Digitale Veranstaltungsreihe "Herausforderungen in der Schulpraxis: Inklusion und Heterogenität gestalten“

Nach dem Erfolg der letzten Veranstaltungsreihe der "Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung" (ZuS) der Universität zu Köln zum Thema "Rassismuskritik in der Schulpraxis“ wurde die Reihe im Mai und Juni 2021 fortgesetzt. Die Veranstaltungen behandelten dabei Aspekte rund um das Thema Inklusion und Diversität in der Schule. Die hohen Teilnehmerzahlen zeigten auch dieses Mal, dass die weiterführende Behandlung dieser Themenkomplexe für angehende Lehrkräfte ein besonders wichtiges Anliegen darstellt.

Screenshot der digitalen Veranstaltung mit drei Frauen, die per Kamera zugeschaltet sind

Screenshot aus der digitalen Veranstaltung am 20. Mai 2021

© Universität zu Köln-ZuS

Von Ayla Güler Saied, Daria Ferencik-Lehmkuhl, Verena Meis und Fabia Neuerburg


"Antisemitismus in Schule und Gesellschaft“

Am 06. Mai 2021 fand die Auftaktveranstaltung der Reihe des ZuS statt. Patrick Fels und Dr. Stefan Hößl vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln referierten zum Thema Antisemitismus. Dabei wurden aktuelle und historische Erscheinungsformen des Antisemitismus aufgegriffen, um zu Sensibilisierungsprozessen beizutragen. Über den Einbezug von Erlebnisberichten jüdischer Jugendlicher wurden die Erfahrungen dieser in den Mittelpunkt gerückt. In der anschließenden Diskussion mit den Studierenden zeigten die Referenten praktische Handlungsoptionen für die Schul-und Unterrichtspraxis auf.

"Bildungsgerechtigkeit an der inklusiven Grundschule“

Mirja Wegholz (Grundschullehrerin und Sonderpädagogin) brachte beim nächsten Termin am 20. Mai 2021 den Teilnehmenden das Thema Bildungsgerechtigkeit nahe. Nach einleitenden Worten zur Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland zeigte sie auf, was sich der Schulpraxis in den letzten 12 Jahren bezüglich Inklusion, Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit wirklich getan hat. Ihre Ausführungen wurden durch ihre eigenen Erfahrungen und Fallbeispiele begleitet. In der abschließenden Diskussion wurden mit den Teilnehmenden noch einmal kritisch Perspektiven und Stolpersteine der schulischen Inklusion thematisiert und auch ein Blick in die Zukunft geworfen.

"Rassismuskritische Bildungsarbeit in der Schule - Herausforderungen und Möglichkeiten“

In der dritten Veranstaltung am 10. Juni 2021 referierten Predeepa Patrick und Johanna Gesthuysen, freie Mitarbeitende der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln zum Thema rassismuskritische Bildungsarbeit. Nach der Vorstellung der Arbeitsbereiche des NS-Dokumentationszentrums, die für die schulische Bildungsarbeit zur Verfügung stehen, gaben sie in einem Inputreferat einen Überblick zu Definitionen von Rassismus. Anschließend wurden die Erscheinungsformen in der Schulpraxis anhand von konkreten Beispielen aus der Beratungspraxis aufgezeigt und interaktiv mit den Studierenden diskutiert. In der Abschlussdiskussion wurde mit den Studierenden diskriminierungskritische Optionen besprochen, um zu einem Sensibilisierungsprozess für die Schul-und Unterrichtspraxis beizutragen.

"Inklusiv heißt nicht ‘alles ist möglich‘: Weiterentwicklung sprachdidaktischer Prinzipien vor dem Hintergrund sonderpädagogischer Förderung“

Am 24. Juni 2021 teilten Prof. Dr. Andreas Rohde und Dr. Kim Schick von der Universität zu Köln ihr Wissen über die Weiterentwicklung sprachdidaktischer Prinzipien vor dem Hintergrund sonderpädagogischer Förderung mit den Teilnehmenden. Sie stellten fünf Thesen vor, die sie jeweils mit vielen Beispielen untermauerten. Die Teilnehmenden wurden während des Vortrags zum Diskutieren angeregt und hatten in Breakout-Sessions die Möglichkeit, sich über Inhalte auszutauschen und Fragen nachzugehen. Die Inhalte wurden im Plenum aufgegriffen und offene Fragen von den Vortragenden beantwortet. Der Vortrag endete mit der Vorstellung des „Task-Based Learning and Teaching“, von inklusiven Herangehensweisen und der Verantwortung von Lehrkräften.