"Diagnostik und pädagogisches Handeln" als Voraussetzung für ein inklusives Bildungssystem – 5. Erfurter Symposium für frühkindliche Entwicklungsstörung

Zum bereits fünften Mal haben sich am 18. Januar 2020 Akteure aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung an der Universität Erfurt getroffen. Thema der Veranstaltung war "Diagnostik und pädagogisches Handeln". Eingeladen hat das Teilprojekt Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Inklusion in der Lehrerbildung des Vorhabens QUALITEACH.

Personen sitzen in einem Hörsaal; Foto: Cedric Steinert

Bereits zum fünften Mal haben Akteure aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung an der Universität Erfurt getroffen.

© Cedric Steinert

Seit 2016 fokussiert das Erfurter Symposium für frühkindliche Entwicklungsförderung Möglichkeiten der Inklusion, der Diagnostik und des pädagogischen Handelns sowie die ganzheitliche Förderung zur Vorbereitung auf den Übergang in die Schule als auch das dortige, erfolgreiche Lehren und Lernen.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums standen die Themen Diagnostik und pädagogisches Handeln und ihre Vernetzung als Voraussetzung inklusiver Bildung und Erziehung. Dabei wurden Möglichkeiten von Diagnostik und Ansätze zur Förderung von Kindern für den frühkindlichen Bereich sowie im Übergang in die Grundschule dargestellt und speziell die Aspekte der Früherkennung, Förderplanung, Therapie und Didaktik thematisiert.

Personen in der Aula einer Hochschule: Foto: Cedric Steinert

Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums standen die Themen Diagnostik und pädagogisches Handeln und ihre Vernetzung als Voraussetzung inklusiver Bildung und Erziehung.

© Cedric Steinert

Die Vorträge und Workshops wurden neben Lehrer*innen auch von über 250 pädagogischen, heil- und sonderpädagogischen sowie medizinisch-therapeutischen Fachkräften, Eltern, Studierenden und weiteren Interessierten besucht.

Begrüßt wurden die Gäste durch Prof.in Dr.in Susanne Jurkowski im Rahmen ihres Vortrages "Diagnostische Perspektiven pädagogischen Handelns am Beispiel der Beziehungsgestaltung". Anschließend zeigte Herr Prof. Dr. Ernst Hany in seinem Vortrag psychologische Perspektiven diagnostischen Handelns auf.

Nachtmittags konnten die interessierten Zuhörer*innen zwei von 17 Workshops besuchen, die verschiedenste Beispiele und Handlungsspielräume aus der Praxis aufzeigten. Die Workshops wurden von Dozent*innen aus verschiedenen Professionen der frühkindlichen Bildung in Thüringen geleitet.

Neben Praktiker*innen vertraten Mitarbeiter*innen und Professor*innen der Erfurter Sonderpädagogik interdisziplinäre Perspektiven, wodurch das Symposium einen Theorie-Praxis-Transfer zum Thema Diagnostik und pädagogisches Handeln initiierte. Themen der Workshops waren u.a. multiprofessionelle Teams, die durch gemeinsame Reflexion Zusammenarbeit entwickeln können, Kinderyoga, kunstpädagogische Ansätze in der Frühförderung, Diagnostik im Vorschulalter und der Grundschule sowie systemisches Verstehen und Beratung als Kernkompetenz heil- und sonderpädagogischen Handelns. Dadurch wurde ein wesentlicher Beitrag zur sonderpädagogischen Professionalisierung geleistet.

Personnen sitzen an Tischen, eine Frau steht vor einer Leinwand und hält einen Vortrag; Foto: Cedric Steinert

Die Vorträge und Workshops wurden neben Lehrkräften auch von über 250 pädagogischen, heil- und sonderpädagogischen sowie medizinisch-therapeutischen Fachkräften, Eltern, Studierenden und weiteren Interessierten besucht.

© Cedric Steinert

Alle Teilnehmer*innen des Symposiums verbindet, dass Diagnostik und pädagogisches Handeln als Grundvoraussetzung für gelingende Inklusion und Pädagogik verstanden werden. Dabei erlebten die Teilnehmer*innen, dass die Vernetzung verschiedener Disziplinen sowie die Kooperation multiprofessioneller Expertisen grundlegend für das Gelingen von frühen Entwicklungsprozessen ist. Neben der Notwendigkeit der Expertise verschiedener Professionen muss auch genau analysiert werden, welche konkreten Hilfen individuell für das jeweilige Kind sinnvoll sind und wie man diese nutzen kann, um Kindern die bestmöglichen individuellen Lernvoraussetzungen zu ermöglichen