rolle ein. Dabei ging es sowohl um ganz praktische, didaktische Vorteile (vorgestellt am Beispiel eines fächerübergreifenden Projektunterrichts zur Paläontologie unter Einsatz eines 3D-Druckers) über die Gestaltung und den Einsatz von Lehrvideos im Lehramtsstudium bis hin zur Frage, welche Widerstände Lehrpersonen von der Nutzung aktueller Technologien abhalten und wie sie umgekehrt bei der Implementierung unterstützt werden können.

Hinzu kamen Slots zu themenverwandten oder übergeordneten Themen, wie z.B. "Technology-Enhanced Learning and Instruction",  "Teacher Professional Developement and Workplace Learning" oder Fragen der Inklusion und Heterogenität ("Special Educational Needs", "Teacher-student-relationships for at-risk-children", "Cultural Diversity, Attitudes and Beliefs").

Mit über 2000 Mitgliedern in mehr als 60 Ländern ist die EARLI der größte Bildungsverband in Europa. Als internationale Netzwerkorganisation bietet sie insbesondere Nachwuchsforschern und Nachwuchsforscherinnen die Möglichkeit, sich im internationalen Kontext zu treffen und auszutauschen.