[FL]² zieht positive Zwischenbilanz

Das Verbundvorhaben „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]² – Kohärenz und Professionsorientierung“ zieht im Rahmen der Tagung „Face to Face – Lehrerbildung gemeinsam gestalten" eine erfolgreiche Zwischenbilanz.

Am 16. November 2017 zogen in Freiburg die Projektpartnerinnen und -partner des Verbundprojektes von Universität und Pädagogischer Hochschule Freiburg mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kooperationsschulen, Partnerinnen und Partnern der 2. und 3. Phase der Lehrerbildung und der interessierten Fachöffentlichkeit eine erfolgreiche Zwischenbilanz der Arbeit seit 01. Juli 2015. Die Bedeutung dieser Tagung für das Bundesland wurde durch die Teilnahme der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Theresia Bauer und des Staatssekretärs im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Volker Schebesta unterstrichen.

Die Tagung startete mit einem geführten (Poster-)Rundgang mit Ministerin Bauer und Staatssekretär Schebesta mit dem Ziel, zur Einstimmung einen Überblick über FACE und seine Teilprojekte zu geben.

[FL]² zieht gemeinsam mit relevanten Akteuren eine positive Bilanz

[FL]² zieht gemeinsam mit relevanten Akteuren eine positive Bilanz

Freiburg Advanced Center of Education (FACE)

Mit ihren Grußworten machten sie den Beitrag des Projektes für die Entwicklung der Lehrerbildung deutlich. „Wenn wir die Lehrerbildung verbessern, dann machen wir das hier, weil es hier am besten geht und das Freiburger Verbundprojekt Beiträge erarbeitet, die die Entwicklung der Lehrerbildung weiterbringen.“ führte die Ministerin in einer lebendigen Rede aus. Sie begrüßte, dass Veränderung als Chance und Potenzial begriffen wird. Das im ersten Schritt etablierte gemeinsame Netzwerk der Hochschulen würdigte sie als klug von unten eingeführt und inzwischen zu einem festen Verbund gewachsen.
Der Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, fasste die Bedeutung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ und die Förderung durch das Bundesland Baden-Württemberg zusammen.

Im Anschluss gab Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre, Universität Freiburg und Projektleiterin von Seiten der Universität, Einblicke in die konkrete Zwischenbilanz für das Projekt und erläuterte, wie sich die Lehrerbildung in Freiburg durch die enge Zusammenarbeit entwickeln konnte.

Prof. Dr. Ulrich Druwe, Rektor der Pädagogische Hochschule Freiburg und Projektleiter dieses Verbundpartners, gab unter den Stichwort „FACE – Lehrerbildung unter einem Dach“ einen kurzen Ausblick auf die Ziele des Projektes für die zweite Förderrunde, für die gegenwärtig der Antrag in der Schlussphase ist.

Prof. Dr. Timo Leuders von der PH Freiburg referierte zum Thema: „Was muss fachspezifisch gelernt  werden zum Umgang mit Heterogenität? - Ansätze und empirische Befunde“ und zeigte anhand zahlreicher Praxisbeispiele auf, was im Projekt und auch in der praktischen Umsetzung in den Schulen schon erreicht werden konnte.

Prof. Dr. Elsbeth Stern von der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich sprach zu: „Rezeption und Nutzung von Bildungsforschung in der Unterrichtspraxis“ und gab einen spannenden Einblick in die Lehrerbildung über die Landesgrenze hinaus.

Zur besseren Strukturierung der öffentlichen Postersession  stellten sich alle FACE-Teilprojekte in 90 Sekunden vor und weckten so das Interesse, in Face to face-Gesprächen – ganz im Sinne des Mottos der Tagung – mehr zu der Arbeit und den Ergebnissen in den Teilbereichen zu erfahren.

Die Podiumsdiskussion zum Thema: Was ist gute Lehrerbildung in Freiburg? griff relevante, aber auch kontroverse Fragestellungen auf. Unter der Moderation von Dr. Wulf Rüskamp (Badische Zeitung) diskutierten intensiv: aus der Schulpraxis: Heiko Schrauber, Kreisgymnasium Bad Krozingen und Elke Storz, Emil-Thoma-Realschule, Freiburg, aus der dritten Phase: Prof. Georg Gnandt, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasium) Freiburg, aus der Hochschulpraxis: Prof. Dr. Tim Krieger, Universität Freiburg, Prof. Dr. Ulrike Spörhase, Pädagogische Hochschule Freiburg und Prof. Dr. Jörg Wittwer, Universität Freiburg. Die Diskussion zeigte auf, was schon alles durch die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ erreicht bzw. angestoßen werden konnte, aber auch, wo noch Handlungsbedarf und Anregung gesehen wird, um die Lehrerbildung noch weiter zu verbessern.

"Was ist gute Lehrerbildung in Freiburg?" - Diskussion auf dem Podium

"Was ist gute Lehrerbildung in Freiburg?" - Diskussion auf dem Podium

Freiburg Advanced Center of Education (FACE)

Im Schlusswort dankte Prof. Dr. Ulrich Druwe allen Teilnehmenden, aber ganz besonders dem Organisationsteam und Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger für ihre vertrauensvolle und konstruktive Projektzusammenarbeit.

Den musikalischen Ausklang gestaltete eine Jazzformation von Studenten der PH Freiburg.

Bildnachweis Teaser: Ministerin Theresia Bauer im Gespräch; Quelle: Freiburg Advanced Center of Education (FACE)