Das Promotionsprogramm „Duale Promotion“ in Bremen bildet eine Brücke zwischen Theorie und Praxis in der Lehrkräftebildung

Das strukturierte Promotionsprogramm „Die Duale Promotion in der Lehrerbildung: Wissenschaft macht Schule“ am Zentrum für Lehrerinnen-/Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZfLB) der Universität Bremen hat am 13. Januar 2021 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung die erste Kohorte Dual Promovierende verabschiedet und die zweite Kohorte begrüßt.

Junge Leute stehen nebeneinander auf einer Brücke

Dual Promovierende bilden eine Brücke zwischen Theorie und Praxis

© Ann Kristin Haverich/Universität Bremen

Das Jahr 2021 hat im Promotionsprogramm „Duale Promotion“ feierlich begonnen. In einer gemeinsamen „Auftakt-Abschluss-Veranstaltung“ wurde der „Staffelstab“ von der ersten Kohorte an die zweite Kohorte Dual Promovierende übergeben. Das digitale Format ermöglichte eine große Reichweite an Teilnehmern und Teilnehmerinnen: dabei sein konnten auf diese Weise Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen der Dual Promovierenden aus Schule und Wissenschaft, Kooperations- und Netzwerkpartner des Promotionsprogramms aus Bremen und anderen Bundesländern.

Das strukturierte Promotionsprogramm „Duale Promotion“, das deutschlandweit einen einmaligen Qualifizierungsweg in der Kombination von fachdidaktischer Promotion und Referendariat in der Lehrerbildung ermöglicht, hat die erste Kohorte Dual Promovierende – insgesamt 5 Stipendiaten und Stipendiatinnen – bis zum Abschluss gebracht. Prof. Dr. Sabine Doff, Leiterin des Programms und Direktorin des ZfLB, betont die Bedeutsamkeit der Absolventen und Absolventinnen des Programms für Wissenschaft und Schule. Mit den Promotionsprojekten wurden Beiträge zur Theorieentwicklung in den beteiligten Fachdidaktiken und in der Unterrichtsentwicklungsforschung an den beteiligten Kooperationsschulen geleistet („dual use“). Das Promotionsprogramm „Duale Promotion“ bildet im Kontext der Lehrkräfte(aus)bildung eine Art „Dritten Raum“, wie Prof. Dr. Till-Sebastian Idel, Lehrstuhlinhaber „Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, in seinem Vortrag entwarf. In diesem bearbeiten die Dual Promovierenden die Professionalisierungsanforderungen aus Wissenschaft und Schule (phasenweise) parallel und qualifizieren sich darüber im doppelten Sinne. Prof. Dr. Jutta Günther, Konrektorin für Forschung, Wissenschaftlichen Nachwuchs und Transfer hebt hervor, dass „mit dem Promotionsprogramm eine nachhaltige Gewinnung von begabten jungen Menschen für beide Felder verfolgt wird und zudem ein Transfer zwischen Forschung und Unterrichtsentwicklung am Standort Bremen gefestigt wird“.

Grafik zur 3-Phasenstruktur im Promotionsprogramm „Duale Promotion“

Grafik zur 3-Phasenstruktur im Promotionsprogramm „Duale Promotion“

© Ann Kristin Haverich/Universität Bremen

Erste Kohorte Dual Promovierende

Die ersten Dual Promovierenden im strukturierten Promotionsprogramm haben von Oktober 2016 bis Dezember 2020 ihre Forschungsprojekte durchgeführt und das Referendariat abgeschlossen. Im Rahmen der Veranstaltung haben die fünf Doktorandinnen und Doktoranden ihre Promotionsprojekte und zentralen Ergebnisse vorgestellt. Sie haben unter anderem in den Fächern Kunst, Biologie und Spanisch zentrale Beiträge zur fachbezogenen Unterrichtsentwicklung in der Bremer Schullandschaft geleistet. Prof. Dr. Andreas Grünewald (Wissenschaftliche Leitung erste Kohorte) und Dr. Michael Kleiner (Landesinstitut für Schule) haben als charakteristisches Merkmal die wertvolle Dynamik der interdisziplinär arbeitenden Gruppe hervorgehoben.

Zweite Kohorte Dual Promovierende

Die neuen Dissertanten haben zum 01.01.2021 die Duale Promotion aufgenommen. Sie werden bis zum Sommer 2021 ihre Promotionsprojekte unter anderem in den Fachdidaktiken der Philosophie, Geschichte und Mathematik weiterentwickeln und gehen dann in Bremen ins Referendariat. Erstmals ist auch eine Dual Promovierende aus dem berufsbildenden Lehramt dabei. Die Schul- und Fachzugehörigkeiten versprechen wieder einen spannenden und interdisziplinären Austausch.