Beispiel LMU München

Im Rahmen des Projektes wird ein studienbegleitendes Eignungscoaching entwickelt. Die Eignung für den Lehrerberuf kann nicht umfassend zu Beginn des Studiums festgestellt werden. Vielmehr ist während des gesamten Studiums eine reflektierte, von Feedback begleitete Auseinandersetzung mit den berufsfeldorientierten Anforderungen notwendig. Vor dem Hintergrund problematischer Anstellungssituationen sind Universitäten zudem gefordert, Optionen für Studienabschlüsse noch deutlicher aufzuzeigen und damit zu erweitern. Ziel ist es, die individuelle Eignung mit unterstützender Beratung durch geschulte Eignungscoaches in verschiedenen Stadien des Studiums zu reflektieren. Flankiert werden sollen diese Angebote durch die Entwicklung eines Beratungsinstruments, das die Möglichkeiten für ein Doppelstudium oder für einen Wechsel des Studiengangs verdeutlicht.

Die Selbstprüfung der Eignung soll bereits vor Beginn des Studiums angebahnt werden, indem die Arbeit mit dem Beratungstool SeLF intensiviert wird. Zu Beginn des Studiums und in den Schulpraktika soll die Betreuungsintensität durch den gezielten Einsatz erfahrener Lehrkräfte als Eignungscoaches gestärkt werden. Eignungscoaches beraten die Studierenden nicht nur bei der Ausarbeitung von Unterrichtsplanungen, sondern stehen vor allem für reflexionsorientierte Gespräche zur Aufarbeitung von Erfahrungen in Schule und Unterricht zur Verfügung. Dadurch wird die Perspektive auf das Handeln im Berufsfeld Schule erweitert. Lehrende werden darüber hinaus disziplinübergreifend darin fortgebildet, konstruktives Feedback für die Einschätzung von Potenzialen und Schwächen der einzelnen Studierenden zugeben und sich damit für die Entwicklung ihrer Lehrerpersönlichkeit einzusetzen.