1. Programmkongress

Auf dem Kongress am 11./12. Oktober 2016 kamen über 500 Akteure des Programms und weitere Gestalter und Entscheidungsträger der Lehrerbildung zusammen. Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Wanka: „Wir müssen die leistungsbereitesten jungen Leute für ein Lehramtsstudium und den Lehrerberuf gewinnen und es schaffen, dass sie sich während des Studiums mit dem Beruf, den sie zukünftig ausüben wollen, identifizieren. Das ist leichter gesagt als getan."

Plenum im Kongresszentrum bcc

Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Wanka

BMBF, Foto: André Wagenzik

In ihrer Eröffnungsrede betonte Bundesbildungsministerin Wanka die herausragende Rolle der Lehrerinnen und Lehrer in der Erziehung der Kinder: „Die meisten von uns haben aus der Schulzeit die Erinnerung an einen Lehrer oder eine Lehrerin, die wir auch nach vielen Jahren nicht vergessen haben. Bei mir war das der Deutschlehrer aus der Oberschule. Das war jemand, der mir nicht nur ganz viel beigebracht, sondern auch die Liebe zur Literatur vermittelt hat. Ich denke, wenn es Lehrern gelingt, die Talente, die in einem Kind verborgen sind, zu wecken, und es stark fürs Leben zu machen, dann ist das das Schönste, was Lehrerinnen und Lehrer von ihrer Arbeit zurückbekommen können." Mit der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" werde die Lehrerbildung an den Hochschulen eine deutliche Aufwertung erfahren: „Am Anfang von Verbesserung steht immer eine Analyse des Ist-Zustandes. Was sind die Stärken der Lehrerbildung an unserer Hochschule, was sind die Schwächen? Welchen Platz nimmt sie an der Hochschule ein? Welchen Platz soll sie zukünftig einnehmen, und welche Anstrengungen muss man dazu unternehmen? – Diese Fragen muss jede einzelne Hochschule selbst beantworten". Die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" sei nun bereits ein Gewinn für alle: Für junge Lehrerinnen und Lehrer habe sich mit dem Start des Programms die Mobilität in Deutschland verbessert. Sie können nun in jedem Bundesland studieren, den Vorbereitungsdienst absolvieren und arbeiten.

In der anschließenden Podiumsrunde sprachen Elfriede Ohrnberger, Manfred Prenzel und Oliver Günther über die Bedeutung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ aus Sicht der Länder, der Wissenschaft und der Hochschulen. Elfriede Ohrnberger ist Abteilungsleiterin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Manfred Prenzel ist Vorsitzender des Auswahlgremiums für die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" und war Vorsitzender des Wissenschaftsrates. Oliver Günther ist Präsident der Universität Potsdam. Die Runde war sich einig, dass die Hochschulen die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" als Chance zu einer dauerhaften Profilierung nutzen sollten.

Prof. Dr. Mareike Kunter, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. Dr. Mareike Kunter

BMBF, Foto: André Wagenzik

Ewald Terhart und Mareike Kunter gaben Aufschluss über die Entwicklungslinien, Anforderungen und Zukunftsperspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Ewald Terhart ist Professor für Schulpädagogik an der Universität Münster. Mareike Kunter ist Professorin für Pädagogische Psychologie an der Universität Frankfurt. Beide betonten, dass es ihnen eine Ehre wäre vor diesem großen Publikum aus der Lehrerbildung zu sprechen. Ihre Vorträge stehen rechts im Downloadbereich zur Verfügung.

Ein zentraler Bestandteil des Kongresses waren zehn thematische Foren zu den Schwerpunktthemen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“, von denen jeweils fünf am ersten und fünf am zweiten Tag parallel angeboten wurden. In den Foren wurden Maßnahmen der geförderten Projekte und Hochschulen präsentiert, relevante Entwicklungen für die Lehrerbildung diskutiert und über Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gesprochen. Die Präsentationsfolien können über die nachfolgenden Links aufgerufen werden.

Am ersten Tag (11. Oktober):

Am zweiten Tag (12. Oktober):

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