300 Teilnehmende im Austausch von Praxis und Theorie: Der 1. Kölner Tag des Schulsports mit wissenschaftlichem Symposium

Am 19. September 2018 fand an der Deutschen Sporthochschule Köln der 1. Kölner Tag des Schulsports in Verbindung mit einem wissenschaftlichen Symposium statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Tägliche Herausforderungen meistern – Sportlehrkräfte im Fokus“, bei welcher 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Forschung, Lehrerbildung, Schulpraxis und weitere Interessierte in regen Austausch kamen.

Kölner Tag des Schulsports

Teilnehmer/innen des Workshops „Kin-Ball“: Ein neues Teamspiel mit drei Mannschaften.

Lena Overbeck, Presse DSHS

Das Projekt Schulsport2020 entwickelte im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ in Kooperation mit der Bezirksregierung Köln ein Fortbildungsformat für die dritte Phase der Lehrerbildung. Hervorzuheben ist, dass sowohl praktische und theoretische Workshops, als auch wissenschaftliche Vorträge in Arbeitskreisen angeboten wurden – eine Verzahnung von Praxis und Theorie bildete somit den Schwerpunkt der Veranstaltung.

Thematisch angebunden war die Tagung an die drei zentralen Themenbereiche des Projekts Schulsport2020. Im Vordergrund standen hiermit eine immer heterogener werdende Schülerschaft, der weiterhin bestehende Bewegungsmangel schulpflichtiger Kinder und das hohe Stresspotential des Berufs der Sportlehrkraft.

Kölner Tag des Schulsports

Hauptvortrag von Prof.‘in Dr. Petra-Gieß-Stüber im großen Hörsaal der DSHS Köln

Lena Overbeck, Presse DSHS

Zu Veranstaltungsbeginn begrüßten zunächst Prof. Dr. Jens Kleinert, Prorektor für Studium und Lehre, und Peter Lambertz, Sportdezernent der Bezirksregierung Köln, die rund 300 Teilnehmenden und stellten besonders die gute Zusammenarbeit und Kooperation untereinander in den Fokus.

Anschließend an die Begrüßungsworte und die gelungene Einführung in die Veranstaltung eröffnete Frau Prof.‘in Dr. Petra Gieß-Stüber, Leiterin des Arbeitsbereichs „Sportpädagogik am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Albert-Ludwig-Universität Freiburg, ihren Hauptvortrag zum Thema „Sporttreiben in der Migrationsgesellschaft. Konsequenzen für Schulen und außerschulischen Sport“. Dabei stellte Sie unter anderem ein gelungenes Konzept zur Förderung der Partizipation vor, welches an Förderschulen in Freiburg bereits durchgeführt wird.

Kölner Tag des Schulsports

Teilnehmer/innen des Workshops „Gemeinsames Lernen am Beispiel der Sportart Basketball“

Teresa Odipo

Nach dem Hauptvortrag ging es über in die Phase der Workshops und wissenschaftlichen Arbeitskreise. Es wurden insgesamt 18 Workshops und vier Arbeitskreise mit insgesamt 20 Einzelvorträgen angeboten. Die Workshops reichten von „Schwimmen für ängstliche Anfänger“ bis hin zu inklusiv ausgerichtetem Basketball „Gemeinsames Lernen am Beispiel der Sportart Basketball“. Die Arbeitskreise gliederten sich in die Themenschwerpunkte des Projekts und beinhalteten Kurzvorträge wie beispielsweise „Stressforschung von (Sport-)Lehrkräften – Überblick und Studien“ (Prof. Dr. Manfred Wegner) oder auch „Geschlechterkonstruktionen im Sportunterricht“ (Prof. Dr. Judith Frohn).

Zu einer abschließenden Postersession kamen am Ende des Veranstaltungstages viele Teilnehmenden zusammen, um noch weitere Erkenntnisse aus der Schulsportforschung für sich gewinnen zu können. Die Poster wurden dabei in kurzen Impulsvorträgen vorgestellt.

Kölner Tag des Schulsports

Teilnehmer/innen nutzen das Foyer für Austauschgespräche.

Teresa Odipo

Insgesamt kann der Tag als ein voller Erfolg gewertet werden. Neben den Vorträgen und Workshops bildete der Austausch untereinander und das Gespräch miteinander einen wichtigen Teil der Veranstaltung. Insbesondere die Kommunikation über Schulgrenzen hinweg erscheint bedeutsam – Informationen und Tipps wirken unterstützend und ermutigend. Auch deshalb wollen 94 % der Teilnehmer/innen wiederkommen.

Ein Abstractband der Veranstaltungsinhalte ist hier abrufbar.

Eine Fotostrecke und weitere Informationen finden sich auch auf der Veranstaltungshomepage.